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16.02.2017

Geflügelpest: Beobachtungsgebiet im Landkreis Würzburg

Im Landkreis Kitzingen gibt es den ersten bestätigten Fall von Geflügelpest bei Nutzgeflügel. Das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) in Greifswald hat am 16.2.2017 die hochpathogene Form des Virus H5N8 nachgewiesen.

Im Umkreis von drei Kilometern um das Anwesen des betroffenen Geflügelhalters hat das Landratsamt Kitzingen nun einen Sperrbezirk festgelegt. Um das betroffene Gehöft wurde zusätzlich ein Beobachtungsgebiet im Radius von zehn Kilometern eingerichtet. Das Beobachtungsgebiet erstreckt sich über die Landkreisgrenze hinaus auch auf Gebiete der Landkreise Würzburg und Schweinfurt.

Nähere Informationen zu den betroffenen Ortsteilen sowie zu den im Sperrbezirk und im Beobachtungsgebiet geltenden Anordnungen sind der Allgemeinverfügung zu entnehmen (für den Landkreis Würzburg auf www.landkreis-wuerzburg.de/vogelgrippe. Dort findet sich zudem eine Karte mit dem eingezeichneten Beobachtungsgebiet).

Im Beobachtungsgebiet des Landkreises Würzburg befinden sich mindestens acht Geflügelhaltungen mit 177 gemeldeten Tieren. Das Beobachtungsgebiet erstreckt sich in die Gemeinden Prosselsheim und Eisenheim.

Das Landratsamt bittet die Bürgerinnen und Bürger, verendetes Wassergeflügel (Wildenten, Wildgänse, Schwäne usw.) sowie größere Wildvögel (Möwen, Reiher etc.) dem Veterinäramt, der jeweiligen Gemeinde oder der Polizei zu melden. Tote Tiere sollten nicht ohne Schutzhandschuhe berührt werden.

Kontakt

Landratsamt Würzburg-Veterinäramt und Lebensmittelüberwachung
Leistenstr. 87, 97082 Würzburg, Vetamt-lmue@lra-wue.bayern.de,
Tel. 0931 8003-681.

Weiterhin Stallpflicht und Verbot von Ausstellungen, Märkten und Veranstaltungen ähnlicher Art von Geflügel und gehaltenen Vögeln anderer Arten

Bereits am 18. November 2016 hat das Bayerische Staatministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) eine allgemeine Stallpflicht für Haus- und Nutzgeflügel in Bayern angeordnet. Diese auf zunächst unbestimmte Zeit erlassene Verfügung gilt auch für das gesamte Gebiet des Landkreises Würzburg sowohl für gewerbsmäßige Geflügelhalter als auch für Züchter und Privatpersonen, die Geflügel halten.

Zudem wurde ein bayernweites Verbot für Ausstellungen, Märkte und Veranstaltungen ähnlicher Art von Geflügel und gehaltenen Vögeln anderer Arten angeordnet. Da Tauben häufig in gemischten Beständen mit Ziergeflügel gehalten werden und als passive Überträger des Erregers dienen können, betrifft das Verbot auch reine Taubenausstellungen.

Für die Anordnung der Maßnahmen sind die Kreisverwaltungsbehörden zuständig. Mit diesen Maßnahmen und flankierend den vom Bund veranlassten Maßnahmen zur Biosicherheit in einzelnen Betrieben soll das Überspringen des Geflügelpesterregers von Wild- auf Nutztiere verhindert werden. Die Behörden des Freistaats stehen in intensivem Kontakt mit dem Bund und beobachten die Situation genau.

Wichtige Informationen zur Vogelgrippe finden Sie auf der Landkreis-Homepage unter www.landkreis-wuerzburg.de/vogelgrippe. Dort sind die Allgemeinverfügungen des Landratsamtes Würzburg zum Vollzug des Tierseuchengesetzes und unter http://www.lgl.bayern.de/index.htm die Eilverordnung des Bundes über zusätzliche Biosicherheitsmaßnahmen in kleinen Geflügelhaltungen abrufbar. Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) hat speziell für Tierhalter ein Merkblatt erarbeitet, das Maßnahmen auflistet, mit denen der Eintrag der Geflügelpest in Bestände vermieden werden soll.

Hier ist insbesondere die konsequente Einhaltung von betriebshygienischen Maßnahmen zu nennen. Um eine Ausbreitung der Vogelgrippe zu verhindern, hat Bayern auch die Überwachung verstärkt, indem das bestehende Wildvogelmonitoring intensiviert wird. In Bayern laufen bereits seit einigen Jahren verschiedene Monitoringprogramme zu AIV-Infektionen bei Wildvögeln und Hausgeflügel.

Weitere Informationen dazu unter

https://www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/tierkrankheiten/virusinfektionen/gefluegelpest/index.htm