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14.11.2017

Hausärztebefragung zur Nachfolgeregelung

81 Hausärzte sind in Stadt und Landkreis Würzburg 60 Jahre oder älter. Um einem möglichen Hausärztemangel entgegenzuwirken führt die Gesundheitsregionplus Stadt und Landkreis Würzburg als ersten Schritt aktuell eine Hausärztebefragung zum Thema drohender Hausärztemangel und Nachfolgeregelung durch. Durch die Befragung soll erfahren werden, wie die Hausärztinnen und Hausärzte selbst die Situation einschätzen, welche individuellen Nachfolgeregelung bereits bestehen und ob konkreter Unterstützungsbedarf von den Hausärztinnen und Hausärzten benötigt beziehungsweise gewünscht wird.

Über 290 Hausärzte wurden dafür in den vergangenen Wochen angeschrieben. Die Befragung durch die Gesundheitsregionplus Stadt und Landkreis Würzburg wird in Kooperation mit dem Bayerischen Hausärzteverband, der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns und dem Ärztlichen Kreisverband Würzburg und Umgebung durchgeführt. Auch Oberbürgermeister Christian Schuchardt und Landrat Eberhard Nuß unterstützen die Befragung und hoffen, dass sich möglichst viele Ärzte beteiligen. Ziel ist es zu erfahren wie viele Hausärzte in absehbarer Zeit ihre Praxen abgeben, ob die Nachfolge geregelt ist oder hierbei Unterstützung benötigt wird, um die hausärztliche Versorgung in der Region mittel- und langfristig aufrecht zu erhalten.

Grundlage der Befragung bildet ein Fragebogen, welcher in der Gesundheitsregionplus Landkreis Kronach in Zusammenarbeit mit einigen Ärzten entwickelt wurde und dort erfolgreich, mit einer Beteiligungsquote von 60,1%, zum Einsatz kam. Der Befragungszeitraum in Stadt und Landkreis Würzburg endet am 23.11.2017. Aktuell sind bereits über 70 ausgefüllte Fragebögen in der Geschäftsstelle eingegangen. Die Begleitung der Befragung erfolgt im Rahmen ihres Praktikums in der Geschäftsstelle der Gesundheitsregionplus von Lisa Heinrichs. Sie studiert in Furtwangen im 5. Semester Angewandte Gesundheitswissenschaften. Nach Auswertung der Befragung und der Analyse des Bedarfs sollen die ersten Ergebnisse bereits im Gesundheitsforum im Dezember diesen Jahres vorgestellt sowie auf dieser Grundlage Handlungs-maßnahmen abgeleitet und initiiert werden.