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RadlerFrühling 2017 - Landrat überrascht zum 20. Jubiläum mit Hochrad, Frack und Zylinder

Die Überraschung ist Eberhard Nuß gelungen: Zum Start des 20. RadlerFrühlings fuhr der Landrat auf einem nostalgischen Hochrad, stilgerecht mit Frack, Fliege und Zylinder, in Sommerhausen beim Gasthof Anker vor. „Damit fahre ich aber nicht die ganze Tour,“ so Nuß lachend zu den wartenden Radelfans. Er hat bei vier Trainingseinheiten mit Hochradpionier Werner Götz aus Höchberg vor allem das Auf- und Absteigen geübt. „Es ist ganz schön kompliziert. Und versucht nie, mit diesem Rad bergab zu fahren: es hat keine Bremse.“

Sehen Sie hier das Video vom Landrat auf dem Hochrad:

Landrat auf dem Hochrad (MP4, 30,9 MB)


Wärmende Fair-Trade-T-Shirts für die Teilnehmer

Für die Jubiläumstour am Samstag, als „Ge-Nuß-Radeln“ über eine Strecke von 48 Kilometern durch den Ochsenfurter Gau angekündigt, stand der Landrat gewissermaßen Pate mit seinem Namen. Alleine die Außentemperaturen in Betracht gezogen, hätte die Tour statt in den Süden des Landkreises Würzburg auch in den hohen Norden führen können. Windig und knackig kalt war es nicht nur beim Start am Mainufer in Sommerhausen, wo mancher froh war über wärmende grüne Fair-Trade-Jubiläums-T-Shirts, die es als Teilnahmegeschenk gegeben hatte.

Rast in Sonderhofen - eine der kleinsten Landkreisgemeinden

Duftender Bärlauch begleitete die 170 Radler auf ihrem Weg von Ochsenfurt entlang des Thierbachs bis nach Tückelhausen und weiter nach Acholshausen. Dort gab es zur Stärkung auch fair gehandelte Bananen – entsprechend der Auszeichnung als Fair-Trade-Landkreis. Am Dorfplatz gesellten sich zum Radler-Tross weitere, mit dem „Maintal-Sprinter“ angereiste Teilnehmer.

Dieser neue Service der Landkreislinie APG bietet den Transport von Radtouristen samt Rädern ab den Badeseen bei Erlabrunn entlang des Mains bis nach Ochsenfurt und weiter über den Gaubahnradweg nach Bieberehren an der Tauber.

Gastgeber der Mittagsrast in Sonderhofen, einer der kleinsten Landkreis-Gemeinden, war der örtliche Musikverein. Zu seinem 40. Geburtstag hatte der für sein Musikfest bereits das Feszelt aufgebaut. „Würzburg ist unsere Kulturhauptstadt. Aber die Musik spielt auf dem Land“, dankte Landrat Nuß für die Bewirtung. Der Musikverein versorgte die mittlerweile 180 Radler mit Schnitzel, Kartoffelsalat und Getränken.

Secco für den Radtross

Erst am Nachmittag bei der Kaffee-Pause in Klingholz, am neuen Betriebssitz des Team Orange, zeigten sich die ersten wärmenden Sonnenstrahlen. Dort wurden die Radler von KU- Vorstand Alexander Schraml begrüßt. Von dort führte die restliche Route stetig bergab ins Maintal zurück zum Ausgangspunkt in Sommerhausen.

Bürgermeister Fritz Steinmann ließ seinem morgendlichen Versprechen Taten folgen: Zur Rückkehr wurde der Radtross spritzig mit einem fruchtigen Secco begrüßt. Zudem gab es frische Äpfel aus kontrolliertem Anbau. Endgültig die „Durststrecke“ überwunden hatten die Teilnehmer dann beim zünftigen Schluss-Hock im Gasthof Anker.

Bildergalerie zur Jubiläumstour

Die Anfänge der Landrats-Radltour

Die Bilanz der Jubiläumstour durch den Landkreis: Die Rundfahrt machte ihrem Ruf als Heimatkunde auf dem Fahrrad wieder alle Ehre. Landrat Nuß dankte der BRK-Ortsgruppe Ochsenfurt für die Begleitung. Wie wichtig diese ist, zeigte sich bei einem glücklicherweise glimpflich verlaufenen Sturz.

1997 hatte der damalige Landrat Waldemar Zorn erstmals im Herbst zu einer Radtour durch den Landkreis eingeladen. Dessen Nachfolger Eberhard Nuß entwickelte daraus ab 2011 den „RadlerFrühling“ immer am letzten Samstag im April. Seit 2008 wurden im Landkreis rund 80 Kilometer Radwege neu gebaut, jetzt sind die Verbindungen von Randersacker nach Gerbrunn und Theilheim dran. „Ich habe bei der Krönung der Weinprinzessin in Theilheim versprochen, dass der Weg beim nächsten Mal fertig ist und ich mit dem Rad komme“, so Nuß. 620 Kilometer Radwege sind seit 2011 beschildert, seit 2013 gibt es ein interaktives Radwegeportal (www.landkreis-wuerzburg.de/Freizeit).