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Jugendhilfeplanung

Der Landkreis Würzburg als örtlicher öffentlicher Träger der Jugendhilfe trägt entsprechend § 79 Abs. 1 Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJHG) die Gesamtverantwortung für das Erfüllen der Jugendhilfe-Aufgaben gem. § 2 KJHG. Die wesentliche Ausgestaltung der Gesamtverantwortung einschließlich der Planungsverantwortung erfolgt durch die im § 80 genannte Jugendhilfeplanung.

Der Landkreis Würzburg soll gewährleisten, dass alle zur Erfüllung der Aufgaben nach dem Gesetz erforderlichen und geeigneten Einrichtungen, Dienste und Veranstaltungen rechtzeitig und ausreichend zur Verfügung stehen. Um dies festzustellen, ist das Instrument Jugendhilfeplanung notwendig.

 

Ziel und Inhalte der Jugendhilfe-Planung

Grundsatzziel für die Jugendhilfe und damit auch für die Jugendhilfeplanung ist das Recht des jungen Menschen auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit (§ 1 KJHG).

Die Planungsinhalte beziehen sich entsprechend § 80 Abs. 1 KJHG darauf,

  • den Bestand an Einrichtungen und Diensten festzustellen.
  • den Bedarf unter Berücksichtigung der Wünsche, Bedürfnisse und Interessen junger Menschen (...) zu ermitteln und
  • die zur Befriedigung des Bedarfs notwendigen Vorhaben rechtzeitig und ausreichend zu planen.

 

Planungskonzept

Das Konzept der Jugendhilfeplanung im Landkreis Würzburg versteht sich nicht als statische Planung, sondern vielmehr als Prozess der Auseinandersetzung mit Bestand, Bedarf und Zielsetzungen der Jugendhilfe. Dabei werden Elemente sowohl der

  • bereichsorientierten Planung (analog SGB VIII),
  • sozialraumorientierten Planung und
  • zielgruppenorientierten Planung

eingebunden. Damit soll gewährleistet werden, dass sich Jugendhilfeplanung nicht als rein statische und verwaltungstechnische Aufgabe, sondern dynamisch und flexibel versteht. Gesteuert wird die Planungstätigkeit durch den Unterausschuss Jugendhilfeplanung.

 

Teilpläne

Mit Beginn der Jugendhilfeplanung 1998 wurde diese im Landkreis Würzburg in fünf Teilplänen umgesetzt:

Teilplan I:

  • “Jugendarbeit und erzieherischer Kinder- und Jugendschutz”, beschlossen im Kreistag im Dezember 97
  • Fortschreibung 2003 - Vorlage im Jugendhilfeausschuss 2004, beschlossen im Kreistag im Oktober 2004

Teilplan II:

  • II a: “Familienförderung”, beschlossen im Kreistag im November 99
  • II b: “Jugendsozialarbeit”, beschlossen im Kreistag im Februar 2005

Teilplan III:

  • “Kindertageseinrichtungen und Tagespflege”, beschlossen im Kreistag im Mai 99
  • Fortschreibung 2003 - Vorlage im Jugendhilfeausschuss 2004, beschlossen im Kreistag im Oktober 2004 und fortgeschrieben 2007 und 2008

Teilplan IV:

  • “Hilfe zur Erziehung und Eingliederungshilfen”, beschlossen im Kreistag im Juli 2003

Teilplan V:

  • V a: "Jugendgerichtliches Verfahren”
  • V b: "Familiengerichtliches Verfahren"
    Vorlage im Jugendhilfeausschuss 2007


Seit ca. 2005 arbeitet die Jugendhilfeplanung mit dynamischem Konzept an konkreten Teil-Handlungsfeldern der Jugendhilfe.

Darüberhinaus erstellt die Jugendhilfeplanung regelmäßig alle zwei Jahre den Familienatlas des Landkreises Würzburg, eine fortlaufende Erhebung und Analyse der demographischen und sozialen Entwicklung im Landreis und den Gemeinden.



Der Familienatlas zum Herunterladen