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Naturschutz und Landschaftspflege (FB 51)

Alles im grünen Bereich, heißt es im Fachbereich Naturschutz und Landschaftspflege. Schließlich sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter häufig im Außendienst, also in der freien Natur, unterwegs. Sie prüfen zum Beispiel Bauprojekte im Hinblick darauf, ob geschützte Biber, Hamster oder auch die Schachbrettblume gefährdet würden. Denn sie alle stehen unter Artenschutz.

Gefordert sind die Experten der Unteren Naturschutzbehörde auch bei fachlichen Stellungnahmen, zum Beispiel bei Baugenehmigungs- und Flurbereinigungsverfahren. Und wenn eine Gemeinde ein Bau- oder Gewerbegebiet ausweisen möchte, sind die Belange des Naturschutzes ebenfalls zu prüfen.

Roland Möschle leitet diesen Fachbereich.

 

Ansprechpartner & Information

Im Bürgerservice A bis Z finden Sie die wichtigsten Dienstleistungen der Naturschutzbehörde mitsamt zugehöriger Ansprechpartner.

Sie benötigen nur schnell ein Formular aus diesem Bereich? Unter Formulare - Naturschutz ist bestimmt das passende zum Herunterladen dabei.

 

Aktuelle Themem & Projekte

Streuobstwiesen im Landkreis

Streuobstbestände sind ein prägendes Element der mainfränkischen Kulturlandschaft. Sie sind teils Wiese, teils Wald und gehören damit zu den artenreichsten Lebensgemeinschaften Europas. Bis zu 5.000 Tierarten finden dort ein Zuhause.

Für ihren Erhalt sind Streuobstbestände auf die dauerhafte, traditionelle und naturschonende Pflege durch den Menschen angewiesen. Bei dieser Bewirtschaftung entsteht eine ungeheure Vielfalt an Produkten - von einer Fülle an Obstsorten über Honig und Marmeladen bis hin zu Säften und Spirituosen. Vertrieb und Kauf dieser regionalen Produkte sind damit eine wesentliche Grundlage für die Erhaltung der wertvollen, landschaftsprägenden Bestände.

Um diese Vielfalt vorzustellen und den Erhalt zu unterstützen, veranstalten Landkreis und Stadt Würzburg gemeinsam mit weiteren Partnern einen Streuobsttag mit Apfelbörse, der erste fand im September 2016 statt.

Dabei präsentieren die Akteure Äpfel und Produkte aus heimischen Streuobstwiesen, Beratung durch den Pflanzendoktor, Sortenbestimmung durch Pomologen (Apfelkundler), Apfelverkostung sowie die Möglichkeit zum Süßmost pressen und probieren.

Aktuelle Termine geben wir rechtzeitig im Veranstaltungskalender an.

 

Biberschutz im Landkreis

Der Biber breitet sich im Landkreis Würzburg aus und besiedelt inzwischen viele Bäche und auch die Ufer des Mains. Diese Entwicklung ist sehr erfreulich, da er mit seinen Aktivitäten zur Verbesserung der ökologischen Funktion der Fließgewässer und zur Artenvielfalt beiträgt.

Die Aktivitäten des Bibers verursachen durch Aufstauungen der Gewässer oder Befraß von Nutzpflanzen aber auch Probleme auf den angrenzenden Grundstücken.

Für alle Konflikte, die mit der Rückkehr des Bibers in die Kulturlandschaft zusammenhängen, gibt es bewährte Lösungen. Insbesondere stellt der Freistaat Bayern Mittel zur Verfügung, um Verluste und Schäden auszugleichen.

Die Untere Naturschutzbehörde ist für die Erfassung und Vorbereitung des Ausgleichs der Biberschäden zuständig.

Zunächst ist es wichtig, dass ein Schaden binnen einer Woche nach Feststellung telefonisch oder schriftlich mit Angaben zum Ort (Gemarkung, Flurnummer) sowie zum Umfang des Schadens (Kultur, Fläche) vom Geschädigten gemeldet wird.

 

MainMuschelkalk

Die Naturschutzbehörde koordiniert das Projekt LIFE+MainMuschelkalk im Landkreis Würzburg.

LIFE+ ist ein Förderprogramm der Europäischen Union zur finanziellen Unterstützung von Umwelt- und Naturschutzprojekten in so genannten Flora-Fauna-Habitat-Gebieten (FFH-Gebiete, Schutzgebietsnetz „Natura 2000“ in der europäischen Union). Die EU übernimmt dabei etwa die Hälfte aller anfallenden Kosten bei einem Gesamtbudget von über 2,5 Millionen Euro.

Ziel des Projekts ist die Sicherung der FFH-Gebiete auf Muschelkalk entlang von Main, Saale und Wern auf 4.670 ha als Verbundachse zwischen Mittelmeer und den südosteuropäischen Steppen. Als Projektpartner haben sich die Landkreise Main-Spessart, Bad Kissingen und Würzburg, die Stadt Würzburg sowie das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz zusammengeschlossen.

Der Bayerische Naturschutzfonds finanziert das Projekt mit. Im Landkreis Würzburg wurden Maßnahmen in den Gemeinden Leinach, Thüngersheim, Güntersleben, Veitshöchheim, Winterhausen, Sommerhausen und Ochsenfurt durchgeführt. 

Weitere Informationen finden Sie unter MainMuschelkalk.de.

 

Naturschutzwächter

Elf ehrenamtliche Naturschutzwächter im Landkreis (davon seit Mai 2014 eine Frau) sorgen mit Leib und Seele dafür, dass weiterhin alles im grünen Bereich bleibt-

Aufgabe der Naturschutzwacht ist in erster Linie das vorbeugende Tätigwerden, wie das Aufklären der Bevölkerung über naturschutzfachliche Zusammenhänge, Förderung der Bewusstseinsbildung für Naturschutz und Landschaftspflege sowie die Funktion als Ansprechpartner der Bevölkerung, der Verbände und der Fachbehörden.

Aber auch die Kontrolle der Einhaltung von naturschutzrechtlichen Verboten und Auflagen gehört zu den Aufgaben der Naturschutzwächter. Damit unterstützen, entlasten und ergänzen die Naturschutzwächter die Arbeit des amtlichen Naturschutzes.

 

 

Das Aufgabenspektrum der Unteren Naturschutzbehörde

  • Naturschutzrecht
  • Hauptamtliche Fachkräfte für Naturschutz
  • Landschaftspflege
  • Naturschutzwacht, Naturschutzbeirat
  • Gartenkultur- und Landespflegefachberatung
  • Betreuung der Außenanlagen der landkreiseigenen Liegenschaften in Ochsenfurt
  • An- und Verkauf von Grundstücken zum Zweck des Naturschutzes einschließlich der notariellen und grundbuchrechtlichen Abwicklung
  • Bewirtschaftung und Unterhaltung der für Zwecke des Naturschutzes beschafften Grundstücke einschließlich Erhaltung der Verkehrssicherheit
  • Geoinformationssystem

 

 

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