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Veterinäramt

Lebensmittelsicherheit vom Stall bis auf den Tisch, also vom Erzeuger zum Verbraucher - so lautet der Auftrag der Veterinärämter in Bayern.

Auch im Landkreis Würzburg: Hier ist das Veterinäramt mit einem Amtstierarzt, zwei -ärztinnen und einem Veterinärassistenten zuständig.

Weil gesundheitlich unbedenkliche Lebensmittel nur von gesunden Tieren gewonnen werden können, beginnt die amtstierärztliche Überwachung bereits im Stall. Sie geht von den Haltungs- und Fütterungsbedingungen bis hin zu den Schlachtungs- und Vermarktungsstufen. Die gesamte Arbeit basiert auf drei Säulen: Lebensmittelhygiene, Tierschutz und Tierseuchenbekämpfung.

   

Termine im Veterinäramt

Bitte vereinbaren Sie telefonisch einen Termin bei Monika Orth, da unsere Veterinäre häufig im Außendienst sind.

In dringenden Fällen (Verdacht einer anzeigepflichtigen Tierseuche und bei schwerwiegenden Tierschutzfällen) erreichen Sie uns auch außerhalb der Dienstzeiten über die Polizeidienststelle Würzburg unter der Telefonnummer 0931 457-0.

 

Tierschutz

Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen, so heißt es in Paragraph 1 des Tierschutzgesetzes.

Wer also ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat - sei es gewerblich oder privat,

  • muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen.
  • darf die Möglichkeit des Tieres zur artgemäßen Bewegung nicht soweit einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden.
  • muss die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten für Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres aufweisen.

Neben der routinemäßigen Überprüfung von Schlachtbetrieben, Transportunternehmen, Nutztierhaltungen oder Zirkusbetrieben führt das Veterinäramt so genannte Anlasskontrollen aufgrund von Tierschutzbeschwerden durch.

Tierschutz-Beschwerden

Anzeigen zu Tierschutzverstößen nimmt Ihr Veterinäramt telefonisch unter 0931 8003-681 oder per E-Mail entgegen. Bitte wenden Sie sich außerhalb unserer Öffnungszeiten an die  örtliche Polizeidienststelle (Telefon 0931 457-0).

Sie können Beschwerden auch anonym einreichen. Dann ist allerdings eine möglichst genaue Beschreibung (Tathergang, Standort, Dauer) vonnöten, da Rückfragemöglichkeiten fehlen und somit die Anzeige möglicherweise nicht bearbeitet werden kann.

Diese Angaben benötigen Veterinäramt und/oder Polizei

  • Name, Anschrift und Telefonnummer des Anzeigenden, sofern keine anonyme Anzeige
  • möglichst genaue Beschreibung des Tatbestandes: wann, wie lange, wie viele Tiere, genauer Hergang...
  • falls bekannt: Name und Anschrift des Beschuldigten
  • Hergangsort
  • Beweismittel wie Fotos oder Videos, falls vorhanden


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Reisen mit Tieren

Der Urlaub steht vor der Tür und Ihr Haustier darf mit auf die Reise? Das sollten Sie beachten:

Reisen innerhalb der  EU

  • Ihr Tier benötigt den EU-Heimtierausweis mit Angabe der Registriernummer des Tieres sowie Nachweis der Tollwutimpfung. Den Ausweis stellt jeder dazu berechtigte Tierarzt aus.
  • Sie dürfen maximal fünf Tiere mitführen.
  • Bitte klären Sie vorab die Bestimmungen des Reiselandes (Leinen-, Maulkorbpflicht, verbotene Hunderassen) bei der jeweiligen Botschaft.
  • Bei der Mitnahme im Auto: Das Tier muss gesichert sein, zum Beispiel durch Absperrgitter oder Transportboxen.
  • Mitnahme im Flugzeug: Bei einigen Fluggesellschaften dürfen Tiere bis maximal 5 kg Körpergewicht in einer Transporttasche zum Reisenden in die Kabine. Größere Tiere werden in Transportboxen im Gepäckraum untergebracht und sind frühzeitig anzumelden. Nähere Informationen bieten die jeweiligen Fluggesellschaften.
  • Mitnahme in der Bahn: Je nach Tiergröße ist möglicherweise ein zusätzliches Ticket nötig.

Weitere Tipps zur Reiseplanung mit Tieren hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) zusammengetragen.

Einreise in die EU

Für die Einreise mit Hunden, Katzen und Frettchen aus Nicht-EU-Ländern (Drittländern) gelten bestimmte Regelungen, um das Einschleppen und Verbreiten von Tollwut zu verhindern.

  • Die Anforderungen an den Gesundheitsstatus der Tiere richten sich grundsätzlich nach der Tollwutsituation sowohl des Herkunfts-Drittlandes als auch des Bestimmungs-Mitgliedstaates in der EU.
  • Pro Person können höchstens fünf dieser Heimtiere mitgeführt werden.
  • Die Tiere dürfen nicht dazu bestimmt sein, den Besitzer zu wechseln.

Abweichend davon darf die Höchstzahl von fünf Heimtieren überschritten werden, wenn die Tiere zum Zweck der Teilnahme an Wettbewerben, Ausstellungen und Sportveranstaltungen bzw. zum Training für solche Veranstaltungen verbracht werden (nicht für Handelszwecke). Diese Tiere müssen mindestens 6 Monate alt sein und es muss ein schriftlicher Nachweis vorliegen, dass sie für eine der genannten Veranstaltungen registriert sind.

Weitere Tipps zur Einreise in die EU finden Sie auf den Seiten des BMEL.

 

Tierseuchen bekämpfen

Wenn es heißt, Geflügelpest, BSE, Maul- und Klauenseuche zu bekämpfen, dann gibt es im Veterinäramt viel zu tun. Um erfolgreich arbeiten zu können, muss ein Vertrauensverhältnis zwischen den Amtstierärztinnen, den niedergelassenen Tierärzten und den Landwirten bestehen. Denn nur wenn Tierarzt oder Viehzüchter Krankheiten und Auffälligkeiten melden, besteht die Chance auf ein erfolgreiches Handeln des Veterinäramtes.

Grundvoraussetzungen für ein effektives Bekämpfen

  • Anzeige des Bestandes bei der bayerischen Tierseuchenkasse
  • Tierkennzeichnung
  • Anzeige des Tierbestandes beim Veterinäramt
  • Bestandsmeldungen in der HIT-Datenbank (bei Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen und Equiden)
  • ordnungsgemäße Tierkörperbeseitigung

Zur Überwachung des Gesundheitsstatus´ in Nutz-Betrieben, entnimmt das Veterinäramt regelmäßig Blut-, Milch- oder Kotproben zur Untersuchung.

Sollte es zu einem Seuchenausbruch kommen, sind umfangreiche Sperrmaßnahmen sowie weitreichende Handelsbeschränkungen für Tiere und Waren die Folge. Zudem werden bei hochansteckenden Seuchen auch Tötungsanordnungen für betroffene Tierarten erfolgen.

Merkblätter und Informationen zum Herunterladen

 

Schlachttier und Fleisch untersuchen

Als Kreisverwaltungsbehörde ist das Landratsamt Würzburg auch für Schlachttier- und Fleischuntersuchungen (früher: Fleischbeschau) zuständig.

Zur Bewältigung dieser Aufgaben beschäftigt der Landkreis amtliche Tierärztinnen und Tierärzte sowie Fachassistenten für Fleischhygiene (die früheren Fleischbeschauer). Das Veterinäramt übt nicht nur die Fachaufsicht aus, sondern bildet das Personal fort und ist dessen ständiger fachlicher Ansprechpartner. Auch die Vergabe der Fleischhygienebezirke erfolgt unter Beteiligung des Veterinäramts.

Weitere Informationen

     


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