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Energieportal des Landkreises

Die steigenden Kosten für fossile Energie bei gleichzeitig sinkenden Kosten für erneuerbare Energien erfordern Maßnahmen zur Anpassung der Energiesysteme - auch auf kommunaler Ebene.

Diese Maßnahmen bieten verschiedene Chancen für die Regionalentwicklung: durch das konsequente Einsparen von Energie, durch ein Dezentralisieren der Energiesysteme und durch verstärktes Nutzen erneuerbarer Energien.

Das Energiekonzept für den Landkreis Würzburg dient in diesem Kontext in besonderer Weise dazu, energetische und Klimaschutzüberlegungen in die kommunale und regionale Entwicklung zu integrieren.

 

Aktuelle Termine für Energieberatungen

Der Landkreis Würzburg bietet, zum Teil in Kooperation mit der Stadt, verschiedene kostenfreie Energieberatungen an:

04.10.2017
für Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis und der Stadt Würzburg
17.10.2017
Neutrale & kostenfreie Energieberatung für Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Würzburg: Energie sparen. Klima schützen. Kosten senken.
18.10.2017
für Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis und der Stadt Würzburg
18.10.2017
Neutrale & kostenfreie Energieberatung für Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Würzburg: Energie sparen. Klima schützen. Kosten senken.
19.10.2017
Neutrale & kostenfreie Energieberatung für Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Würzburg: Energie sparen. Klima schützen. Kosten senken.
23.10.2017
Neutrale & kostenfreie Energieberatung für Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Würzburg: Energie sparen. Klima schützen. Kosten senken.
24.10.2017
Neutrale & kostenfreie Energieberatung für Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Würzburg: Energie sparen. Klima schützen. Kosten senken.
26.10.2017
Neutrale & kostenfreie Energieberatung für Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Würzburg: Energie sparen. Klima schützen. Kosten senken.
26.10.2017
Neutrale & kostenfreie Energieberatung für Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Würzburg: Energie sparen. Klima schützen. Kosten senken.
08.11.2017
für Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis und der Stadt Würzburg
13.11.2017
Neutrale & kostenfreie Energieberatung für Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Würzburg: Energie sparen. Klima schützen. Kosten senken.
14.11.2017
Neutrale & kostenfreie Energieberatung für Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Würzburg: Energie sparen. Klima schützen. Kosten senken.
14.11.2017
Neutrale & kostenfreie Energieberatung für Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Würzburg: Energie sparen. Klima schützen. Kosten senken.
15.11.2017
Neutrale & kostenfreie Energieberatung für Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Würzburg: Energie sparen. Klima schützen. Kosten senken.
21.11.2017
Neutrale & kostenfreie Energieberatung für Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Würzburg: Energie sparen. Klima schützen. Kosten senken.
22.11.2017
für Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis und der Stadt Würzburg
22.11.2017
Neutrale & kostenfreie Energieberatung für Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Würzburg: Energie sparen. Klima schützen. Kosten senken.
23.11.2017
Neutrale & kostenfreie Energieberatung für Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Würzburg: Energie sparen. Klima schützen. Kosten senken.
06.12.2017
für Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis und der Stadt Würzburg
20.12.2017
für Bürgerinnen und Bürger aus dem Landkreis und der Stadt Würzburg

  

 

Das Energiekonzept des Landkreises

ThINK, das Thüringer Institut für Nachhaltigkeit und Klimaschatz GmbH, hat im Auftrag des Landratsamtes Würzburg und gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie ein Energiekozept erstellt (Juli 2013).  Es beinhaltet eine Bestandsanalyse in Sachen Energieverbrauch, Treibhausgas-Emissionen und Nutzung erneuerbarer Energien, wertet die Potenziale aus und gibt Handlungsempfehlungen. 

Schon seit einige Jahren beschäftigt sich der Landkreis Würzburg mit den Themen des Energie-Dreisprungs: Energieverbrauchssenkung, Energieeffizienz und Einsatz erneuerbarer Energien. Die Erstellung eines Energiekonzeptes für den Landkreis war daher eine logische Konsequenz, um das Thema Energie zu stärken und die Möglichkeiten einer zukunftsfähigen Energieversorgung auszuloten. Hier sollen kurz die wesentliche Ergebnisse des Energiekonzeptes zusammengefasst werden:

Energieverbrauch

In einem ersten Schritt wurde durch Erhebungen bei Gemeinden, Kaminkehrern, Industrie und Netzbetreibern der Energieverbrauch beziffert. Dabei ergab sich ein Gesamtverbrauch von 4.241 GWh für das Jahr 2011, welcher sich in 576 GWh Strom, 2.091 GWh Wärme und 1.575 GWh Kraftstoffe unterteilt. Die Wärmeversorgung stellt damit naturgemäß den größten Energiebedarf dar. Der pro-Kopf-Verbrauch aus den Erhebungen liegt mit insgesamt 26.539 kWh pro Jahr unter den entsprechenden Vergleichswerten des Freistaates bzw. der Bundesrepublik.

Auch bei Berücksichtigung der, nur über bundesdeutsche Durchschnittswerte erfassbaren, Energieverbräuche für Bahn-, Flug- und Schiffsverkehr würde der Energieverbrauch mit 28.320 kWh je Einwohner weiterhin etwas unterhalb der Vergleichswerte liegen, was in der ländlichen Prägung des Landkreises und damit einem geringeren Industriebesatz begründet ist.

Trotzdem sind im Landkreis größere Unternehmen angesiedelt, die einen signifikanten Anteil am Energiebedarf haben, z. B. Südzucker in Ochsenfurt. Vorherrschende Energieträger im Landkreis sind im Wärmebereich Erdgas (43 %), Heizöl (32 %) und Kohle (13 %). Der erneuerbare Energieträger Holz dagegen ist nur mit 10 % vertreten. Bei den kommunalen Liegenschaften gibt es nur lückenhafte Angaben zu den Energieverbräuchen. Hier wurden 2011 10,2 GWh Strom (Angaben aus 45 Gemeinden) und 14,3 GWh Wärme (Angaben aus 26 Gemeinden) verbraucht. Der Verbrauch der Landkreis-Liegenschaften belief sich im Jahr 2010 auf 1,55 GWh Strom und 4,94 GWh Wärme. Die mit den Energieverbräuchen im Landkreis zusammenhängenden CO2- Emissionen belaufen sich auf etwa 1,45 Mio. Tonnen bzw. rund 9,1 t je Einwohner.

 

Nutzung erneuerbarer Energien

Im Landkreis Würzburg werden erneuerbare Energien schon heute vielfältig genutzt. Der derzeitige Bestand an erneuerbaren Energien beläuft sich auf 834 GWh bzw. 5.219 kWh/Ew pro Jahr. Dabei stellt die Bioenergie mit 443 GWh bzw. 53 % Anteil, wie auch im gesamten Freistaat, das Rückgrat der erneuerbaren Energieversorgung dar. Windkraft erzeugt 175 GWh Strom im Jahr und liegt mit 21 % Anteil an zweiter Stelle im Landkreis. Darauf folgt Photovoltaik mit 158 GWh bzw. 19 % Anteil.

Andere erneuerbare Energien spielen derzeit nur untergeordnete Rollen bei der Energieversorgung des Landkreises. Besonders Photovoltaik und Windkraft sind im Vergleich zur Bundesebene prägnanter vertreten, Geothermie stark unterrepräsentiert. Insgesamt ergibt sich eine ca. 40 % höhere Endenergieerzeugung aus erneuerbaren Energien von 5.219 kWh je Einwohner im Vergleich zu 3.645 kWh auf Bundesebene, was durch größere Flächenangebote für Bioenergie, Photovoltaik und Windkraft im ländlichen Raum zu erklären ist.

 

Nutzung ernergetischer Potenziale

Die erneuerbaren Energien im Landkreis Würzburg liegen gegenwärtig bei einem Ausbaugrad von 33 % des Gesamtpotenzials. Dabei erreicht die weitgehend akzeptierte und etablierte Bioenergie einen Ausbaugrad von 62 %, gefolgt von Windkraft mit 48 %. Die größten Ausbaupotenziale ergeben sich für Solar- und Geothermie mit jeweils mehr als 90 % verbleibendem Potenzial. Das Gesamtpotenzial aller erneuerbaren Energien im Landkreis Würzburg beläuft sich nach vorliegender Analyse auf 2.536 GWh bzw. 15.873 kWh/Ew im Jahr. Unter Beachtung des derzeitigen Bestandes erneuerbarer Energien ergibt sich ein bilanzielles Zusatzpotenzial von 1.702 GWh bzw. 10.653 kWh/Ew. Dies lässt genügend Spielraum für den weiteren Ausbau, bei dem die Potenziale von Photovoltaik, Windkraft und Bioenergie einer zügigen Umsetzung unterliegen dürften.

Für die Einspar- und Effizienzpotenziale ergibt sich folgendes Bild:

Im Bereich Strom entsteht die Einsparung durch das Beibehalten des aktuellen Stromverbrauchs entgegen des derzeitigen Trends. Für den Wärmeverbrauch ergibt sich das Einsparpotenzial aus der Minderung des gewerblichen Wärmeverbrauchs um 10 % sowie der Senkung des Wärmebedarfs für Wohngebäude auf das Niveau eines Niedrigenergiehauses, was einer Gesamteinsparung von 37 % des jetzigen Wärmeverbrauchs entspräche. Im Kraftstoffbereich wird von potenziellen Einsparungen von etwa 30 % ausgegangen, die durch effizientere Motoren mit geringerem Kraftstoffbedarf herrühren.

Insgesamt ergibt sich aus den beschriebenen Maßnahmen ein Einsparpotenzial von etwa 1.241 GWh und damit eine Senkung des Verbrauchs um 30 % Derzeit besteht eine Deckung des Stroms von 78 % aus, im Landkreis Würzburg erzeugten, erneuerbaren Energien. Für den Wärmebereich besteht eine Deckung des Bedarfs von 18 %. Für den Bereich Kraftstoffe können aufgrund fehlender Daten zum Bestand der Erzeugung von Biokraftstoffen keine Aussagen getroffen werden. Bei Nutzung der Potenziale aus Energieeinsparung und -effizienz sowie der Erzeugung erneuerbarer Energien kann eine Deckung des Bedarfs von 186 % für Strom erreicht werden. Für den Wärmebereich fällt diese mit 106 %, für den Kraftstoffbereich mit 6 % Deckung aus.

Im Ergebnis könnte der Landkreis Würzburg bei Umsetzung aller Potenziale eine bilanzielle Autarkie in den Bereichen Strom und Wärme erreichen. Weiterhin ständen große Mengen Strom für die regionale Wertschöpfung zur Verfügung. Einschränkend muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass einige Potenziale, vor allem der erneuerbaren Energien, erhebliche Zeiträume zur Umsetzung benötigen werden.

 

Energiepolitisches Leitbild

Im Rahmen der Erarbeitung des Energiekonzeptes für den Landkreis Würzburg bestand die Aufgabe, ein Energiepolitisches Leitbild zu erarbeiten.

Ausgangspunkte für die Erarbeitung des Energiepolitischen Leitbildes waren die vorliegenden Analyseergebnisse, die intensiven Gespräche mit der Landkreisverwaltung und der aktuelle Stand des Leitbildes der Region Mainfranken. Der abgestimmte Entwurf war Grundlage für den Workshop zum Energiepolitischen Leitbild, der am 6. Mai 2013 im Landratsamt durchgeführt wurde. Als Ergebnis der Diskussion im Workshop erfolgte eine zweite Überarbeitung des Leitbildes, die am 22. Juli 2013 im Umweltausschuss des Kreistages vorgestellt und diskutiert wurde.

Das vorliegende Energiepolitische Leitbild wurde schließlich am 26. Juli 2013 vom Kreistag des Landkreises Würzburg zustimmend zur Kenntnis genommen.

 

Handlungsempfehlungen

Der Landkreis Würzburg ist bereits seit längerer Zeit dem Klimaschutz verpflichtet. Zahlreiche Aktivitäten auf den verschiedenen Ebenen belegen dies. So gibt es zahlreiche Informationsangebote zum Thema Energie. Auch wurden an zwei Drittel der landkreiseigenen Liegenschaften bereits Maßnahmen der energetischen Sanierung oder zur Energieeffizienz durchgeführt. Aber auch in den Kommunen des Landkreises gibt es Bemühungen. Viele Gemeinden haben sich zu interkommunalen Gemeinschaften zusammengeschlossen, um gemeinsam die (auch energetische) Entwicklung in der Region voranzubringen, teilweise existieren bereits Energie- bzw. Klimaschutzkonzepte und Bürger-Energieanlagen.

Um die Energiewende im Landkreis weiter voranzutreiben wurden 33 Maßnahmen empfohlen und in Steckbriefen beschrieben, die Aussagen zu Ziel, Arbeitsschritten, Zuständigkeiten, Akteuren, Zeithorizont etc. enthalten. Dabei decken die Maßnahmen die wichtigsten Handlungsfelder ab: Effiziente Energienutzung; Nachhaltige Energieerzeugung; Beteiligung und Transparenz; Intelligente Übertragung, Verteilung und Speicherung sowie einen Block handlungsfeldübergreifender Maßnahmen. Die vorgeschlagenen Maßnahmen adressieren alle relevanten Zielgruppen wie Landkreis, Kommunen, BürgerInnen, Industrie und Gewerbe, Investoren sowie Energieversorgungsunternehmen.

Abschließend wurden aus Leitbild und Maßnahmenkatalog prioritär anzugehende Handlungsschritte vorgeschlagen, die sich an den Handlungsspielräumen der Landkreisverwaltung orientieren. Dabei kann sie einerseits Maßnahmen ergreifen, die eine direkte Wirkung zeigen, z. B. weitere energetische Sanierung der Liegenschaften, Monitoring der Energieverbräuche oder Förderung des ÖPNV. Zum anderen kann der Landkreis indirekt wirken, indem er z. B. Beratungsangebote für Hausbesitzer bzw. zu Bürgerbeteiligungsmodellen erneuerbarer Energieanlagen vorhält, Netzwerkaktivitäten wie interkommunale Partnerschaften und Klimaschutzinitiativen unterstützt oder Bildungsarbeit an landkreiseigenen Schulen fördert.

 

   

 

Förderporgramme

Gern beraten Sie diese Organisationen zu aktuellen Förderprogrammen:

  • Projektträger Bayern: 0800 0268 724
  • Kreditanstalt für Wiederaufbau: 0800 539 9002


Weitere Informationen

Auch diese Internetseiten stellen viele Informationen zum Thema Energie bereit: