Seiteninhalt

Demografischer Wandel

Die Lebenserwartung in Deutschland steigt, die Geburtenrate ist rückläufig. Damit sinkt der Anteil jüngerer Menschen gegenüber dem Anteil Älterer.

Die aktuelle Bevölkerungsvorausberechnung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung prognostiziert für den Landkreis Würzburg bis ins Jahr 2034 einen Bevölkerungsanstieg von 0,5 Prozent (Stand: Dezember 2014).

In Zahlen ausgedrückt bedeutet das einen Bevölkerungsanstieg um 700 auf dann 160.000 Einwohner. Das Durchschnittsalter wird sich im gleichen Zeitraum (2014 bis 2034) von 44,0 auf 47,2 Jahre erhöhen.

Ein Blick auf die Bevölkerungsvorausberechnung nach Generationen verdeutlicht die Entwicklung:

Bevölkerungsveränderung nach Altersstufen (2034 zu 2014)

Im Vergleich zu 2014 werden sich im Jahr 2034 diese Bevölkerungsveränderungen ergeben:

Insgesamt +   0,5 Prozent
unter 18-Jährige -    5,1 Prozent
18- bis unter 40-Jährige -  10,0 Prozent
40- bis unter 65-Jährige -  14,1 Prozent
65-Jährige oder Ältere    46,7 Prozent

Quelle: Beiträge zur Statistik – Regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung für Bayern bis 2034; Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung)

 

für Kinder & Jugendliche (2034 zu 2014)

Für Kinder und Jugendliche werden sich 2034 gegenüber 2014 diese Bevölkerungsveränderungen ergeben:

unter 3-Jährige
-    5,9 Prozent
3- bis unter 6-Jährige
-    1,2 Prozent
6- bis unter 10-Jährige
+   1,3 Prozent
10- bis unter 16-Jährige -    6,4 Prozent
16- bis unter 19-Jährige
-  16,4 Prozent

Quelle: Beiträge zur Statistik – Regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung für Bayern bis 2034; Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung)

 

für Ältere (2034 zu 2014)

So sieht es für Ältere im Jahr 2034 gegenüber 2014 aus:

60- bis unter 75-Jährige
+ 28,0 Prozent
75-Jährige oder Ältere

+ 41,1 Prozent

Quelle: Beiträge zur Statistik – Regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung für Bayern bis 2034; Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung)

 

Zur Ermittlung der Bevölkerungsvorausberechnung

Die aktuelle Bevölkerungsvorausberechnung basiert erstmals auf den fortgeschriebenen Einwohnerzahlen des Zensus 2014 und damit auf der aktuell möglichen Datengrundlage.

Sie wird geprägt durch die hohen, die sich auch in der Annahmensetzung in Form erhöhter Salden bei den künftig für Bayern erwarteten Auslandswanderungen niederschlagen. Dies führt insgesamt zu einem ausgeprägteren Bevölkerungswachstum für Bayern als in vorherigen Berechnungen.

Die grundsätzlichen demographischen Entwicklungen werden aber auch durch die nun vorliegenden Zahlen bestätigt.

So führt die sich kontinuierlich vergrößernde negative Bilanz aus Geburten und Sterbefällen dazu, dass der jährliche Wanderungssaldo (unter der Annahme konstanter Trends in den Bevölkerungsbewegungen die Bevölkerungszahl weiterhin im bayerischen Durchschnitt (+ 5,0 Prozent), in der kreisfreien Stadt Würzburg(+ 0,4 Prozent) und dem Landkreis Würzburg (+ 0,5 Prozent) zum Wachsen beiträgt.

 

Diese Prognosen der demografischen Entwicklung beinhalten große Herausforderungen für alle Gemeinden im Landkreis Würzburg.

Über die Leistungsfähigkeit einzelner Gemeinden wird das hinausgehen, mehr noch: Es wird ohne eine strukturierte und strategische interkommunale Zusammenarbeit nicht zu meistern sein.

 

Heimat für alle.

Der demografische Wandel trifft natürlich nicht alle Gemeinden im Landkreis gleichermaßen.

Die Herausforderung des Regionalmanagements innerhalb unserer Kommune besteht darin, die vorhandenen Strukturen in allen Bereichen zu sichern und, falls nötig, an künftige Anforderungen anzupassen.

  

Projekte & Ziele

Gute Nahversorgungsstrukturen

Die Sicherung von Nahversorgungsmöglichkeiten vor Ort für alle Generationen und Bedürfnisse ist gerade für kleinere Gemeinden im Landkreis eine Herausforderung.

Das Regionalmanagement wird deshalb anregen, neue Wege der Nahversorgungsstrukturen aufzubauen, gegebenenfalls auch landkreis- und bundeslandübergreifend. Ziel soll es sein, dass Händler und Kunden trotz fehlender örtlicher Infrastruktur und unter Beachtung der lokalen Besonderheiten der Bevölkerungsstruktur miteinander in Geschäftsbeziehung treten können.

Grundlage für die Umsetzung wird eine Software sein, die es ermöglichen soll, den „virtuellen Dorfladen“ mit den Nahversorgern in Nachbargemeinden zu vernetzen. Mit einem zentralen öffentlichen Raum für dieses Bürgerangebot innerhalb der Gemeinde könnte darüber hinaus ein sozialer Treffpunkt entstehen, in dem Senioren obendrein den Umgang mit neuen Medien üben können.

Diese Maßnahme wird aufgrund der geografischen Lage einzelner Gemeinden auch landkreis- und bundeslandübergreifende Kooperationen beinhalten, zum Beispiel mit der Universität Würzburg, mit Unternehmen und dem Landkreis Main-Tauber, mit Regionalinitiativen und Handelsverbänden.

 

Betriebliche Gesundheitsförderung

Die Themen Gesundheitsförderung und -management sind gerade in kleinen und mittleren Unternehmen selten oder gar nicht besetzt. Im Hinblick auf die immer älter werdende Gruppe der Arbeitnehmer in Kombination mit geänderten Rahmenbedingungen in den Betrieben und der Sicherung der Wirtschaftskraft im Landkreis ist eine regionale Initiative in diesem Handlungsfeld notwendig.

Dieses Projekt, unterstützt von der AOK Bayern, soll dazu führen, dass die Unternehmen auf die gesundheitlichen Beanspruchungen der Beschäftigten und die veränderten psychischen Belastungen angemessen reagieren. Die Maßnahmen sollen Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden der Beschäftigten fördern.