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Über das Virus

Hier finden Sie wichtige Informationen zu Vorbeugung, Übertragung und Risikopersonen.

Bayerische Teststrategie

Die Staatsregierung hat sich dafür ausgesprochen, dass alle Personen, die auf eine COVID-19-Erkrankung getestet werden wollen, Gewissheit darüber erhalten können, ob sie sich infiziert haben.

Allen Bewohnerinnen und Bewohnern Bayerns wird daher angeboten, sich bei einer niedergelassenen Vertragsärztin beziehungsweise einem niedergelassenen Vertragsarzt auch ohne Symptome testen zu lassen. Die Kosten hierfür übernimmt der Freistaat Bayern, allerdings nur, wenn die Aufwendungen nicht anderweitig erstattet werden (zum Beispiel im Rahmen der Krankenbehandlung oder asymptomatische Personen nach Maßgabe der Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums vom 8. Juni 2020).

Die Abrechnung dieser Testungen erfolgt durch die Vertragsärztinnen und Vertragsärzte beziehungsweise Labore über die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) unmittelbar mit dem Freistaat.

   

Übertragung, Inkubationszeit und Symptome

Der Hauptübertragungsweg in der Bevölkerung scheint die Tröpfcheninfektion zu sein. Theoretisch möglich ist auch eine Kontaktübertragung.

Tröpfcheninfektion: Die hauptsächliche Übertragung erfolgt über Tröpfchen, die beim Husten und Niesen entstehen und beim Gegenüber über die Schleimhäute der Nase, des Mundes und ggf. des Auges aufgenommen werden.

Kontaktübertragung: Eine Übertragung durch kontaminierte Oberflächen ist insbesondere in der unmittelbaren Umgebung von Infizierten nicht auszuschließen. Werden beispielsweise Türgriffe oder Armaturen gemeinsam genutzt, können Erreger über über die Hände weiter gegeben und anschließend unbemerkt zum Mund geführt werden. Gründliches Händewaschen ist ein wirksamer und einfacher Schutz, um einer Kontaktinfektion vorzubeugen.

Inkubationszeit: Im Mittel beträgt die Inkubationszeit 5 bis 6 Tage mit einer Spannweite von 1 bis zu 14 Tagen.

Symptome: Die häufigsten Symptome umfassen nach derzeitigem Stand vor allem

  • Fieber
  • Husten
  • schnupfenartige Symptome mit Rachenentzündung, laufender Nase, Atembeschwerden und Kurzatmigkeit

Seltener:

  • Durchfall
  • Geruchs- und Geschmacksstörungen

Insbesondere bei jüngeren Infizierten kommen auch symptomlose Verläufe vor.

                      

Vorbeugung

  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (gründliches Händewaschen dauert ca. 20-30 Sekunden)
  • immer VOR jeder Mahlzeit / Einnahme von Tabletten etc.
  • immer VOR und NACH Zubereitung von Speisen / Kontakte zu Erkrankten
  • bei öffentlichen Toiletten zum Schließen des Wasserhahns Einweghandtuch verwenden
  • Husten- und Nies-Etikette beachten
  • Abstand zu Erkrankten halten (ca. 1 bis 2 Meter)
  • aufs Händeschütteln sollte verzichtet werden
  • geschlossene Räume regelmäßig lüften

Infos und Schaubilder zum Thema Händewaschen unter www.infektionsschutz.de

                          

Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung

Nicht jeder, der mit dem Coronavirus infiziert ist, bemerkt das auch. In der Regel sind Betroffene bereits mit sehr leichten Symptomen ansteckend. In diesen Fällen könnte das vorsorgliche Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes oder auch von Behelfsmasken dazu beitragen, das Übertragungsrisiko zu vermindern - gerade in öffentlichen Räumen, in denen der Sicherheitsabstand schwieriger eingehalten werden kann.

Die Führungsgruppe Katastrophenschutz des Landkreises stellt Gemeinden Vliesstoff zum Nähen von Behelfsmasken zur Verfügung:
Erfreulicherweise haben sich bereits in zahlreichen Gemeinden ehrenamtliche Näher*innen gefunden, die Behelfs-Mund-Nasen-Masken herstellen möchten. Mittlerweile kann das Landratsamt einen Vliesstoff zur Verfügung stellen, der von der Staatsregierung an die FüGK Würzburg-Land ausgeliefert wurde. Dieser Stoff kann zu Behelfsmasken für den nichtmedizinischen Bereich vernäht werden, die in erster Linie das Risiko verringern, dass (potentiell infektiöse) Speichel- bzw. Schleimtröpfchen des Trägers in die Umgebung gelangen. 

Wichtig zu beachten ist, dass selbst hergestellte Masken dem Fremdschutz dienen und keinen Eigenschutz bieten.

Die Gemeinden organisieren die Verteilung an die ehrenamtlichen Nähkreise. Wer helfen möchte, wendet sich bitte an seine Gemeindeverwaltung.

 

 

Bin ich betroffen und was ist zu tun?

Haben Sie Erkrankungssymptome?

Das Robert Koch Institut hat eine Orientierungshilfe für Bürgerinnen und Bürger mit möglichen Symptomen erstellt:

Besonders gefährdete Personen

Die folgenden Personengruppen haben nach Angaben des Robert Koch Instituts ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe einer Corona-Erkrankung:

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50–60 Jahren)

  • Raucher

  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:
    • Patienten mit Erkrankungen des Herzens (z. B. koronare Herzerkrankung),
    • Patienten mit Erkrankungen der Lunge (z. B. Asthma, chronische Bronchitis),
    • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen,
    • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit),
    • Patienten mit einer Krebserkrankung.
    • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison)

                   

Was gilt für Kontaktpersonen von bestätigten Infektionsfällen?

Eine weitere Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland soll so weit wie möglich verlangsamt und Krankheitsfälle verhindert werden. Hierfür ist es notwendig, die Kontaktpersonen von labordiagnostisch bestätigten Infektionsfällen zu identifizieren und ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Inkubationszeit (14 Tage) in häuslicher Quarantäne zu beobachten.

Ein enger Kontakt bedeutet hauptsächlich, dass man mindestens 15 Minuten mit einem Erkrankten gesprochen hat oder angehustet worden ist, während dieser ansteckend war.

Kontaktpersonen sollen in der Quarantäne ein Tagebuch führen, in das sie eintragen, wie es ihnen geht. Gefragt wird zum Beispiel nach Fieber, Husten, Schnupfen, Durchfall. Beim Auftreten von Symptomen wird eine Testung vom Gesundheitsamt oder Hausarzt veranlasst.

Auch bei einem negativen Testergebnis müssen enge Kontaktpersonen (Kategorie I) die 14-tägige Quarantäne einhalten. Aufgrund der Inkubationszeit können enge Kontaktpersonen bis zu 14 Tage nach dem letzten Kontakt mit einer Corona-positiven Person noch erkranken. 

 

Tierbesitzer und Tierfreunde

Informationen zur Rolle von Haus- und Nutztieren beim Corona-Infektionsgeschehen finden Sie beim Friedrich-Loeffler-Institut.

Es gibt bisher keine Hinweise darauf, dass Haustiere wie Hunde oder Katzen eine Rolle bei der Verbreitung von SARS-CoV-2 spielen. Bei der Covid-19-Pandemie ist die Übertragung von Mensch zu Mensch ausschlaggebend für die Verbreitung.

Je nach Tierart ist es jedoch nicht ausgeschlossen, dass sich Haustiere bei infizierten Personen anstecken. Allerdings bedeutet eine mögliche Infektion nicht automatisch, dass sich das Virus in den Tieren vermehren kann und von ihnen auch wieder ausgeschieden wird.

Haustiere von erkrankten Personen in häuslicher Isolation

Haustiere wie Hunde oder Katzen von infizierten Personen sollten im Haushalt bleiben. Zum Schutz der Haustiere vor Infektionen empfiehlt das Friedrich-Loeffler-Institut, besonders auf Hygiene zu achten, engen Kontakt möglichst zu vermeiden, die Tiere nicht anzuhusten oder anzuniesen und sich von den Tieren nicht durchs Gesicht lecken zu lassen.

Hundebesitzer, die sich in Quarantäne oer häuslicher Isolation befinden, müssen geeignete Personen außerhalb ihres Haushalts bitten, mit ihrem Vierbeiner Gassi zu gehen.

Für den Fall, dass Sie keine Unterstützung finden, bietet das Tierheim Würzburg Hilfe an. 

     

Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus zusammengestellt.

Die wissenschaftlich fundierten Informationen wurden auch in Form von Videos aufbereitet. Dieser Link führt Sie direkt zum YouTube-Kanal der BZgA.

Weiter können sämtliche Informationen auch auf den Seiten der BZgA nachgelesen werden: www.infektionsschutz.de/coronavirus/fragen-und-antworten/