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Wirtschaft und Arbeit

Unternehmen stehen vor der Herausforderung, die wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus zu bewältigen.

Fallen Mitarbeiter*innen aus oder muss Kurzarbeit angeordnet werden, stellen sich außerdem arbeitsrechtliche Fragen.

Hotline für Unternehmen und Handwerksbetriebe

  • Die Beratungshotline der Stadt Würzburg informiert von der Corona-Krise betroffene Betriebe im Raum Würzburg unter 0931 37 34 55.

  • Die IHK Würzburg-Schweinfurt hat eine Corona-Hotline eingerichtet. Unter der Telefonnummer 0931 4194-800 erhalten Unternehmen Antworten auf alle wichtigen Fragen zu den Auswirkungen des Coronavirus auf die regionale Wirtschaft.

  • Die Handwerkskammer für Unterfranken hat zwei Beratungshotlines geschaltet. Unternehmensberatung (Corona-Soforthilfe, Kurzarbeit, Hilfen bei Liquiditätsengpässen, Steuerstundung) gibt es unter der Nummer 0931 30908-3344 oder per E-Mail unternehmensberatung@hwk-ufr.de
    Die Hotline der Rechtsberatung (Arbeits- und Sozialversicherungsrecht, Vertragsrecht) ist unter der Telefonnummer 0931 30908-3366 oder per E-Mail rechtsberatung@hw-ufr.de zu erreichen.
     
  • Für Fragen zum Corona-Soforthilfe-Programm hat die Regierung von Unterfranken eine Ansprechstelle im Sachgebiet Wirtschaftsförderung eingerichtet. Diese ist unter der Telefonnummer 0931 380-1273 oder per E-Mail soforthilfecorona@reg-ufr.bayern.de erreichbar.

  • Unter der Telefonnummer 089 2124-1000 sind die Förderexperten der LfA für allgemeine Anfragen und eine konkrete Beratung zu den bestehenden Förderangeboten zu erreichen. Unter www.lfa.de können Sie sich über alle Finanzierungsangebote der LfA informieren.

Betriebsuntersagungen und Ausnahmen

Die Bayerische Verordnung über Infektionsschutzmaßnahmen anlässlich der Corona-Pandemie vom 27. März 2020 regelt, welche Betriebe, Läden und Geschäfte zur Eindämmung des Virus geschlossen bleiben müssen. Untersagt ist unter anderem

  • der Betrieb sämtlicher Einrichtungen, die nicht notwendigen Verrichtungen des täglichen Lebens sondern der Freizeitgestaltung dienen
  • Gastronomiebetriebe aller Art
  • der Betrieb von Hotels und Beherbergungsbetrieben und die Zurverfügungstellung jeglicher Unterkünfte zu privaten touristischen Zwecken
  • die Öffnung von Ladengeschäften des Einzelhandels - ausgenommen sind der Lebensmittelhandel, Getränkemärkte, Banken, Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Optiker, Hörgeräteakustiker, Verkauf von Presseartikeln, Post, Tierbedarf, Tankstellen, Kfz-Werkstätten, Reinigungen und der Online-Handel.

Erläuterungen der Ausnahmen

Ergänzend hat Bayerns Wirtschaftsministerium Erläuterungslisten für die Beschränkungen zusammengestellt.

Sie benennen all jene Geschäfte und Händler, die weiterhin öffnen sowie die Dienstleistungen, die weiterhin ausgeübt werden dürfen:

Verdienstausfallentschädigung bei angeordneter Quarantäne

Wer auf Grund des Infektionsschutzgesetzes einem Tätigkeitsverbot unterliegt oder sich in Quarantäne befindet und dadurch einen Verdienstausfall erleidet, kann eine Entschädigung erhalten. Zu beachten ist, dass die Möglichkeit besteht, während eines Tätigkeitsverbots auch arbeitsunfähig zu sein. Eine Entschädigung wird nicht an kranke Personen gezahlt. Diese haben einen vorrangigen Anspruch auf Lohnfortzahlung im Krankheitsfall.

Bitte beachten Sie hierzu das Merkblatt der Regierung von Unterfranken für die Zahlung von Verdienstausfallentschädigungen bzw. Erstattung an den Arbeitgeber nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG):

Die Regierung von Unterfranken bittet darum, die Anträge auf Entschädigungen nach § 56 IfSG nicht an das Postfach "Soforthilfe-Corona" zu übermitteln. Die Regierung richtet ein gesondertes Postfach für die Verdienstausfallentschädigungen ein.

           

Soforthilfe Corona

Nach der Bayerischen Staatsregierung hat auch die Bundesregierung ein Soforthilfeprogramm für Betriebe und Freiberufler aufgelegt. Die Verzahnung der beiden Programme ermöglicht höhere Zahlungen für alle abgedeckten Betriebsgrößen.

Höhe der Soforthilfe

Die Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen und beträgt:

bis zu 5 Erwerbstätige 9.000 Euro,
bis zu 10 Erwerbstätige 15.000 Euro,
bis zu 50 Erwerbstätige 30.000 Euro,
bis zu 250 Erwerbstätige 50.000 Euro.

Obergrenze für die Höhe der Finanzhilfe ist der Betrag des durch die Corona-Krise verursachten Liquiditätsengpasses.

Antragstellung

Ab sofort können Sie die Soforthilfe-Programme des Bundes bzw. des Freistaates Bayern ausschließlich online einreichen.

Auf https://www.stmwi.bayern.de/soforthilfe-corona/ können Sie sich über das Antragsverfahren informieren.

Bitte stellen Sie den Antrag nur einmal. Nach der Eingabe der Anzahl Ihrer Beschäftigten erkennt und entscheidet das Programm, ob bei Ihnen das bayerische oder bundesdeutsche Soforthilfe-Programm zur Anwendung kommt.

      

Weitere finanzielle Unterstützungsangebote

Betroffenen Unternehmen stehen für die Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus die Darlehensprodukte der LfA-Förderbank Bayern und verschiedene Bürgschaftsprogramme zur Verfügung.

Außerdem ist der Mittelstandsschirm mit den Instrumenten aus der Finanzmarktkrise reaktiviert worden.

Informationen finden Sie auf den Seiten

Kurzarbeitergeld

Die Bundesagentur für Arbeit informiert Unternehmen zum Kurzarbeitergeld (KUG):

Das Wichtigste in Kürze

  • Anspruch auf KUG besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.
  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden zu 100 Prozent erstattet.
  • Der Bezug von KUG ist bis zu 12 Monate möglich.
  • Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf KUG.
  • In Betrieben, in denen Vereinbarungen zur Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.
  • Die weiteren Voraussetzungen zur Inanspruchnahme von KUG behalten ihre Gültigkeit.

Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Stand 31.03.2020

Zuständig für die Beantragung von Kurzarbeitergeld ist die örtliche Arbeitsagentur. Für weitere Informationen steht Ihnen zudem die Unternehmenshotline der Bundesagentur für Arbeit unter 0800 45555 20 (Montag - Freitag, 8-18 Uhr) zur Verfügung.

Aufgrund der derzeitigen Situation und der Vielzahl an Anträgen auf KUG, unterstützen die Arbeitgeberverbände bayme vbm in Abstimmung mit den Kammern die Beratung für Unternehmen zur Kurzarbeit. Die Agenturen für Arbeit können nur korrekte und vollständige Anträge bearbeiten. Hierbei möchten die Arbeitgeberverbände Ihre bestmögliche Unterstützung für Mitgliedsunternehmen anbieten.

Für Unterfranken steht Ihnen Herr Stefan Hohmann, stefan.hohmann@fks-plus.de, Tel. 0931 79732 58, Mobil 0170 2241784 als dezentraler Mitarbeiter der Taskforce FKS+ zur Verfügung.

Arbeitsrecht

Was gilt, wenn Arbeitnehmer*innen unter Quarantäne gestellt werden? Welche Regeln gelten fürs Homeoffice? Können Sozialversicherungsbeiträge gestundet werden?

Informationen zu arbeitsrechtlichen Fragen finden Sie hier:

Betriebliche Pandemieplanung

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW) und der Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit (VDSI) haben zehn Tipps zur betrieblichen Pandemieplanung zusammengestellt.

Dokument anzeigen: Betriebliche Pandemieplanung
13.03.2020
PDF, 868 kB

       

Vollzug des Arbeitszeitgesetzes  

Bitte beachten Sie außerdem die "Allgemeinverfügung zum Vollzug des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG)" der Regierung von Unterfranken vom 17.3.2020: