Seiteninhalt

Über das Virus

Das Coronavirus ist sehr infektiös. Derzeit steht weder eine Impfung noch eine spezifische Therapie zur Verfügung.

Hier finden Sie wichtige Informationen zu Vorbeugung, Übertragung und Risikopersonen.

Übertragung, Inkubationszeit und Symptome

Der Hauptübertragungsweg in der Bevölkerung scheint die Tröpfcheninfektion zu sein. Theoretisch möglich ist auch eine Kontaktübertragung.

Tröpfcheninfektion: Die hauptsächliche Übertragung erfolgt über Tröpfchen, die beim Husten und Niesen entstehen und beim Gegenüber über die Schleimhäute der Nase, des Mundes und ggf. des Auges aufgenommen werden.

Kontaktübertragung: Eine Übertragung durch kontaminierte Oberflächen ist insbesondere in der unmittelbaren Umgebung von Infizierten nicht auszuschließen. Werden beispielsweise Türgriffe oder Armaturen gemeinsam genutzt, können Erreger über über die Hände weiter gegeben und anschließend unbemerkt zum Mund geführt werden. Gründliches Händewaschen ist ein wirksamer und einfacher Schutz, um einer Kontaktinfektion vorzubeugen.

Inkubationszeit: Im Mittel beträgt die Inkubationszeit 5 bis 6 Tage mit einer Spannweite von 1 bis zu 14 Tagen.

Symptome: Die häufigsten Symptome umfassen nach derzeitigem Stand vor allem

  • Fieber
  • Husten
  • schnupfenartige Symptome mit Rachenentzündung, laufender Nase, Atembeschwerden und Kurzatmigkeit

Seltener:

  • Durchfall
  • Geruchs- und Geschmacksstörungen

Insbesondere bei jüngeren Infizierten kommen auch symptomlose Verläufe vor.

                      

Vorbeugung

  • Hände regelmäßig und gründlich waschen (gründliches Händewaschen dauert ca. 20-30 Sekunden)
  • immer VOR jeder Mahlzeit / Einnahme von Tabletten etc.
  • immer VOR und NACH Zubereitung von Speisen / Kontakte zu Erkrankten
  • bei öffentlichen Toiletten zum Schließen des Wasserhahns Einweghandtuch verwenden
  • Husten- und Nies-Etikette beachten
  • Abstand zu Erkrankten halten (ca. 1 bis 2 Meter)
  • aufs Händeschütteln sollte verzichtet werden
  • geschlossene Räume regelmäßig lüften

Infos und Schaubilder zum Thema Händewaschen unter www.infektionsschutz.de

                          

Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung

Nicht jeder, der mit dem Coronavirus infiziert ist, bemerkt das auch. In der Regel sind Betroffene bereits mit sehr leichten Symptomen ansteckend. In diesen Fällen könnte das vorsorgliche Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes oder auch von Behelfsmasken dazu beitragen, das Übertragungsrisiko zu vermindern - gerade in öffentlichen Räumen, in denen der Sicherheitsabstand schwieriger eingehalten werden kann.

Die Führungsgruppe Katastrophenschutz des Landkreises stellt Gemeinden Vliesstoff zum Nähen von Behelfsmasken zur Verfügung:
Erfreulicherweise haben sich bereits in zahlreichen Gemeinden ehrenamtliche Näher*innen gefunden, die Behelfs-Mund-Nasen-Masken herstellen möchten. Mittlerweile kann das Landratsamt einen Vliesstoff zur Verfügung stellen, der von der Staatsregierung an die FüGK Würzburg-Land ausgeliefert wurde. Dieser Stoff kann zu Behelfsmasken für den nichtmedizinischen Bereich vernäht werden, die in erster Linie das Risiko verringern, dass (potentiell infektiöse) Speichel- bzw. Schleimtröpfchen des Trägers in die Umgebung gelangen. 

Wichtig zu beachten ist, dass selbst hergestellte Masken dem Fremdschutz dienen und keinen Eigenschutz bieten.

Die Gemeinden organisieren die Verteilung an die ehrenamtlichen Nähkreise. Wer helfen möchte, wendet sich bitte an seine Gemeindeverwaltung.

 

 

Bin ich betroffen und was ist zu tun?

Haben Sie Erkrankungssymptome?

Das Robert Koch Institut hat eine Orientierungshilfe für Bürgerinnen und Bürger mit möglichen Symptomen erstellt:

Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung bei leichten Atemwegserkrankungen letztmalig bis 31. Mai verlängert

Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) hat am 14. Mai 2020 die befristete Ausnahmeregelung zur telefonischen Feststellung einer Arbeitsunfähigkeit durch Vertragsärztinnen und Vertragsärzte letztmalig bis 31. Mai 2020 verlängert.


Befristet bis zum 31. Mai 2020 gilt nun weiterhin: Die Feststellung der Arbeitsunfähigkeit bei Versicherten mit Erkrankungen der oberen Atemwege, die keine schwere Symptomatik aufweisen, darf für einen Zeitraum von bis zu 7 Kalendertagen auch nach telefonischer Anamnese erfolgen. Das Fortdauern der Arbeitsunfähigkeit kann im Wege der telefonischen Anamnese einmalig für einen weiteren Zeitraum von bis zu 7 Kalendertagen festgestellt werden.


Die telefonische Anamnese durch die Vertragsärztin oder den Vertragsarzt muss im Wege der persönlichen ärztlichen Überzeugung vom Zustand der Versicherten oder des Versicherten durch eingehende Befragung erfolgen. Die Möglichkeit der telefonischen Anamnese umfasst auch die technisch weitergehende Videotelefonie.


Unabhängig von der Ausnahmeregelung zur telefonischen Befunderhebung gilt, dass Versicherte bei typischen COVID-19-Symptomen, nach Kontakt zu COVID-19-P atienten und bei unklaren Symptomen von Infektionen der oberen Atemwege vor dem Arztbesuch telefonisch Kontakt zur P raxis aufnehmen und das weitere Vorgehen besprechen.


Der Beschluss zur Verlängerung der Ausnahmeregelung tritt nach Nichtbeanstandung durch das Bundesministerium für Gesundheit und Veröffentlichung im Bundesanzeiger mit Wirkung vom 19. Mai 2020 in Kraft.



Corona-Testzentrum für Stadt und Landkreis Würzburg

Die beiden Teststrecken von Stadt und Landkreis Würzburg auf dem Gelände des Vogel Convention Centers Würzburg wurden am 31. März in Betrieb genommen.

Die Teststrecken werden im „Drive Thru“-Verfahren betrieben, das heißt, die Testung erfolgt innerhalb eines Fahrzeuges, das medizinische Personal (in Persönlicher Schutzausrüstung) bleibt dabei außerhalb. Auch liegend transportierte Personen in Rettungs- bzw. Krankentransportwagen können getestet werden, nicht jedoch Kinder unter 12 Jahren.

Eine Zuweisung zur Testung erfolgt durch den Hausarzt, die KVB und auch über das Gesundheitsamt. Ohne Zuweisung ist keine Testung möglich!

Besonders gefährdete Personen

Die folgenden Personengruppen haben nach Angaben des Robert Koch Instituts ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe einer Corona-Erkrankung:

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50–60 Jahren)

  • Raucher

  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen:
    • Patienten mit Erkrankungen des Herzens (z. B. koronare Herzerkrankung),
    • Patienten mit Erkrankungen der Lunge (z. B. Asthma, chronische Bronchitis),
    • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen,
    • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit),
    • Patienten mit einer Krebserkrankung.
    • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison)

                   

Was gilt für Kontaktpersonen von bestätigten Infektionsfällen?

Eine weitere Ausbreitung des neuartigen Coronavirus in Deutschland soll so weit wie möglich verhindert oder zumindest verlangsamt werden. Hierfür ist es notwendig, die Kontaktpersonen von labordiagnostisch bestätigten Infektionsfällen möglichst lückenlos zu identifizieren und ihren Gesundheitszustand für die maximale Dauer der Inkubationszeit (14 Tage) in häuslicher Quarantäne zu beobachten.

In dieser Zeit ist das Gesundheitsamt mit den Betroffenen täglich in Kontakt, um den Gesundheitszustand zu beobachten und rasch zu handeln, falls Symptome auftreten sollten. Gleichzeitig werden die Kontakte der Betroffenen auf ein Minimum reduziert, damit das Virus im Zweifelsfall nicht weiterverbreitet werden kann.

Für Kontaktpersonen legt das Gesundheitsamt im Einzelfall das konkrete Vorgehen fest. Zu den Empfehlungen kann gehören, zu Hause zu bleiben, Abstand von Dritten zu halten, regelmäßige Händehygiene sowie eine gute Belüftung der Wohn- und Schlafräume zu achten und Haushaltsgegenstände (Geschirr, Wäsche, etc.) nicht mit Dritten zu teilen, ohne diese zuvor wie üblich zu waschen.

 

 

Tierbesitzer und Tierfreunde

Der Deutsche Tierschutzbund weist darauf hin, dass es es momentan keinerlei Belege für Infektionen mit schwerem oder tödlichem Verlauf bei Haustieren gebe. Bisher habe es insgesamt vier Fälle von positiv getesteten Tieren gegeben, die alle jeweils aus einem Haushalt mit an Covid-19 erkrankten Personen stammten. Die Übertragung erfolgte also von Mensch zu Tier; die Tiere zeigten keine oder kaum Symptome einer Erkrankung.

Tierfreunde, die gerne mit Hunden aus dem Tierheim Gassi gehen, müssen derzeit auf den gemeinsamen Spaziergang verzichten: Das Tierheim ist geschlossen, Fremde und Ehrenamtliche dürfen es zurzeit nicht betreten.

Für den Fall, dass ein*e Tierbesitzer*in an Covid-19 erkrankt und aus der Quarantäne heraus das Haustier nicht versorgen und auch nicht mit ihm Gassi gehen kann, bietet das Tierheim Würzburg Hilfe an. Das Tierheim versorgt die Tiere für die Dauer der Quarantäne, dann kommen sie zu ihren Besitzer*innen zurück.

     

Informationen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus zusammengestellt.

Die wissenschaftlich fundierten Informationen wurden auch in Form von Videos aufbereitet. Dieser Link führt Sie direkt zum YouTube-Kanal der BZgA.

Weiter können sämtliche Informationen auch auf den Seiten der BZgA nachgelesen werden: www.infektionsschutz.de/coronavirus/fragen-und-antworten/