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Ausbruch der Geflügelpest im Landkreis Würzburg

Bislang wurden im Landkreis Würzburg drei Fälle der Geflügelpest ("aviäre Influenza", "Vogelgrippe") bestätigt.

Der Landkreis Würzburg hat eine

erlassen.

Sperrbezirk um Sommerhausen wird aufgehoben

Nach Feststellung der Vogelgrippe im Tierpark bei Sommerhausen am 15. März 2021 können nun die Schutzmaßnahmen gelockert werden.

Da bei den Untersuchungen im Tierpark und in den Geflügelbetrieben im Sperr- und Beobachtungsgebiet kein weiterer Hinweis auf Geflügelpest zu finden war, wird der mit Tierseuchenallgemeinverfügung vom 15. März 2021 festgelegte Geflügelpest-Sperrbezirk mit Wirkung vom 13. April 2021 aufgehoben und in das um den Seuchenbestand in Sommerhausen gebildete Beobachtungsgebiet eingegliedert. Das bedeutet, dass für die kommenden Tage weiterhin noch das Beobachtungsgebiet mit einem Radius von zehn Kilometern um den damaligen Seuchenbestand fortbesteht.

Ab dem 13. April 2021 gelten in diesem Gebiet damit die mit der Tierseuchenallgemeinverfügung vom 15. März 2021 für das Beobachtungsgebiet angeordneten Maßnahmen. So dürfen zum Beispiel Geflügel, Eier und sonstige von Geflügel und Federwild stammende Erzeugnisse weder in einen noch aus einem Bestand mit Geflügel verbracht werden. Das Betreten der Ställe von betriebsfremden Personen ist nur mit Schutzkleidung gestattet. Sofern sich die Lage nicht verschlechtert, kann auch dieses Beobachtungsgebiet ab dem 16. April 2021 und somit 30 Tage nach dem Geflügelpestausbruch aufgehoben werden.

Im Beobachtungsgebiet um Sommerhausen befinden sich die Ortschaften

Frickenhausen a. Main, Markgrafenhöfe, Gaukönigshofen, Acholdshausen, Wolkshausen, Eichelsee bei Gaukönigshofen, Gerbrunn, Gieshügel, Geroldshausen (bei Würzburg), Giebelstadt, Essfeld, Klingholz, Weidenmühle bei Giebelstadt, Ingolstadt, Ochsenfurt, Bärental (bei Ochsenfurt), Blunzenmühle, Darstadt, Fuchsenmühle (bei Ochsenfurt), Kaltenhof bei Ochsenfurt, Sankt Wolfgang bei Ochsenfurt, Scheckenmühle in Darstadt, Rothmühle (bei Goßmannsdorf a. Main), Tückelmühle, Mönchsmühle, Oelmühle (bei Tückelhausen), Hohestadt, Kleinochsenfurt, Zeubelried, Randersacker, Keesburg, Teufelskeller, Reichenberg, Chaussee-Wirtshaus, Lindflur, Uengershausen, Albertshausen, Fuchsstadt, Rottendorf, Marienkapelle bei Rottendorf, Wöllriederhof, Theilheim bei Randersacker

Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet um das Ausbruchsgeschehen in Sommerhausen

Geflügelpest-Restriktionsgebiete um die Gemeinde Tauberrettersheim aufgehoben - Stallpflicht bleibt bestehen

Der Landkreis Würzburg hebt das Sperrgebiet und Beobachtungsgebiet um die Gemeinde Tauberrettersheim auf, das im Zusammenhang mit einem Geflügelpestausbruch in einem Hausgeflügelbestand am 25. Februar 2021 festgelegt wurde. Die Aufstallungspflicht für Geflügel im gesamten Landkreis Würzburg bleibt jedoch weiterhin bestehen.

Für alle Bestände mit Hühnern, Puten, Enten, Gänsen, Fasanen, Perl-, Reb- und Truthühner, Wachteln sowie Laufvögeln gilt also auch weiter die Pflicht zur Haltung in geschlossenen Ställen oder unter einer Vorrichtung, die einen Kontakt zu Wildvögeln verhindern muss. So soll verhindert werden, dass Wildvögel den hochpathogenen H5N8-Virus in Hausgeflügelbestände wieder hereintragen können.

Das Veterinäramt hat die Endreinigung und abschließende Desinfektion im Ausbruchsbetrieb jetzt nach Ablauf der erforderlichen Frist kontrolliert und amtlich abgenommen. Zudem wurden die Geflügelhaltungen im festgelegten Sperr- und Beobachtungsgebiet klinisch untersucht. Da hier keine Auffälligkeiten festgestellt wurden, kann das Geflügelpest-Sperr- und das Beobachtungsgebiet um den Ausbruchsbestand um Tauberrettersheim aufgehoben werden. Sperr- und Beobachtungsgebiet sowie alle damit verbundenen Beschränkungen sind damit am Tag nach der Veröffentlichung im Amtsblatt außer Kraft.

Stallpflicht für Geflügel im gesamten Landkreis

Alle privaten und gewerblichen Geflügelhalter, die Geflügel (Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse) halten, haben diese Tiere in geschlossenen Ställen aufzustallen oder unter Vorrichtungen zu halten, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten, dichten Abdeckung und einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss.

Ausstellungen, Märkte und Schauen sowie Veranstaltungen ähnlicher Art, bei denen Geflügel verkauft oder zur Schau gestellt wird, sind verboten.

  

Pflichten für Tierhalter im Beobachtungsgebiet und im Sperrgebiet

 

 

Meldepflicht für vermehrte Todesfälle im Hausgeflügelbestand
sowie für tot aufgefundene Wildvögel

Es ist unbedingt erforderlich, vermehrte Todesfälle im Hausgeflügelbestand und tote Wildvögel (v.a. Wassergeflügel, Greifvögel, Rabenvögel) beim zuständigen Veterinäramt unter

Wer tote Wildvögel findet,

sollte sie auf keinen Fall mit bloßen Händen anfassen; auch in einem solchen Fall ist die örtlich zuständige Veterinärbehörde oder Gemeindeverwaltung umgehend zu kontaktieren.

  

Meldung einer Geflügelhaltung - auch kleine Bestände müssen gemeldet werden

Nach den Vorgaben der Viehverkehrsverordnung ist jeder Halter von Hühnern, Enten, Gänsen, Fasanen, Perlhühnern, Rebhühnern, Tauben, Truthühnern, Wachteln oder Laufvögeln - unabhängig von der Größe des Bestandes - verpflichtet, seinen Betrieb vor Beginn der Tätigkeit der zuständigen Behörde (Veterinäramt) unter Angabe seines Namens, seiner Anschrift und der Anzahl der im Jahresdurchschnitt voraussichtlich gehaltenen Tiere, ihrer Nutzungsart und ihres Standortes, bezogen auf die jeweilige Tierart anzuzeigen.

Gerade in Anbetracht der aktuellen Entwicklung ist es für die Veterinärbehörden unerlässlich, in ihrem Zuständigkeitsbereich einen Überblick zur Anzahl und Art der Geflügelhaltungen zu gewinnen.

 

 

Häufig gestellte Fragen zur Geflügelpest