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Gesund trotz Hitze

2018 war nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes das wärmste und sonnigste Jahr seit Beginn regelmäßiger Wetteraufzeichnungen. Und die Klimamodelle verheißen keine Abkühlung: um weitere bis zu 1,5° C könnte die mittlere Jahrestemperatur in Deutschland bis 2050 steigen. Die Region Würzburg zeichnet sich bereits heute durch warme Temperaturen aus. Im Zuge des Klimawandels erwartet das Umweltbundesamt für unsere Region eine Zunahme von Hitzewellen, heißen Tagen und Tropennächten.

Risiken bei extremen Temperaturen

Besonders Phasen mit mehrtägig anhaltenden, extremen Temperaturen bergen ein Risiko für die Gesundheit. Modellrechnungen prognostizieren für Deutschland nicht nur eine Zunahme von hitzebedingten Krankheitsfällen, hervorgerufen durch Dehydrierung, Hitzschlag oder Herz-Kreislauf-Probleme, sondern auch einen Anstieg hitzebedingter Sterbefälle.

Vorbeugung hilft

Mit vorbeugenden Maßnahmen und zielgruppenspezifischer Aufklärung können die Hitzeauswirkungen jedoch reduziert werden. Auf dieser Seite gibt das Landratsamt Würzburg Tipps und Empfehlungen zum Verhalten an heißen Tagen.


So genießen Sie den Sommer

Richtiges Verhalten bei heißem Wetter

Der Sommer ist da, viele treibt es ins Schwimmbad oder in den Garten. Ab welchen Temperaturen sollte man seine Aktivitäten lieber ins Hallenbad oder ins Wohnzimmer verlegen?

Herz-Kreislauf- sowie Lungenkranke, Senioren und Kinder sollten bei großer Hitze möglichst wenig Zeit im Freien verbringen. Den Grenzrichtwert für Gesunde gibt die eigene Körpertemperatur von 37°C vor. Spätestens da sollte man es sich im Wohnzimmer gemütlich machen.

Hitzeerschöpfung, Sonnenstich, Kreislaufprobleme – worin liegt die größte Gefahr?

Die größte Gefahr liegt im Flüssigkeits- und Elektrolytverlust. Der Körper versucht durch Schwitzen sich Abkühlung zu verschaffen. Gleichzeitig verliert er dadurch wertvolle Mineralstoffe. Im Extremfall kann es zum Hitzestau kommen, wenn der Organismus nicht mehr in der Lage ist, Wärme abzugeben. Wichtig ist es, möglichst viel zu trinken.

Gibt es Empfehlungen was man trinken sollte und was nicht?

Bei großer Hitze muss der Körper das Doppelte an Flüssigkeit erhalten, also drei bis vier Liter am Tag. Am besten geeignet sind elektrolythaltige Getränke wie Mineralwasser oder stark verdünnte Fruchtsaftschorlen. Pure Frucht- und Obstsäfte schaden zwar nicht, sind aber nicht so geeignet, den Wasserhaushalt des Körpers wieder auszugleichen. Wichtig ist es, zu trinken noch bevor der Durst kommt, denn Durst ist schon das erste Zeichen eines Wassermangels. Auf Alkohol sollte wegen seiner gefäßerweiternden Wirkung ganz verzichtet werden. Getränke sollten nicht zu kühl sein.

Wenn´s heiß wird, wird auch die Bekleidung leichter. Ist es wirklich vernünftig, alles freizulegen?

Die Kleidung darf und soll leichter werden, vor allem luftdurchlässiger. Dennoch sollte man, vor allem wenn man länger der Sonne ausgesetzt ist, auf lange Ärmel und lange Hosenbeine nicht verzichten. Einerseits bietet man dadurch der Haut einen Schutz vor der gefährlichen UV-Strahlung, d.h. man schützt sie vor den Folgen eines Sonnenbrandes. Andererseits hat die Sonne weniger Angriffsfläche, um den Körper zu erhitzen. Wichtig ist auch die Kopfbedeckung.

Sport ist Mord – Gilt das besonders bei hochsommerlichen Temperaturen?

Auch durchtrainierte Sportler haben keine Garantie, dass ihr Körper mit der Hitze keine Probleme bekommen wird. Die sportliche Betätigung im Freien sollte auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden verlegt werden.

Weitere Informationen

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Sonne(n) mit Verstand statt Sonnenbrand

Die Kampagne „Sonne(n) mit Verstand“ ist eine Initiative des Bayerischen Gesundheitsministeriums mit dem Ziel, die Bevölkerung zum Thema Sonnenschutz und Hautkrebsprävention zu sensibilisieren.

Vor allem Kinder und Jugendliche spricht die Kampagne an, schließlich ist die Ultraviolette-Strahlung (UV-Strahlung) für Kinderhaut noch schädlicher.

Seit mehreren Jahren sind wir auf der Sportferienfreizeit am Würzburger Sanderrasen aktiv und informieren die Kinder spielerisch und interaktiv zum Thema Sonnenschutz.


Wie entsteht ein Sonnenbrand?

Wir alle kennen die kurzfristigen und schmerzhaften Folgen von intensiver Sonneneinstrahlung wie zum Beispiel Sonnenbrand oder Bindehautentzündung. Durch die Abnahme der Ozonschicht (das sogenannte Ozonloch) wird die gefährliche UV-Strahlung auf der Erde immer intensiver. Wir können die Strahlen nicht sehen, aber sie dringen tief in unsere Haut ein und können dort unsere Erbsubstanz, die DNA, schädigen. Langfristige Folgen ständiger Sonneneinstrahlung können vorzeitige Hautalterung, Grauer Star und sogar Hautkrebs sein.


Wie kann ich mich davor schützen?

Es gibt jedoch Möglichkeiten, die UV-Strahlung abzumildern oder sogar ganz zu blocken:

1. Sonnencreme mit geeignetem Lichtschutzfaktor verwenden. Der Lichtschutzfaktor gibt an, wie lange man sich nach dem Eincremen maximal in der Sonne aufhalten kann. Je heller die Haut und Haare sind, desto höher sollte der Lichtschutzfaktor der Sonnencreme sein.

2. Geeignete Kleidung, Sonnenhut und Sonnenbrille schützen zusätzlich.

3. Intensive Mittagssonne meiden!

4. Mindestens eine halbe Stunde vor dem Sonnenbaden eincremen und regelmäßig nachcremen!


Hautkrebs - welche Anzeichen gibt es?

Um schwarzen Hautkrebs frühzeitig zu erkennen und behandeln zu können, sollten Sie Ihre Pigmentmale (Muttermale, Leberflecken, braune Hautflecken) regelmäßig kontrollieren (lassen). Wenn die Pigmentmale sich in ihrer Größe, Farbe oder Form verändern, jucken oder bluten, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen. Gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren haben alle zwei Jahre Anspruch auf ein sogenanntes „Hautkrebs-Screening“ zur Früherkennung von schwarzem Hautkrebs.

Weitere Informationen zur Kampagne

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Hund und Katz im Sommer - Tipps aus dem Veterinäramt

Dr. Otto Erb ist Leiter des Veterinäramts am Landratsamt Würzburg und Amtsexperte in Sachen Haustierhaltung. Damit die heißen Sommertage für die Vierbeiner nicht zu Hundstagen werden, gibt Dr. Erb vier wichtige Tipps:

Parkverbot

Bei warmen Temperaturen sollten unsere Vierbeiner niemals in abgestellten Fahrzeugen warten. Dies kann im schlimmsten Fall sogar zum qualvollen Tod der Tiere führen. „Im Auto staut sich die Wärme, da bieten auch Fensterspalten keine wirkliche Abhilfe“, betont Dr. Erb. Es gilt zu bedenken, dass es im Sommer auch bei bedecktem Himmel im Auto sehr heiß werden kann.

Abkühlung und Tränkemöglichkeiten

Auch Tiere leiden unter der Sommerhitze. Es muss deshalb immer ausreichend Trinkwasser zur Verfügung stehen. Tiere, die in der Wohnung leben, freuen sich über ausgiebiges Lüften am Morgen solange die Tagestemperaturen noch nicht sehr hoch sind und ein anschließendes Abdunkeln der Fenster, damit es in der Wohnung tagsüber möglichst kühl bleibt. Spazier- bzw. Gassigänge sollten Hundehalter möglichst in den kühleren Morgen- und Abendstunden planen. Auch über einen Besuch an einem See, Bach oder Teich zur Abkühlung freut sich Ihr Hund.

Zeckenschutz

Die warme Jahreszeit ist die Hochsaison für Zecken. Auch bei Hund und Katze kann der Zeckenbiss zu Erkrankungen wie z. B. zur Borreliose führen. Für den haarigen Vierbeiner gibt es - im Gegensatz zum Menschen - einerseits einen Impfstoff, welcher gegen die sogenannte Borreliose einen Schutz bietet sowie geprüfte wirksame Tierarzneimittel, welche als Abwehrmittel eingesetzt werden können und/oder die Zecken sogar bei Biss abtöten.

Heimtierpass

Wenn Hunde und Katzen in andere EU-Länder in den Urlaub mitgenommen werden, brauchen sie einen Heimtierpass. Der Pass soll das Tier eindeutig identifizieren. Das Tier muss mittels Tätowierung oder Mikrochip gekennzeichnet und die jeweilige Kennzeichnungsnummer im Pass vermerkt sein. Darüber hinaus muss der Pass nachweisen, dass das Tier gegen Tollwut geimpft ist. Deshalb müssen Tierhalter vor der Urlaubsplanung rechtzeitig den Impfschutz ihrer Tiere überprüfen. Der Tierarzt steht hierbei mit Rat und Tat gerne zur Verfügung.

Tierimport

Wer - in guter Absicht - Hunde und Katzen aus dem Urlaubsort mit nach Hause bringt, gefährdet den heimischen Tierbestand, da aus dem Urlaub mitgebrachte Tiere häufig auch Krankheiten mitbringen. „So gelangen neue Infektionen zu uns, unsere Tiere erkranken und leiden unnötig“, warnt Dr. Erb. Viele Länder sind nicht frei von Tollwut. Damit sind unerkannt infizierte Haustiere immer auch eine große Gefahr für Mensch und Tier. Deshalb rät Dr. Erb, auf das Mitbringen von Tieren aus dem Ausland zu verzichten.