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13.08.2008

Jagdbeirat

Weidmanns Dank für drei engagierte Jagdbeiräte

Die Abschaffung der Pflichttrophäenschau, Probleme mit der unkontrollierten Vermehrung von Wildschweinen in Energiemais-Anbaugebieten und der Dank für drei verdiente Mitglieder waren Schwerpunkte der jüngsten Sitzung des Jagdbeirats für Stadt und Landkreis Würzburg.

Einvernehmlich wurden für die neue Periode bis 2013 erneut ein gemeinsamer Jagdbeirat und gemeinsame Jagdberater für Stadt und Landkreis bestellt. Als Vertreter der Jagdgenossenschaften gehören Werner Kuhn (Güntersleben) und Alois Breunig (Eibelstadt), für die Landwirtschaft Hermann Brell (Bütthard) und Wolfgang Roth (Würzburg), für die Forstwirtschaft Bürgermeister Burkard Losert (Rimpar) und Bürgermeister Winfried Strobel (Hausen), für die Jägerschaft Gerhard Klingler (Gaukönigshofen) und stellv. Landrat Manfred Ländner (Kürnach) sowie für den Naturschutz Johannes Hartelt (Waldbrunn) und Stefan Huber (Kürnach) dem Jagdbeirat an. Vorsitzender des Jagdbeirats ist Landrat Eberhard Nuß, sein Stellvertreter Oswald Rumpel, der Jagdsachbearbeiter für den Landkreis Würzburg. Als Jagdberater vereidigte Nuß Alois Gram (Hettstadt), Dr. Sigurd Lehmann-Tolmitt (Würzburg), Volker Groß (Ochsenfurt) und Dieter Maier (Höchberg).
„Der Jagdbeirat ist das gemeinsame Sprachrohr aller beteiligten Interessengruppen und stellt die Verbindung der Jagdbehörde mit der Land- und Forstwirtschaft, der Jägerschaft und dem Natur- und Waldschutz her“, erklärte Landrat Nuß. Das Hauptgewicht der Aufgaben liegt dabei in der Abschussplanung. „Das Landratsamt Würzburg wird den Sachverstand des Jagdbeirats gerne in Anspruch nehmen“, betonte Nuß.

Auch Horst Waibel, Fachbereichsleiter Allgemeine Bürgerangelegenheiten der Stadt Würzburg, stimmte dem zu und bescheinigte eine sehr positive Zusammenarbeit mit dem Landkreis. Er berichtete, dass der Rehabschuss im Rahmen der Abschussplanung liege. Neue Baugebiete schmälern die Jagdreviere auf städtischem Grund, so dass es in Zukunft sicher Abrundungen und Zusammenlegungen von Revieren geben wird, so Waibel.

Jagdsachbearbeiter Oswald Rumpel berichtete in seinem Jahresrückblick von ungewöhnlich hohen Hasenbeständen und einer guten Entwicklung von Rebhuhn und Fasan. Der Abschuss von Sauen bewege sich auf hohem Niveau. Über die Problematik der ungeregelten Vermehrung von Wildschweinen in bestimmten Landkreisgebieten wurde ebenso diskutiert wie über die Fuchsbejagung in Wohngebieten. Die Schäden durch Wildschweinrotten in Maisfeldern könnten problematisch werden, wenn durch den Bau von Biogasanlagen der Anbau von Energiemais zunimmt. Hier sei der Jagdbeirat gefragt, um die Interessen der Landwirte und der Jäger zusammenzubringen, betonte Oswald Rumpel.
Einstimmig plädierte der Ausschuss dafür, die Pflichttrophäenschau abzuschaffen. Die Hegeschauen sollen aber als gesellschaftliches Ereignis für Jäger und Jagdgenossen mit einer freiwilligen Trophäenschau erhalten bleiben.

Dank und Anerkennung des Landrats galt den drei ausgeschiedenen Mitgliedern des Jagdbeirats, Hermann Kneitz, Karl Schneider und Gerhard Keller für ihre langjährige und engagierte Mitarbeit im Jagdbeirat. „Sie haben mit Fachverstand und sachlichem Auftreten wesentlich dazu beigetragen, dass auch ausgesprochen kritische, emotionsgeladene jagdliche Situationen im Landkreis Würzburg mit den gesetzlichen Bestimmungen in Einklang gebracht werden konnten“, betonte Landrat Eberhard Nuß.

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