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13.08.2008

Landrat in "Hüttstadt"

Rund 200 Kinder bauen derzeit mit Feuereifer und viel Phantasie den neuen Hettstadter Ortsteil „Hüttstadt“. Am Ortsrand zwischen Radlerheim und Wald entstand in den letzten Tagen ein Hüttendorf unter dem Motto „Am Anfang war der Mensch“. Selbst ein Bürgermeisterpaar und einen Gemeinderat gibt es für zwei Sommerwochen.

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Am blauen Himmel treiben weiße Wolken, auf der Wiese hämmert und klopft es lautstark und der Wind fährt knatternd in die blauen Planen. Die Hütten – von der altgriechischen Villa über die Ritterburg, einen Westernsaloon bis zur Raumstation – sollen regendicht werden, denn zum Abschluss des Abenteuerspielplatzes wollen die Kinder und Jugendlichen dort übernachten. Landrat Eberhard Nuß stattete dem quirligen „Hüttstadt“ gemeinsam mit Kreisjugendpfleger Stephan Junghans einen Besuch ab. Und: Er wurde standesgemäß vom frisch gewählten Bürgermeisterpaar von Hüttstadt, dem 13-jährigen Xaver Rathmann (aus Greußenheim) und der neunjährigen Chiara Pfeifer (aus Hettstadt) mit Handschlag empfangen und zur Besichtigung eingeladen. Xaver und Chiara wurden von den Kindern gewählt, sie haben jeweils einen Stellvertreter und auch einen Gemeinderat zur Seite. „Wir müssen hauptsächlich als Streitschlichter in Aktion treten und die Beschlüsse des Gemeinderats umsetzen“, erklärt Xaver sachkundig.
Auch der zweite Bürgermeister von Hettstadt, Matthias Zorn, kam zu Besuch und zeigte sich begeistert vom neuen Ortsteil. Den hat das Landratsamt im Rahmen des kommunalen Sommerferienprogramms ermöglicht. Seit dem 4. bis zum 15. August können hier Kinder aus allen Landkreisgemeinden am Hüttendorf mitbauen und vielfältige Bastel-, Spiel- und Werkangebote ausprobieren. Sozialpädagoge Jürgen Schwab ist erfahrener Abenteuerspielplatz-Manager und betreut die Kids mit seinem Team montags bis freitags von 9.30 Uhr bis 17 Uhr. Jürgen Schwab freut sich über die „großen Jungs“, eine Gruppe von 13- bis 14-Jährigen, die sich mit Hammer und Bohrmaschine als tatkräftige Baumeister beweisen. „Für Kinder von Berufstätigen bieten wir erstmals eine Betreuung ab 8 Uhr an, und das wird sehr gut angenommen“, erklärt Stephan Junghans.