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29.04.2009

Schweinegrippe - viele besorgte Anrufe beim Gesundheitsamt

Auch wenn es bisher in der Region keine Verdachtsfälle gibt, so hat die Schweinegrippe (Influenza A/H1N1) das Gesundheitsamt Würzburg dennoch voll im Griff. „Der Informationsbedarf ist groß, es rufen viele besorgte Bürger, aber auch medizinische Einrichtungen bei uns an“, berichtet Dr. Johann Löw, stellv. Leiter des Gesundheitsamts.

Landrat Eberhard Nuß will indes beruhigen: „Die Experten sind sich einig, dass die Schweinegrippe für uns in Deutschland, nach aktuellem Kenntnisstand, keine ernste Bedrohung darstellt. Sollte sich die Lage ändern, haben wir im Zusammenhang mit der Geflügelgrippe entwickelte Reaktionspläne, die wir dann zum Einsatz bringen“. Nachdem von der WHO am Dienstag die Stufe 4 des internationalen Pandemieplans ausgerufen wurde, lässt Nuß Alarmierungspläne und Verfahrensabläufe überprüfen.

Das Gesundheitsamt appelliert an alle Reisenden, die aus Mexiko in die Region zurückkehren und Grippesymptome entwickeln, sich telefonisch an ihren Hausarzt zu wenden. Dieser kann die weitere Vorgehensweise mit einem Arzt des Gesundheitsamtes abstimmen. Nach dem Infektionsschutzgesetz ist die Schweinegrippe gegenüber dem Gesundheitsamt meldepflichtig. Außerhalb der Bürozeiten können niedergelassene Ärzte und Kliniken die Rufbereitschaft über die Einsatzzentrale der Berufsfeuerwehr (112) erreichen.

Bei den meisten Bürgeranrufen im Gesundheitsamt geht es um Fragen im Zusammenhang mit Reisen. So wollte eine Studentin wissen, ob sie vorsorglich Medikamente auf ihrem Rucksackurlaub nach Südamerika mitnehmen sollte. Andere erkundigten sich nach Ländern, in denen bereits Infektionen bestätigt wurden. Nur wenige Anrufer klagten über Grippebeschwerden und hatten Sorge, dass sie mit dem A/H1N1 Virus infiziert seien. Nachdem aber keiner der Anrufer sich zuvor in einem der bekannten Risikogebiete aufgehalten hatte, konnten die Ärzte des Gesundheitsamts Entwarnung geben.


Infotelefon: 0931- 3 57 45