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30.04.2019

Vom Tor des Südens bis an die Landkreisgrenze
22. Radlerfrühling des Landkreises auf der Süd-Etappe

Es gibt sie noch, wenngleich auch nur vereinzelt - echte Fahrräder ohne elektrischen Antrieb.

Beim 22. Radlerfrühling am Wochenende aber waren - wie schon zuletzt - Pedelecs und E-Bikes in der Überzahl unter den 142 Teilnehmern. Der technischen Innovation beharrlich entgegen stemmte sich auch dieses Jahr wieder Landrat Eberhard Nuß.

Auf seinem altbewährten Drahtesel, der schon mehrere Tausend Kilometer Treue bewiesen hat, führte er den Tross auch bei der diesjährigen Rundfahrt tapfer an. Vom Start- und Zielort Giebelstadt aus führte die diesjährige Strecke über 52 Kilometer auf der "Süd-Etappe" an den südlichsten Rand des Landkreises. "Bis in unbekannte spanische Dörfer", wie ein Radler seine Orientierungslosigkeit umschrieb, stieß der Radler-Tross aber dennoch nicht vor.

Für die fünfjährige Mia aus Hettstadt freilich zählten dabei weder technische Innovation noch geographische Grenzen. Erneut war sie das Küken bei ihrer zweiten Teilnahme am Radlerfrühling. Bei bestem Radler-Wetter im Vorjahr hatte sie Gefallen gefunden daran, sich im Feld der Landkreis-Radler durch die Lande treiben zu lassen.

Fünfjährige nimmt zum zweiten Mal am Radlerfrühling teil

Im Schlepptau ihres Vaters Jürgen Reinhart und Opa Dieter als Nachhut waren der jüngsten Teilnehmerin im Streckenverlauf sowohl das unbekannte Terrain als auch moderne elektrische Erleichterung bei der Bewältigung der Steigungen gleichgültig. Wieder schnell in Giebelstadt ankommen, war das allergrößte Ziel für die Fünfjährige. Schließlich hatte ihr Giebelstadts Bürgermeister Helmut Krämer vor dem Start verführerisch ein großes Eis in einer der örtlichen Eisdielen versprochen - nach der Rückkehr.
Zum Start in Giebelstadt hatten sich mit Ralf Fischer, Willi Knauf und Helmut Popp unter anderen auch drei "Exoten" aus dem nicht einmal zweihundert Einwohner zählenden Weickersgrüben im Landkreis Main-Spessart (MSP) eingefunden. "Weil auch die Landschaft im Landkreis Würzburg sehr interessant ist", wie die "Überläufer" einräumten. Auch "Radler-Migranten" aus dem benachbarten Baden-Württemberg schlossen sich dem Würzburger Landkreis-Tross an.
Schon bei seiner Premiere im Vorjahr hatte sich das MSP-Radler-Trio als treuer Teilnehmer der jährlichen MSP-Tour mit Landrat Thomas Schiebel geoutet. Allerdings seien dort weitaus mehr Teilnehmer - bis zu 600 - beteiligt. "Da geht´s bei Euch schon etwas gemütlicher zu", gestand das Trio. Nach einem steilen Anstieg nach Tiefenthal konnten die Radler bei der ersten Verpflegungspause in Stalldorf ihren Akku mit "Fairtrade-Bananen" wieder aufladen.

Kraft tanken für die weitere Strecke

Klein-Mia allerdings zog eine Apfelschorle vor, um Kraft zu tanken für die weitere Strecke bis zur Mittagspause in Tauberrettersheim. Vom gekrönten Haupt der gerade erst inthronisierten örtlichen Weinprinzessin Mareike Fries und deren just zur Bürgermeisterin gewählten Mutter Katharina Fries, wurden die Landkreis-Radler gebührend empfangen.
Fairtrade-Kaffee wurde dann bei der Kaffee-Pause in Herchsheim ausgeschenkt. Damit bestätigte das Landratsamt als Veranstalter des jährlichen Radlerfrühlings seinen Ruf als Fairtrade-Landkreis. Nach Nieselregen und stärkerem Regen auf den letzten zwei Etappen, ließ sich Radler-Küken Mia das Rest- Stück von Yvonne Bürger, Mit-Organisatorin des Events und Leiterin des Büros des Landrats, im E-Mobil chauffieren.

Vorletzte Tour seiner Amtszeit

Für Landrat Eberhard Nuß war der diesjährige Radlerfrühling der vorletzte seiner im nächsten Jahr endeten Amtszeit. Gespannt sein dürfen die Radler schon jetzt, welche "Königsetappe" 2020 am letzten Samstag im April befahren wird.

Text und Bilder: Herbert Ehehalt

                           

Impressionen