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15.11.2018

Vortrag und Theaterstück zum Thema Vorsorge
Landrat Nuß informierte in Gerbrunn zu den Themen Vollmacht und Betreuung

Landrat Eberhard Nuß informierte im November rund 50 interessierte Bürgerinnen und Bürger in der Kulturbühne Alte Feuerwehr in Gerbrunn zum Thema „Vorsorge für Unfall, Krankheit und Alter“. Im Anschluss wurde auf der Kulturbühne das Theaterstück „Heute oder Morgen. Wenn der Tod eine Frage der Entscheidung wird…“ aufgeführt. Veranstalter war das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg.

Vorsorge durch Vollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung

Menschen jeden Alters können aufgrund eines Unfalls, einer plötzlichen Krankheit oder altersbedingt nicht mehr in der Lage sein, ihre Angelegenheiten selbst zu regeln. Für diesen Fall sollte man rechtzeitig vorsorgen z.B. durch eine Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung. Diese Möglichkeiten stellte Landrat Eberhard Nuß ausführlich in seinem Vortrag vor. „Dabei ist es durchaus sinnvoll, sich bereits an ‚guten Tagen‘ Gedanken über die ‚schlechten Tage‘ zu machen“, betonte Landrat Nuß in seinem Vortrag. Dies ist nicht nur wichtig für die betroffene Person selbst, sondern auch für ihre Angehörigen.

Bewegendes Theaterstück zum Thema Patientenverfügung

Im Anschluss an den Vortrag präsentierten Christine Reitmeier und Carmen Jahrstorfer das Zwei-Personen-Stück „Heute oder Morgen“ von Lisa Hanöffner, Christine Reitmeier und Liza Sarah Riemann. Das Stück griff das Thema des vorangegangenen Vortrages auf und beschäftigte sich mit den Themen Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung.

Das Stück „Heute oder Morgen“ handelt von Anna und Paula, Mutter und Tochter, die gemeinsam ein erfolgreiches Schneideratelier führen. Nach einem dramatischen Motorradunfall der Tochter Paula zerbricht für die ganze Familie eine heile Welt. Paula liegt an Maschinen angeschlossen im Wachkoma – ihr Gesundheitszustand verschlechtert sich zunehmend. Ihre Mutter Anna hofft jeden Tag auf Besserung.
Paulas Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht stürzt Anna in einen schweren Konflikt, da sie ihre Tochter nicht aufgeben möchte. Das Stück beschreibt auf nachvollziehbare und sehr bewegende Weise den Prozess, den Anna im Laufe der Zeit durchmacht.

Trotz der Schwere des Themas ist es den Darstellerinnen gelungen, die Stimmung des Publikums mit humorvollen Passagen aufzulockern. Am Ende zeigte sich ein tief bewegtes und gleichzeitig begeistertes Publikum.

Die genannten Veranstaltungen fanden im Rahmen der Schwerpunktkampagne „Mein Freiraum. Meine Gesundheit. In jedem Alter.“ des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege statt und wurden darüber finanziert.