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Schulbildung

Die Schule ist der Ort in der Gesellschaft, in dem Integration in besonderer Weise geleistet werden kann. Mit dem Ansatz der individuellen Förderung sollen die Fähigkeiten und Potentiale aller Kinder und Jugendlichen bestmöglich ausgeschöpft werden.

Der Freistaat Bayern hat dabei einen Schwerpunkt gesetzt: Möglichst frühzeitige und intensive Sprachförderung, die die schulischen Erfolgschancen von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund nachhaltig verbessern soll.

                                         

Schulpflicht in Bayern

Eine Übersicht über alle Schulen des Landkreises finden Sie hier:

Wenn Sie im Landkreis wohnen und wissen möchten, welche Schule für Sie zuständig ist, gibt Ihnen das Schulamt Auskunft:

                               

Berater Migration

Der Berater Migration ist Ansprechpartner, wenn z. B. ein Sprachstandstest bei einem Schüler oder einer Schülerin durchgeführt werden soll oder unklar ist, in welcher Schule ein Schüler/eine Schülerin am besten beschult werden kann.

Der Berater Migration für den Schulamtsbezirk Würzburg-Land ist:

Herr Peter Schäbler
Mittelschule Würzburg-Heuchelhof
Berner Str. 3, 97084 Würzburg
Telefon 0931 600970
E-Mail: mittelschule-heuchelhof@wuerzburg.de

                                   

Sprachförderung an Schulen

Hauptziel der Förderung der rund 65.000 ausländischen Schülerinnen und Schüler in den bayerischen Schulen ist der Erwerb der deutschen Sprache und damit die Integration in Schule, Ausbildungs- und Arbeitsmarkt.                            

  • Sprachförderung an Grund- und Mittelschulen                     

Deutschförderklassen

In einer Deutschförderklasse werden Schülerinnen und Schüler aus der Regelklasse (Stammklasse) zusammengefasst, die keine oder sehr geringe Deutschkenntnisse haben.

Deutschförderklassen können in allen Jahrgangsstufen der Grund- und Mittelschulen eingerichtet werden. Die Deutschförderklasse kann bis zu zwei Schuljahre bestehen, die Dauer hängt vom individuellen Fortschritt im Erlernen der deutschen Sprache ab.

Auch während des Schuljahres können Schülerinnen und Schüler in die Stammklasse zurückgeführt werden, d. h. sie nehmen dann komplett am Unterricht in deutscher Sprache teil.

Ziel ist es, die Kinder soweit zu fördern, dass sie je nach ihrer Leistungsentwicklung ohne Zeitverlust voll in ihre Regelklasse eingegliedert werden können und dort ihre Schullaufbahn erfolgreich fortsetzen

Deutschförderkurse

Deutschförderkurse verstehen sich in erster Linie als begleitende Fördermaßnahme für Schülerinnen und Schüler mit nichtdeutscher Muttersprache in Regelklassen der Grund- oder Mittelschule.

Die Deutschförderkurse finden im Umfang von einer bis vier Wochenstunden zusätzlich zum regulären Deutschunterricht statt.

An der Mittelschule kann dafür ganz oder teilweise eine Befreiung vom übrigen Unterricht (nicht nur Deutschunterricht) ausgesprochen werden.

Deutschklassen (Übergangsklassen)

Übergangsklassen (seit dem Schuljahr 2018/19: Deutschklassen) werden für Schülerinnen und Schüler angeboten, die als Quereinsteiger in das bayerische Schulsystem eintreten und nur wenig bis keine Deutschkenntnisse haben.

Als Grundlage für den Unterricht in der Übergangsklasse stellt der Lehrplan Deutsch als Zweitsprache dar. Durch stark differenzierte Unterrichtsformen sollen die Schülerinnen und Schüler besonders in der deutschen Sprache gefordert und gefördert werden und bei entsprechendem Lernfortschritt in der deutschen Sprache in die entsprechende Jahrgangsstufe der Regelklasse eingeführt werden.

Schulen des Landkreises mit Übergangsklassen sind:

           

                           

  • Sprachförderung an Berufsschulen

In Berufsintegrationsklassen (BIK) können berufsschulpflichtige Asylbewerber und Flüchtlinge sowie europäische und nichteuropäische Migranten mit Defiziten in der deutschen Sprache bis zum Alter von 21 Jahren, im Einzelfall auch bis zum Alter von 25 Jahren, aufgenommen werden.

Dies gilt für Bewerber mit Wohnort Stadt Würzburg und große Teile des Landkreises Würzburg (ohne schulischen Einzugsbereich Ochsenfurt).

An folgenden sechs Schulen sind BIKs eingerichtet worden:

  • Berufsfachschule für Altenpflege und Altenpflegehilfe HALMA e. V.
  • bfz, Berufsfachschulen für Altenpflege und Altenpflegehilfe Würzburg
  • Franz-Oberthür-Schule Würzburg
  • Klara-Oppenheimer-Schule, Berufsfachschule für Kinderpflege
  • Philipp-Melanchthon-Schule, Berufsfachschule für Kinderpflege
  • Städtische Wirtschaftsschule Würzburg

Die Franz-Oberthür-Schule ist koordinierende Schule für das Aufnahmeverfahren der Bewerber für die BIK für gesamt Würzburg (Stadt und große Teile des Landkreises Würzburg).

Generell können sich Bewerber für eine Berufsintegrationsklasse an jeder der sechs BIK-Schulen bewerben.

Berufsintegrationsklasse (BIK)

In zwei Schuljahren – gegliedert in Vorklasse (BIK-1) und Berufsintegrationsjahr (BIK-2) – lernen die Schülerinnen und Schüler (berufsbezogenes) Deutsch, Mathematik sowie (inter-)kulturelle Inhalte.

Sie erhalten eine gezielte Berufsvorbereitung, bei der ihre Potentiale und persönlichen Berufsvorstellungen eine wichtige Rolle spielen. Bei erfolgreichem Bestehen schließen sie die Berufsschule mit dem erfolgreichen Abschluss der Mittelschule ab.

Sprachintensivklassen zur Alphabetisierung (SIK-A)

Für Schülerinnen und Schüler, die noch nicht alphabetisiert sind und nicht über hinreichende Sprachkenntnisse verfügen.