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18.04.2019

Rußrindenkrankheit greift Ahornbäume an - Winterhausen, Rottendorf, Prosselsheim und Giebelstadt sind aktuell betroffen

Ein Befall von Ahornbäumen mit der Rußrindenkrankheit wurde in den Gemeinden Winterhausen, Rottendorf, Prosselsheim und Giebelstadt nachgewiesen.

Bayernweit gab es erste Fälle im Juni und Juli 2018, auch aus Unterfranken.

Das Gesundheitsamt informierte sowohl die aktuell betroffenen als auch alle übrigen Gemeinden im Landkreis sowie die Stadt Würzburg über den Nachweis der Rußrindenkrankheit in den genannten Gemeinden.

Rußrindenkrankheit erkennen

Die Krankheit ist an den Bäumen gut zu erkennen: Es handelt sich um einen Pilz, der sich unter der Rinde ausbreitet und schwarze, rußartige Sporen bildet. Dieser Erreger führt früher oder später zum Absterben des Baumes. Mit Regen und Wind verbreiten sich die schwarzen Sporen am Stammfuß und auf der umgebenden Bodenvegetation.

Ursachen der Rußrindenkrankheit

Der extrem wärmeliebende Rindenpilz profitiert von außergewöhnlich langen Sommern mit Trockenstress, Wassermangel und großer Hitze. Nach dem Trockensommer 2018 ist nach Einschätzung der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) mit einer Zunahme dieser Ahornkrankheit zu rechnen.

Gefährlich auch für den Menschen

Die Pilzsporen können beim Einatmen Entzündungen der Lungenbläschen hervorrufen. Die Beschwerden treten meist sechs bis acht Stunden nach dem ersten Kontakt auf und reichen von Reizhusten, Abgeschlagenheit und Schüttelfrost bis hin zu Atemnot. Bisher sind noch keine derart verursachten Krankheitsfälle bei Menschen in Unterfranken bekannt.

Wie kann man sich schützen

Sollte an einem Baum ein Befall vermutet werden, ist dies dem Waldbesitzer, dem Eigentümer oder der zuständigen Gemeinde zu melden, damit diesem Verdacht nachgegangen werden kann und gegebenenfalls entsprechende Schutzmaßnahmen (Absperrung, Fällung von erkrankten Bäumen) eingeleitet werden können.

Spaziergänger sollten Verdachtsgebiete und abgesperrte Bereiche meiden, damit entsprechende Sporen nicht eingeatmet werden. Ein spezieller Atemschutz betrifft insbesondere Waldarbeiter (persönliche Schutzausrüstung).

Sollten Atembeschwerden, Reizhusten, Fieber, Atemnot oder Schüttelfrost auftreten, ist ein Arzt aufzusuchen und diesem der Hinweis zu geben, dass ein Aufenthalt in der Nähe eines solchen befallenen Baumes stattgefunden hat.