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Verbraucherschutz - Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung (FB 14)

Der Fachbereich Verbraucherschutz - Veterinärwesen und Lebensüberwachung ist in der Außenstelle Leistenstraße angesiedelt.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich um die Themen Tierschutz und -seuchenbekämpfung, Fleischhygiene und Verbraucherschutz.

Herr Dr. Erb leitet den Fachbereich.

                                                                     

Ansprechpartner für Landkreis-Unternehmer und -Verbraucher

Wir sind ausschließlich für Unternehmen und Verbraucher zuständig, die im Landkreis Würzburg ansässig bzw. beheimatet sind.

Als Unternehmer/Verbraucher aus der Stadt Würzburg wenden Sie sich bitte direkt an den Verbraucherschutz der Stadt Würzburg (Telefon 0931 37-2826).

                

Aktuelles

1.10.19: West Nil Virus (WNV) Infektionen - Impfempfehlung Ständige Impfkommission Veterinärmedizin

Anfang September 2018 wurden erstmalig im Deutschland die Infektionen bei Vögeln und bei Pferden mit dem West-Nil-Virus, eine anzeigepflichtige Tierseuche,  diagnostiziert. Das Virus wird von Mücken übertragen.

Es zirkuliert vornehmlich in Vögeln, kann aber auch Menschen und Pferde infizieren.

West Nil Virus (WNV) Infektionen - Impfempfehlung der Ständige Impfkommission Veterinärmedizin

Angesichts der aktuellen Infektionssituation mit derzeit (Stand 30.09.2019) 59 Fällen (davon 15 bei Pferden) von West-Nil-Virus Infektionen informiert die Ständige Impfkommission Veterinärmedizin (StIKo Vet)  über die anhaltende Notwendigkeit, Pferde in den betroffenen Regionen Mittel- und Ostdeutschlands gegen West Nil Virus zu immunisieren.

Die Mitteilung und weitere Informationen dazu können Sie abrufen

                     

13.5.19: Aktuelles zur Blauzungenkrankheit

Verbringungsregeln ab dem 18.5.2019 geändert

In einer Länder-Besprechung am 6.5.2019 wurde vor dem Hintergrund der aktuellen Risikoanalyse des FLI (Stand 26.4.2019) beschlossen, dass die derzeitig geltenden vereinfachten Verbringungsregelungen für ungeimpfte Tiere - nach einer Übergangsfrist bis 17.5.2019 - nicht weiter angewandt werden können. Die neu gefassten aktuellen Regelungen zum Verbringen erfahren Sie auf der Homepage des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit.

  

Landkreis Würzburg gehört seit 2.2.2019 zum Sperrgebiet

Aufgrund eines aktuellen Ausbruchs der Blauzungenkrankheit im Landkreis Calw ist eine Anpassung der BTV8-Restriktionszonen in Bayern erforderlich geworden, so dass der Landkreis Würzburg seit dem 2.2.2019 in vollem Umfang in der Restriktionszone liegt.

Bisheriges Geschehen

Im Dezember 2018 wurde in einem Bestand im Landkreis Raststatt (Baden Württemberg) die Blauzungenkrankheit vom Serotyp 8 (BTV-8) amtlich festgestellt. Daraufhin wurde um den Ausbruchsbetrieb das gesetzlich vorgeschriebene Restriktionsgebiet mit einem Radius von 150 km eingerichtet, welches das gesamte Land Baden-Württemberg, das Saarland sowie Teile von Hessen und Rheinland-Pfalz umfasste.

In Folge der Tieruntersuchungen wurden weitere Ausbrüche in den betroffenen Restriktionsgebieten bekannt. Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz haben Bayern über die Feststellung jeweils eines Falls der Blauzungenkrankheit mit Auswirkungen auf den Freistaat Bayern informiert. Die erweiterte Restriktionszone umfasst deshalb Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland zur Gänze, Hessen, NRW und Bayern in Teilen.

Handel mit Tieren

Beim Handel mit Tieren aus diesen Restriktionszonen kommt es zu Beschränkungen. Das Verbringen in Mitgliedstaaten und Gebiete, die offiziell als frei von Blauzungenkrankheit anerkannt sind, ist nur bei Einhaltung bestimmter unionsrechtlichen Bestimmungen möglich.

Empfängliche Tiere (insbesondere Rinder, Schafe und Ziegen) dürfen aus diesen Gebieten in freie Gebiete nur unter bestimmten Voraussetzungen verbracht werden (z. B. wenn die Tiere gegen BTV-8 geimpft oder mit negativem Ergebnis auf BT untersucht wurden).

Keine Ansteckungsgefahr für Menschen

Für Menschen ist diese Tierkrankheit nicht ansteckend.

Fleisch und Milchprodukte können gefahrlos verwendet werden. Betroffenen Tierhaltern empfänglicher Arten wird geraten, ihre Tiere baldmöglichst impfen zu lassen.

Zum Herunterladen:

Zum Weiterlesen:

                    

4.1.19: Afrikanische Schweinepest

Die Afrikanische Schweinepest (kurz: ASP) ist eine anzeigepflichtige hochansteckende und fieberhafte Allgemeinerkrankung der Schweine (Wildschweine und Hausschweine). Verursacht wird die ASP durch ein Virus, das seinen Ursprung in Afrika hat und sich seit einigen Jahren v.a. in osteuropäischen Ländern ausbreitet. Sie zeigt einen seuchenhaftem Verlauf bei hoher Krankheitshäufigkeit und Sterberate.

Die Krankheit ist für den Menschen und für andere Tierarten vollkommen ungefährlich. Dennoch sind bei Auftreten dieser gefährlichen Tierseuche in Deutschland große negative Auswirkungen auf unsere Landwirtschaft, im Besonderen auf die Schweine haltenden Betriebe und die Fleischwirtschaft, zu befürchten.                 

Seuchenzug

Im Jahr 2007 begann der Seuchenzug in Georgien und verbreitete sich über die transkaukasischen Länder sowie Russland, Weißrussland und die Ukraine.

Anfang 2014 erreichte die ASP die europäische Union und dehnte sich über die gesamten baltischen Staaten (Estland Lettland, Litauen) sowie nach Polen aus.

Seitdem (Stand Ende 2018)  ist die ASP in  einigen weiteren europäische Mitgliedsstaaten (Sardinien, Tschechien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien, Belgien) sowie in diversen Drittländer aufgetreten. Die Erfahrungen der letzten Jahre hinsichtlich der ASP-Ausbreitung hat gezeigt, dass ein Eintrag dieser gefährlichen Seuche überall und jederzeit, auch sprunghaft über weite Entfernungen, möglich ist. Das Friedrich-Löffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, warnt deshalb vor der Verschleppung der Seuche auch nach Deutschland und stuft das Risiko als hoch ein. Deshalb wurden und werden deutschlandweit Vorbereitungen für den Ernstfall getroffen.

Übertragung und Bekämpfung

Für die Bekämpfung dieser Tierseuche steht leider kein Impfstoff zur Verfügung. Übertragen wird die Schweinepest durch direkten Kontakt von Tier zu Tier (z. B. im Stall, auf Transporten/Viehsammelstellen/Viehmärkten sowie bei offenen Haltungsformen durch direkten und indirekten Kontakt von Wildschwein zu Hausschwein). Das Virus wird u.a. über Speichel, Urin, Kot oder Sperma ausgeschieden, hohe Virus-Konzentrationen sind besonders in Blut und Gewebe zu finden. Der Kontakt mit Blut und Gewebe infizierter Schweine ist der effizienteste Ansteckungsweg. Aber auch durch indirekten Kontakt kann diese Tierseuche verbreitet werden; in nicht gegarten Schweinefleischprodukten wie z. B. Salami oder Schinken bleibt der Erreger lange infektiös und kann bei unachtsamer Entsorgung von Speiseabfällen zur Infektion von Schweinen führen.

Helfen Sie mit, das Risiko zu minimieren!

Neben Landwirten, Tierärzten und Jägern können auch Verbraucher und insbesondere Touristen und Besucher aus den von der Tierseuche betroffenen Staaten helfen, das Risiko der Seucheneinschleppung nach Deutschland zu minimieren:

  • Küchenabfälle oder Essensreste dürfen grundsätzlich nicht an Schweine (Haus- und Wildschweine) verfüttert werden.
  • Bringen Sie keine Erzeugnisse, die Schweinefleisch enthalten, aus Ländern, die von ASP betroffen sind, oder von außerhalb der Europäischen Union mit.
  • Lassen Sie keine Speisereste in der Natur zurück. Wildscheine gibt es überall in Deutschland.
  • Betreten Sie unaufgefordert keine Tierhaltungen.
  • Melden Sie tot aufgefundene Wildscheine sofort an das zuständige Veterinäramt.

Weitere Informationen

         

24.4.18: Ausbruch der Faulbrut am Ortsrand von Rottendorf

Nachdem im Landkreis Würzburg bereits im November 2016 um Uengershausen in der Gemeinde Reichenberg und im Mai 2017 um Greußenheim ein Sperrbezirk wegen des Ausbruchs der amerikanischen Faulbrut bei Bienen eingerichtet werden musste, ist ein weiterer Ausbruch bei einem Bienenstand in der Gemarkung Rottendorf zu verzeichnen.

Das Veterinäramt hat um den befallenen Bienenstand am Ortsrand von Rottendorf einen Sperrbezirk mit zwei Kilometer Umfang eingerichtet. Dieser erstreckt sich westlich in den Bereich der Stadt Würzburg und östlich in den Landkreis Kitzingen (sh. Karte).

Die amerikanische Faulbrut ist eine anzeigepflichtige Tiererkrankung. Der Erreger ist ein Sporen bildendes Bakterium, das ausschließlich die Bienenbrut befällt; die erwachsenen Bienen können nicht erkranken, verbreiten aber die Sporen in ihrem Haarkleid oder als Ammenbienen über das Futter und führen so die Infektionskette fort.

Für den Menschen ist der Erreger ungefährlich, so dass Honig weiterhin unbedenklich verzehrt werden kann.

Bienenstände innerhalb des Sperrbezirks dürfen nicht bewegt werden. Außerdem dürfen keine Bienenvölker in den Sperrbezirk hineingebracht werden. Besitzer von Bienenvölkern innerhalb des errichteten Sperrgebietes sind verpflichtet, ihre Völker dem Landratsamt Würzburg, Veterinäramt und Lebensmittelüberwachung, Leistenstraße 87, 97082 Würzburg über Tel. 0931 8003-681, per Fax über 0931 8003-691 oder per E-Mail vetamt-lmue@lra-wue.bayern.de zu melden.

11.7.17: Impfung gegen Blauzungenkrankheit

Das Veterinäramt des Landratsamtes Würzburg teilt mit, dass alle Halter von Wiederkäuern im Landkreis Würzburg ab sofort ihre Tiere wieder freiwillig mit zugelassenen inaktivierten Impfstoffen gegen die Blauzungenkrankheit (Serotyp 4 und 8) impfen lassen können. Die Entscheidung über eine Impfung obliegt damit der Verantwortung der Tierhalter. Das Landratsamt Würzburg hat dafür eine entsprechende Allgemeinverfügung erlassen.Durchgeführte Impfungen sind dem Veterinäramt mitzuteilen bzw. durch den Tierhalter oder durch einen von ihm beauftragten Dritten (z. B. Impftierarzt) in der HIT-Datenbank zu erfassen.

Die Blauzungenkrankheit ist eine anzeigepflichtige Viruserkrankung bei Wiederkäuern, die durch blutsaugende Stechmücken übertragen wird und führt insbesondere bei Schafen und Ziegen zu schweren Erkrankungen und auch Todesfällen. Der Erreger ist für den Menschen nicht gefährlich; auch Fleisch- und Milchprodukte können bedenkenlos verzehrt werden.

Die Blauzungenkrankheit ist in vielen europäischen Ländern (Frankreich, Italien, Kroatien, Slowenien, Serbien) präsent und breitet sich derzeit wieder weiter in Richtung Deutschland aus. Seit 2012 ist Deutschland anerkannt frei von Blauzungenkrankheit, nachdem sich die Krankheit zunächst 2006 und insbesondere 2007 bundesweit verbreitet hatte und mit einer behördlich angeordneten Impfverpflichtung wieder getilgt werden konnte.

 

           

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In unserem Bürgerservice von A bis Z finden Sie alle Dienstleistungen aus diesem Fachbereich.

            

Aufgaben des Fachbereichs

Die Aufgaben des Veterinärwesens

Sie sind im Landkreis Würzburg ansässig? Dann kümmert sich das Veterinärwesen am Landratsamt um diese Themen:

  • Bekämpfung der verschiedenen Tierseuchen, wie BHV1, Brucellose/Leukose, Hühnerpest, Maul- und Klauenseuche, Blauzunge, Tollwut
  • Überwachung der Ein-, Aus- und Durchfuhr von Tieren und tierischen Erzeugnissen
  • Überwachung des Umgangs mit tierischen Nebenprodukten (Sicherstellung der korrekten Verwertung und Entsorgung)
  • Entgegennahme und Überprüfen von (anonymen) Hinweisen zu nicht artgerechter Haltung von Tieren 
  • Überwachung des Futtermittelverkehrs, Tierarznei-, Tierimpfstoff- und Betäubungsmittelverkehrs und auch der Vollzug des Arzneimittelgesetzes (AMG)
  • Durchführen von Schlachttier- und Fleischuntersuchungen (früher: Fleischbeschau) - zuständig als Kreisverwaltungsbehörde

 

Die Aufgaben der Lebensmittelüberwachung

Verbraucherschutz:

  • Bearbeitung von Bürger-, bzw. Verbraucherbeschwerden
  • Bearbeitung von Vorgängen aufgrund Meldungen von anderen Behörden
  • Überwachung von Rückrufaktionen bei Herstellern, Handel und Vertrieb
  • Erstellen und Bearbeitung von Rückrufen bei LM u. Bedarfsgegenständewarnungen
  • Unterstützung bei Überwachung von tierischen Lebensmitteln
  • Überwachung der Etikettierung - Täuschungsschutz bei Lebensmitteln, Kosmetische Mitteln, Tabakerzeugnissen und Bedarfsgegenständen
  • Zuarbeiten und Teilnahme bei überregionalen Kontrollbehörden
  • Zuarbeiten für die Staatsanwaltschaft als Hilfsbeamte der Staatsanwaltschaft
  • Stellungnahme zu Bauanträgen und Gaststättenerlaubnissen
  • Überprüfung von Lebensmittel-Internetverkäufern

Überwachung von Lebensmitteln:

  • Kontrollen in Gaststätten, Märkten, Einzelhandel, bei Herstellern, Direktvermarktern, Festen 
  • Probenahme in Betrieben+
  • Durchführung von Anordnungen gegenüber Lebensmittelunternehmern
  • Etikettenkontrolle
  • Warenflussprüfung (Nachvollziehbarkeit der Waren)
  • Kontrolle von Winzern im Rahmen des Weinrechtes
  • Zuarbeit für andere Kreisverwaltungsbehörden

Kontrollen in Gaststätten, Märkten, Einzelhandel, Hersteller, Zentrallager, Direktvermarkter, Festen:

  • Probenahme in Betrieben
  • Durchführung von Anordnungen gegenüber Lebensmittelunternehmern
  • Etikettenkontrolle
  • Warenflussprüfung (Nachvollziehbarkeit der Waren) 
  • Kontrolle von Winzern im Rahmen des Weinrechtes
  • Zuarbeit für andere Kreisverwaltungsbehörden (z. B. Landratsämter, Gemeinden usw.)

Überwachung von Bedarfsgegenständen:

  • Überprüfung der Kennzeichnung von Produkten, wie Schuhe oder Gürtel
  • Tätigkeit zum Schutz vor Täuschung der Verbraucher
  • Probenahme zur Überprüfung von Konformitäten der Materialien
  • Überprüfung wegen Verwechselbarkeit mit Lebensmitteln
  • Zuarbeiten und Erstellen von Warnmeldungen
  • Überwachung von LM Verpackungen
  • Spielzeugkennzeichnung und Prüfung für den Schutz von Kindern
  • Überwachung beim Verkehr mit Kosmetika;

Überwachung von Tabakwaren:

  • Kontrolle der Warnkennzeichnungen, Kennzeichnung und der Verpackung
  • Überwachung der Zusatzstoffe bei Tabak (z. B. Feuchthaltemittel)
  • Probenahme im Rahmen der Marktüberwachung
  • Überprüfung der Waren im Großhandel, Internetangeboten und Einzelhandel

 

 

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