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14.01.2026

Bauprojekte und Personal im Fokus - Landrat Thomas Eberth besucht den Markt Winterhausen

Wie lassen sich ländliche Infrastruktur stärken, Verkehrswege sicherer machen und kommunale Herausforderungen gemeinsam lösen? Mit diesen Fragen im Gepäck besuchte Landrat Thomas Eberth den Markt Winterhausen. Regelmäßig sucht der Landrat den direkten Austausch mit den Verantwortlichen in den 52 Gemeinden des Landkreises, um Projekte vor Ort zu besprechen, Chancen herauszuarbeiten und bestehende Hindernisse offen anzusprechen. In Winterhausen begleiteten ihn Bürgermeister Christian Luksch, eine Delegation aus dem Landratsamt, der zweite Bürgermeister Dr. Matthias Wieser sowie Jan Voll, der Leiter des Bereichs Straßenbau am Staatlichen Bauamt Würzburg.

Marktgemeinde und Landkreis investieren gezielt in Infrastruktur

Zunächst blickte die Gesprächsrunde auf erfreuliche Entwicklungen: Der Markt Winterhausen ist derzeit schuldenfrei – ein Ergebnis, auf das Bürgermeister Luksch stolz ist. Zugleich treiben Gemeinde und Partner zahlreiche Infrastrukturprojekte voran. So ertüchtigt die Marktgemeinde die Kanalisation und die Leitungsinfrastruktur im Bereich der Kreisstraße WÜ 16 und bereitet damit den Weg für eine weitere Maßnahme: Der provisorische Mini-Kreisverkehr wird nach einer erfolgreichen Testphase im vergangenen Jahr unter Federführung des Staatlichen Bauamts Würzburg nun dauerhaft ausgebaut. Im Zuge dessen ist unter anderem auch die Installation einer Querungshilfe im Bereich der Mainbrücke in Richtung Sommerhausen und die Neustrukturierung der Radwege in dessen Umgriff geplant. Der Landkreis Würzburg investiert damit in die Sicherheit und Verkehrsberuhigung in Winterhausen.

Die Gemeinde selbst plant im Bereich der Kinderbetreuung einen weiteren großen Schritt: Die Erweiterung der Kindertagesstätte mit einem Investitionsvolumen von rund vier Millionen Euro ist bereits genehmigt. „Irgendein Baufahrzeug rauscht derzeit immer an einem vorbei“, beschreibt Bürgermeister Luksch die Situation und bittet die Bürgerinnen und Bürger um Verständnis. Auch im Jahr 2026 wird es zu Verkehrsbehinderungen kommen, wenngleich der genaue Zeitplan noch offen ist.

Personalmangel als Herausforderung

Ein weiteres Thema des Austauschs war die schwierige personelle Lage in der Gemeindeverwaltung. Sowohl die Kämmerei als auch die Bauverwaltung der Verwaltungsgemeinschaft Eibelstadt, zu der Winterhausen gehört, arbeiteten in den vergangenen Monaten mit deutlich weniger Personal als vorgesehen. Während die Kämmerei 2025 zeitweise mit weniger als der Hälfte der vorgesehenen Stellen auskommen musste, gelang es der Bauverwaltung im Laufe des Jahres, wieder qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen. Die gemeinsam zu bewältigenden Aufgaben stellten daher alle Beteiligten immer wieder vor große Herausforderungen.

Wertschätzung für kommunales Engagement vor Abschied von Bürgermeister Luksch

Landrat Eberth zeigte sich trotz der widrigen Umstände beeindruckt vom Einsatz und von den Investitionen der Gemeinde in ihre Infrastruktur. Mit Blick auf die anstehenden Kommunalwahlen im März 2026 dankte er außerdem Bürgermeister Christian Luksch für dessen langjähriges Engagement. Nach fast acht Jahren im Amt und rund 25 Jahren kommunalpolitischer Tätigkeit hat Luksch seinen Rückzug als Bürgermeister von Winterhausen angekündigt. Er wird bei der Kommunalwahl nicht mehr antreten. Eberth betonte, wie wichtig der direkte Austausch zwischen dem Landratsamt und den Gemeinden sei, um Herausforderungen gemeinsam anzugehen und Verwaltungsprozesse zu beschleunigen, und wünschte, dass dies auch mit Christian Lukschs Nachfolger im Amt fortgesetzt werden könne.