HaLT: Hart am Limit
Beim "HaLT-Projekt" handelt es sich um ein bundesweites, alkoholspezifisches Präventionsprogramm nach dem „best practice“-Ansatz in der Suchtprävention.
Es bietet Kindern und Jugendlichen, die mit einer akuten Alkoholvergiftung stationär behandelt werden mussten, noch in der Klinik eine Beratung zusammen mit den Eltern an (sogenanntes Brücken- sowie Elterngespräch).
Einen weiteren Baustein bildet der sogenannte „Risikocheck“. Dahinter verbirgt sich ein sozialpädagogisches Gruppenangebot, das die Nachbetreuung für die Jugendlichen sicherstellt.
Die Jugendlichen machen sich im wortwörtlichen Sinne auf den Weg, sich gemeinsam mit dem Thema „Alkohol“ theoretisch und kritisch auseinanderzusetzen. Inhalte sind beispielsweise das Jugendschutzgesetz, die Wirkung von Alkohol, die Auseinandersetzung mit Alkoholmenge und Alkoholgehalt, Informationen zu Führerschein und Alkohol sowie gesundheitliche und soziale Folgen des Konsums.
"HaLT" setzt zugleich auf kommunaler Ebene an. Durch Aufbau und Pflege regionaler Präventionsnetzwerke soll die breite Öffentlichkeit für einen gesundheitsförderlichen Umgang mit Alkohol sensibilisiert und ein riskanter Alkoholkonsum verhindert werden.
Hintergrund des Projektes ist die Zunahme des riskanten Alkoholkonsums bei Kindern und Jugendlichen um die Jahrtausendwende. Mussten in Bayern zur Jahrtausendwende um die 3.000 Kinder aufgrund einer akuten Alkoholintoxikation behandelt werden, so waren es im Jahr 2010 schon rund 5.500 Mädchen und Jungen. Zwar ist dieser Trend leicht rückläufig, dennoch ist exzessives Rauschtrinken bei jungen Menschen noch weit verbreitet.
Kontakt und Information
Magdalena Schlereth, Gesundheitsamt Würzburg
www.halt-projekt.de
www.halt-in-bayern.de