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06.08.2026

Studie zu Folgen des Klimawandels für Streuobstwiesen behandelt auch Flächen im Landkreis Würzburg

Die Hochschule Weihenstephan‑Triesdorf hat in Kooperation mit der Technischen Universität München untersucht, welche regionalen Auswirkungen der Klimawandel auf den Streuobstanbau hat. Die Folgen sind bayernweit stark unterschiedlich ausgeprägt, so dass exemplarisch für fünf Regionen, darunter Unterfranken mit Flächen im Landkreis Würzburg, Anpassungsstrategien entwickelt wurden.

Hitzewellen, Trockenheit, Spätfrostschäden oder massive Hagelereignisse zählen zu den bekannten Folgen des Klimawandels. Daneben ging es im Forschungsprojekt „Streuobstwiesen im Klimawandel (StreuWiKlim)“ auch um die mögliche Zunahme von Baumkrankheiten und den Schädlingsbefall. Die Studienergebnisse zeigen, dass die Besitzerinnen und Besitzer von Streuobstwiesen dem Klimawandel nicht hilflos ausgeliefert sind.

Sie können durch Standortwahl, Anlage von Hecken, vielfältige Obstsorten und Baumarten sowie eine fachgerechte Pflege vieles abmildern. Eine einfache Maßnahme ist unter anderem der Stammanstrich. Darüber hinaus können neue Pflanzverfahren und Wurzelunterlagen, auf denen das Obst veredelt wird, die Überlebensbedingungen von Obstbäumen deutlich verbessern. Hierzu forschen derzeit die Bayerische Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim und der Pomologen-Verein.

Wassermangel, Hitze und der Befall durch Schädlinge und Krankheiten

Streuobstwiesen fördern die Biodiversität und erbringen wichtige Leistungen für das Ökosystem wie die Obstproduktion und die Regulierung des Mikroklimas und des Wassers. Sie prägen Erholung, Landschaftsbild sowie Kulturerbe. Allerdings stehen Streuobstwiesen durch die Überalterung der Bestände, fehlende Bewirtschaftung und mangelnde Nutzbarkeit unter Druck. Klimaveränderungen erhöhen diesen Druck und stellen diejenigen, die Streuobstwiesen bewirtschaften, vor regional unterschiedliche Herausforderungen. Im Landkreis Würzburg zählen dazu der Wassermangel, die Hitze sowie der Befall durch Schädlinge und Krankheiten.

Ansprechpartner im Landratsamt Würzburg sind die Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege, Jessica Tokarek (Tel.: 0931 8003-5463, E-Mail: j.tokarek@lra-wue.bayern.de), und Streuobstberater Michael Wiesneth (Tel. 0931 8003-5456, E-Mail: m.wiesneth@lra-wue.bayern.de).

Die Forschungsergebnisse sind online abrufbar: www.streuwiklim.squarespace.com