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Klimaschutz und Energiewende

Die Auswirkungen des Klimawandels sind allgegenwärtig: Hitze, Trockenheit, Starkregen, Überschwemmungen und Stürme nehmen zu. Der Landkreis entwickelt gemeinsam mit seinen Gemeinden Maßnahmen zum Schutz vor den Auswirkungen des Klimawandels. Dabei ist die Energiewende unverzichtbar, um aus der Nutzung der konventionellen Energien Stück für Stück auszusteigen und mit dem Aufbau einer zukunftssicheren Energieversorgung voranzukommen.

Wir machen Zukunft.

Der Landkreis Würzburg hat sich daher dem Klimaschutz verpflichtet und ist in einer Vielzahl von Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen aktiv. Die Energiewende besteht insbesondere aus der Nutzung von Windkraft, Sonnenenergie (Photovoltaik- und Solarthermie), von Biomasse, der Wasserkraft, der Geothermie und der Speicherung sowie der konsequenten Steigerung der Energieeffizienz zur Verringerung der benötigten Energiemenge.

Der Landkreis möchte eine Vorbildfunktion übernehmen und die CO2-Neutralität der Landkreisverwaltung bis 2030 vorantreiben, wie von der bayerischen Staatsregierung vorgegeben. Dies beinhaltet nicht nur den nachhaltigen und energiebewussten Betrieb der Gebäude, sondern auch die Bereiche Beschaffung und Mobilität.


Maßnahmen & Ziele 

Kurz-ENP - Vorbereitung der kommunalen Wärmeplanung im Landkreis Würzburg

Bis spätestens Juli 2028 müssen alle bayerischen Kommunen eine kommunale Wärmeplanung vorlegen. Doch wie können Städte, Märkte und Gemeinden im Landkreis Würzburg ihre Wärmeversorgung künftig klimafreundlich, bezahlbar und verlässlich gestalten? Antworten auf diese Frage liefert der Kurz-Energienutzungsplan (Kurz-ENP). 

Das Konzeptpapier zeigt auf, welche Gemeinden im Landkreis Würzburg sinnvoll in sogenannten Planungskonvois zusammenarbeiten könnten – also ihre Wärmeplanung gemeinsam entwickeln, um Aufwand, Kosten und Fachwissen zu teilen. Dafür wertete ein Fachbüro Daten zur Wärmeinfrastruktur, zu regionalen Potenzialen und zum tatsächlichen Wärmebedarf aus. Ergänzend wurden Verwaltungsstrukturen, bestehende Kooperationen und organisatorische Synergien zwischen den Gemeinden untersucht. 

Das Ergebnis ist eindeutig: Alle betrachteten Gemeindegebiete eignen sich grundsätzlich für eine gemeinsame Wärmeplanung im Verbund.

Der Kurz-Energienutzungsplan zum Download: 

Klimaschutz: (k)ein Kinderspiel

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Darum sollen Kinder mit Aktionstagen für die Themen Energieeffizienz und Klimaschutz sensibilisiert werden. Der Landkreis Würzburg ist jedes Jahr in verschiedenen Kitas und Schulen mit sog. Klimaschutzaktionstagen aktiv. Die Kinder lernen dabei spielerisch u.a. wie Strom entsteht, dass der Wald wichtige Funktionen für unser Klima erfüllt oder wie man sich richtig bei Hitze verhält. Bereits zahlreiche Kita- und Schuljahrgänge konnten von diesem Angebot profitieren und wertvolle Tipps für die Zukunft mitnehmen. Alle Kindertagesstätten und Schulen im Landkreis Würzburg haben jedes Frühjahr die Chance sich für einen Klimaschutzaktionstag nach dem entsprechenden Aufruf des Landkreises zu bewerben.

Energieberatung

Gerade im Gebäudebereich können Haus- und Wohnungseigentümerinnen und –eigentümer einiges in Sachen Energieeffizienz tun – eine vorherige Energieberatung kann dabei hilfreich sein, um mögliche Verbesserungsmaßnahmen zu identifizieren oder zu besprechen. Der Landkreis Würzburg kooperiert beim Thema Energieberatung mit der Verbraucherzentrale Bayern e.V.. Alle Informationen zur Energieberatung finden Sie hier

Energiemonitor

Grün und regional: Künftig soll der Strom am besten direkt vom Nachbarn kommen. Klimafreundliche Energie dort zu produzieren, wo sie gebraucht wird, spielt eine immer größere Rolle bei der Energiewende.

Wie grün war der heutige Tag?

Wie es um die Eigenversorgung des Landkreises Würzburg bestellt ist, zeigt der EnergieMonitor der Bayernwerk Netz GmbH. Die Plattform macht transparent, wie viel Strom im Landkreis aktuell erzeugt und verbraucht wird. Auch aus welchen Quellen die elektrische Energie produziert wird, ist ersichtlich. Die Daten aktualisieren sich im Viertelstundentakt.

Am Ende eines jeden Tages kann der Landkreis Bilanz ziehen: Wie grün war der Energiemix heute?

Informationsveranstaltungen zu aktuellen Energie- und Klimaschutzthemen

In Sachen Energiewende und Klimaschutz tut sich aktuell sehr viel. Es handelt sich um ein sehr dynamisches Themenfeld bei dem man leicht den Überblick verlieren kann. Damit dies nicht passiert und die Bürgerinnen und Bürger bei wichtigen Energie- und Klimaschutzthemen auf dem aktuellen Stand bleiben, bietet der Landkreis Würzburg Informationsabende hierzu an. So etwa auch zur Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (sog. Heizungsgesetz). Bei den Veranstaltungen besteht die Möglichkeit Fragen zu stellen und in den Austausch zu kommen. So wird die Kommunikation ermöglicht, die es für das Gelingen der Energiewende braucht. Die Bekanntgabe der Termine von Informationsveranstaltungen erfolgt auf der Website des Landkreises.

     

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Förderprogramme

Diese Organisationen beraten Sie zu aktuellen Förderprogrammen

für Privathaushalte

für Unternehmen

für Kommunen und Institutionen                                                 

   

Für eine erste Recherche nach Fördermöglichkeiten steht Ihnen zudem die frei zugängliche Förderdatenbank des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz zur Verfügung. Sie können dabei mittels Stichwortsuche und Filterfunktion aktuelle Förderprogramme des Bundes, der Länder und der EU auf Fördermöglichkeiten zu Ihrem Vorhaben durchsuchen. 

Förderung von Stecker-Solargeräten

Die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Würzburg hatten in den Jahren 2022 und 2023 die Möglichkeit einen Antrag auf Förderung für den Kauf eines Stecker- bzw. Balkonsolargerätes beim Landratsamt zu stellen. Der Landkreis übernahm dabei bei Vorliegen der Fördervoraussetzungen 50 Prozent der Bruttoanschaffungskosten bis zu einem Maximalbetrag von 200 € pro Anlage. Insgesamt rd. 330 Balkonkraftwerke konnten auf diese Weise bezuschusst werden.

Die Förderung wurde ins Leben gerufen, um den Bürgerinnen und Bürgern eine schnelle und vergleichsweise einfache Möglichkeit zu geben, Energie zum Eigenverbrauch erzeugen zu können und so zur Energiewende beizutragen. Mit dem Zuschuss sollte die Hemmschwelle zur Anschaffung eines Stecker- bzw. Balkonsolargerätes herabgesetzt werden.

Die Bürgerinnen und Bürger nutzen die Fördermöglichkeit sehr rege, es ging eine hohe Zahl an Förderanträgen ein und der Fördertopf war schnell ausgeschöpft. Im Jahr 2024 wurden keine Haushaltsmittel mehr für die Förderung bereitgestellt, nachdem die Umsatzsteuer auf Photovoltaikanlagen und damit auch auf Balkonkraftwerke seit 1. Januar 2023 entfallen ist und die Anschaffungskosten mittlerweile deutlich gesunken sind.

Aber auch ohne Förderung wird sich der Kauf und Betrieb eines Stecker- bzw. Balkonsolargerätes früher oder später lohnen. Durch die Erzeugung eines Teils des Strombedarfs in Eigenregie kann man etwas unabhängiger von den Strompreisen am Markt werden. Die Amortisationszeit eines Gerätes hängt von verschiedenen Faktoren wie der Entwicklung des Strompreises, der Platzierung des Gerätes usw. ab. Im »Infoblatt Balkonkraftwerke“ finden Sie eine Beispielberechnung dazu.

Weitere Informationen zu Stecker- bzw. Balkonsolargeräten finden Sie zudem auf den Seiten der Verbraucherzentrale

           

Weiterführende Informationen zu verschiedenen Themen