Hitzewelle in Mainfranken: Rettungsdienste werden verstärkt – Appell an die Bevölkerung zu Rücksichtnahme und Vorsicht
Die Vorhersagen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) für Mainfranken mit Temperaturen über 41 °C in den kommenden Tagen stellen eine erhebliche Belastung für die Bevölkerung und die Rettungsdienste dar. Das Bayerische Rote Kreuz, der Malteser Hilfsdienst, die Johanniter-Unfall-Hilfe und der RKT Rettungsdienst besetzen zusätzliche Rettungswagen und Krankentransportwagen, vorwiegend mit ehrenamtlichen Besatzungen, um das Einsatzaufkommen zu bewältigen. In der Integrierten Leitstelle Würzburg sind zusätzliche Disponenten eingeplant, um Notrufe entgegenzunehmen.
In den letzten Hitzetagen kam es in Stadt und Landkreis Würzburg bereits zu etwa doppelt so vielen Notfalleinsätzen wie an normalen Junitagen.
| Dienstag |
Mittwoch |
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| Landkreis Kitzingen | 8 |
9 |
| Landkreis Main-Spessart | 16 | 18 |
| Stadt und Landkreis Würzburg | 50 | 13 |
Häufige Einsatzgründe sind akute Kreislaufbeschwerden und unfallbedingte Verletzungen im Zusammenhang mit der großen Hitze. Der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Würzburg bittet die Bevölkerung eindringlich, die bekannten Hitzeregeln ernst zu nehmen und so weit wie möglich auf Aktivitäten im Freien zu verzichten. Auch für die am Samstag geplanten Kundgebungen und Versammlungen gilt: Bitte nur teilnehmen, wer die große Hitze körperlich verkraftet.
Dank an die Notärzte, Rettungsdienste und Feuerwehren
„Mein herzlichster Dank gilt allen Notärzten sowie den ehren- und hauptamtlichen Einsatzkräften der Rettungsdienste und Feuerwehren“, sagt ZRF-Vorsitzender und Landrat Thomas Eberth. „Ihr Einsatz unter extremen Bedingungen ist für die Sicherheit und Gesundheit unserer Bevölkerung unverzichtbar. Danke für das große Engagement und die Bereitschaft, in den nächsten Tagen zusätzliche Fahrzeuge zu besetzen.“
Der ZRF appelliert an die Bevölkerung und den Einzelhandel und bittet um Unterstützung: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rettungsdienstes würden sich an Hitzetagen sehr freuen, wenn ihnen in Warteschlangen im Einzelhandel, an Kassen oder Imbissständen kurzzeitig Vortritt gewährt würde. Diese kleine Geste ist ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung und trägt praktisch dazu bei, dass Einsatzkräfte schneller wieder für Notfälle verfügbar sind.
„Wir danken allen Einsatzkräften, den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie den Leitstellenmitarbeiterinnen und -mitarbeitern für ihre hohe Einsatzbereitschaft und rufen die Bevölkerung zur gegenseitigen Rücksichtnahme und Vorsicht bei großer Hitze auf“, sagt ZRF-Geschäftsleiter Paul Justice.