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08.07.2026

Klinikfusion nimmt weiter Gestalt an - Landkreise Kitzingen und Würzburg arbeiten intensiv an gemeinsamer Zukunftslösung

Die geplante Fusion der Main-Klinik Ochsenfurt und der Klinik Kitzinger Land schreitet weiter voran. Über den aktuellen Stand des gemeinsamen Projekts der Landkreise Kitzingen und Würzburg informierten Landrat Thomas Eberth, die beiden Geschäftsführer der Main-Klinik, Robert Scheller und Christian Schell, den Kreisausschuss des Landkreises Würzburg. Ziel bleibt es, die Fusion bis Mitte 2027 zu vollziehen und damit die Grundlage für eine langfristig leistungsfähige und wirtschaftlich tragfähige Krankenhaus- und Notfallversorgung in der Region zu schaffen.

„Seit 2025 haben wir die Arbeiten an der Fusion vorangetrieben und sind nach einer Pause diesen März mit noch größerer Intensität dran“, berichtete Robert Scheller. Der Zeitplan ist ambitioniert: Bis Ende 2026 sollen sämtliche erforderlichen Beschlüsse und vertraglichen Grundlagen vorliegen. Zum 1. Juli 2027 soll die Fusion rechtlich vollzogen werden. Christian Schell machte allerdings klar: „Wir werden zum 1.7.2027 noch keine fertigen Strukturen haben. Dann beginnen wir erst damit, die ausgearbeitete Planung umzusetzen.“

Landrat Thomas Eberth unterstrich die strategische Bedeutung des Vorhabens: „Die Fusion ist und bleibt der richtige Weg. Gemeinsam mit der Klinik Kitzinger Land schaffen wir die Voraussetzungen, die stationäre Gesundheitsversorgung in unserer Region langfristig zu sichern. Unser Ziel ist ein starkes gemeinsames Krankenhausunternehmen, das medizinische Qualität, wirtschaftliche Stabilität und Versorgungssicherheit für die Bevölkerung hier im ländlichen Raum miteinander verbindet.“

Projektpartner und Experten erarbeiten komplexes Vertragswerk

Derzeit bearbeiten die Projektpartner insgesamt 32 Handlungsfelder. Dazu zählen unter anderem die Entwicklung eines gemeinsamen medizinischen Konzepts, die Erarbeitung eines Finanzkonzepts, Perspektiven für künftige Investitionen und Baumaßnahmen, gemeinsame Führungsstrukturen, ein einheitlicher Markenauftritt mit gemeinsamer Kommunikation und Logo sowie die Ausgestaltung sämtlicher vertraglicher Regelungen. Parallel wird auch die zukünftige Struktur des Kommunalunternehmens des Landkreises Würzburg betrachtet. Denn die Main-Klinik Ochsenfurt soll im Zuge der Fusion als KU-Tochter organisatorisch aus den Strukturen des Landkreises Würzburg gelöst und in das gemeinsame Unternehmen überführt werden.

Begleitet wird der komplexe Fusionsprozess von einem erfahrenen Expertenteam. Die Projektsteuerung übernimmt die Unternehmensberatung Borchers & Kollegen aus Münster, die auf Veränderungsprozesse im Gesundheits- und Sozialwesen spezialisiert sind. Fachlich unterstützen außerdem die Unternehmensberatung für das Gesundheitswesen ZEQ, die Münchner Kanzlei Seufert Law sowie die Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Solidaris. Auf operativer Ebene steuern die Geschäftsführer der Main-Klinik Christian Schell und Robert Scheller, der stellvertretende Verwaltungsleiter Dr. Georg Sonnek sowie Klinik-Vorstand Dr. Uwe Pfeiffle und Vorstandsvorsitzender der Klinik Kitzinger Land, Thilo Penzhorn, den Prozess.

Ziel ist es nun, in vielen Abstimmungsterminen den weiteren Weg zu definieren. Auch die Zusammenarbeit mit den weiteren Kliniken und dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention steht auf der Agenda. Ein beauftragtes Strukturgutachten soll zusätzlich Klarheit über die Kliniklandschaft und die Gesundheitsversorgung in der Region geben

„Wir sind auf einem guten Weg, aber viele Antworten auf wichtige Fragen müssen noch erarbeitet werden, um in Belegschaft und Politik Klarheit zu geben“, so Landrat Thomas Eberth während der Kreisausschusssitzung.