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08.07.2026

Erste Hürde genommen: Bedarf für eine Radwegverbindung zwischen Kist und Gerchsheim bestätigt

Ein direkt verlaufender Radweg zwischen Kist und Gerchsheim ist ein lang gehegter Wunsch vor Ort. Im Juni 2026 stellte das Staatliche Bauamt Würzburg den örtlichen Kommunal- und Landesvertretern die Ergebnisse der erarbeiteten Bedarfsermittlung vor.

Zwischen Kist und Gerchsheim erstreckt sich ein ökologisch hochsensibler Raum, das Fauna-Flora-Habitat-Schutzgebiet Irtenberger und Guttenberger Forst. Dieses bringt besondere Anforderungen und naturschutzfachliche Hürden für Infrastrukturprojekte mit sich. Um die Notwendigkeit einer Radwegverbindung für eine spätere Genehmigung zu belegen, wurde der verkehrliche Bedarf durch ein Fachbüro anhand einer Potenzialabschätzung ermittelt. Die Ergebnisse dieser Untersuchung weisen belastbar nach, dass ausreichend viele Radfahrende die Verbindung nutzen würden. Die in die Erarbeitung eingebundenen Vertreter der beteiligten Kommunen, der Landtagsabgeordnete Björn Jungbauer sowie der Landkreis Würzburg zeigten sich über die vorgestellten Ergebnisse sichtlich erfreut.

„Die Machbarkeitsstudie zeigt deutlich, dass dieser Radweg benötigt wird. Lassen Sie uns das Projekt gemeinsam anpacken und konsequent vorantreiben“, so Kists Bürgermeister Michael Englert. Großrinderfelds Bürgermeister Johannes Leibold zeigte sich erfreut über das gemeinsame Ziel, „den Lückenschluss zwischen Bayern und Baden-Württemberg zu realisieren.“

Rico Neubert, Leiter des Fachbereichs Regionalmanagement, Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung am Landratsamt in Würzburg, und Kleinrinderfelds Bürgermeister Harald Engbrecht waren sich einig: „Das Projekt ist auf einem guten Weg, um für die Menschen in der Region einen echten Mehrwert, mehr Sicherheit und Attraktivität zu bieten.“ Daniel Philipp, Leiter des Fachbereichs Straßenbau am Staatlichen Bauamt Würzburg, sieht hierzu einen wichtigen Meilenstein erreicht: „Mit der Bestätigung des Bedarfs ist eine sichere Grundlage für die weiteren Planungsschritte geschaffen.“

Für den Herbst 2026 plant das Staatliche Bauamt Würzburg einen umfassenden Abstimmungstermin mit Fachbehörden, Interessenverbänden sowie den beteiligten Kommunen, damit diese frühzeitig und unmittelbar in die Planung eingebunden werden. Parallel dazu steht die Straßenbaubehörde in engem Austausch mit Baden-Württemberg, um eine durchgängige, länderübergreifende Radwegverbindung zwischen Würzburg und Tauberbischofsheim zu ermöglichen. Dabei ist allen Beteiligten bewusst, dass noch einige Hürden zu überwinden sind. „Der klare Arbeitsauftrag zur Realisierung des Radwegs im sensiblen Naturraum kann nur gemeinsam durch ein zielgerichtetes und kooperatives Vorgehen aller Behörden vorangetrieben werden“, stellt Abgeordneter Björn Jungbauer fest.

Dies ist eine Pressemitteilung des Staatlichen Bauamts Würzburg