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21.07.2026

Landkreis Würzburg will Geburtshilfe-Defizit am Klinikum Würzburg Mitte auch in den kommenden Jahren mittragen

Der Landkreis Würzburg schickt ein wichtiges Signal in Richtung des Klinikums Würzburg Mitte (KWM): In einem einstimmigen Beschluss hat der Kreistag die grundsätzliche Bereitschaft erklärt, ein mögliches Defizit der Geburtenabteilung auch 2027 und in den darauffolgenden Jahren anteilig auszugleichen. „Der Landkreis Würzburg will dem Klinikum Würzburg Mitte damit ein Stück Planungssicherheit geben und den Betrieb der Geburtshilfe zum Wohl der Familien in der Region auch in den kommenden Jahren sicherstellen“, freute sich Landrat Thomas Eberth über den Beschluss.

Erst im Dezember 2025 hatte der Kreistag entschieden, dem KWM für das Jahr 2026 einen Zuschuss zum Ausgleich des Defizits zu gewähren. Gemessen an den Geburtenzahlen trägt der Landkreis Würzburg einen Anteil von 530.000 Euro.

Zusammen mit der Stadt Würzburg und dem Landkreis Main-Spessart ist der Landkreis Würzburg damit der Bitte der Klinikgeschäftsleitung nachgekommen, das Defizit der Geburtshilfe mitzutragen. Die Abteilung der früheren Missioklinik ist seit Jahren strukturell unterfinanziert. Die roten Zahlen in Millionenhöhe ergeben sich nach Angeben der Klinikgeschäftsleitung vor allem aus der Bereitstellung des ärztlichen Dienstes der Geburtenabteilung. Die Stiftung Juliusspital ist zu 98 Prozent Trägerin des Krankenhauses und gemäß ihrer Satzung zum Betrieb des Krankenhauses verpflichtet – nicht jedoch einer Geburtenstation. Um den Zweck weiterhin erfüllen zu können, hatte die Stiftung als letztes Mittel sogar die Schließung der Geburtshilfe nicht mehr ausgeschlossen.