Rosa Behon ist die neue Behindertenbeauftragte des Landkreises Würzburg und wird Nachfolgerin von Ernst Joßberger
Rosa Behon heißt die neue Behindertenbeauftragte des Landkreises Würzburg. Die 62-jährige Kreisrätin (CSU) wurde in der konstituierenden Sitzung von der Mehrheit des Kreistags mit der ehrenamtlichen Aufgabe betraut und folgt in dieser Funktion auf Ernst Joßberger (Freien Wähler/Unabhängige Wählergemeinschaft), der das Amt 2018 von der verstorbenen Kreisrätin und stellvertretenden Landrätin Elisabeth Schäfer übernommen hatte. „Ich möchte Brücken bauen zwischen Betroffenen und Ämtern und den entscheidenden Schritt gehen in Richtung einer noch inklusiveren Gesellschaft im Landkreis Würzburg“, betonte Rosa Behon.
Rosa Behon lebt im Ochsenfurter Stadtteil Hopferstadt und wurde 2026 bereits in ihre dritte Amtsperiode als Kreisrätin gewählt. Darüber hinaus übernimmt die gelernte Bankkauffrau seit Jahren als Stadträtin, Sport- und Kulturreferentin und zweite Bürgermeisterin der Stadt Ochsenfurt sowie als Bezirksrätin im Bezirkstag Unterfranken kommunalpolitische Verantwortung.
Landrat Thomas Eberth gratulierte Rosa Behon zu ihrem wichtigen Amt und wünschte ihr viel Erfolg für die anstehenden Aufgaben. „In der Nachfolge von Elisabeth Schäfer und Ernst Joßberger gilt es, Inklusion im Landkreis Würzburg konsequent weiter voranzubringen, den Begriff mit Leben zu füllen und Barrieren auch in den Köpfen abzubauen“, so Landrat Eberth, der sich bei Rosa Behon für deren Bereitschaft bedankte, das Amt der Behindertenbeauftragten zu übernehmen.
Die Behindertenbeauftragte: Beraterin und Fürsprecherin für Betroffene
Die Behindertenbeauftragte des Landkreises ist ehrenamtlich tätig und fungiert als Ansprechpartnerin für Betroffene, die 52 Städte und Gemeinden des Landkreises sowie die dortigen gemeindlichen Behindertenbeauftragen. Im Sinne der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen und des Bayerischen Behindertengleichstellungsgesetzes setzt sie sich für die Belange von Menschen mit körperlichen, geistigen und seelischen Einschränkungen ein.
Um die Barrierefreiheit und Inklusion konkret zu fördern, pflegt sie ein breites Netzwerk mit Verbänden, Organisationen und Behörden, wobei sie unter anderem beratend bei kommunalen Bauvorhaben hinzugezogen wird. In Kooperation mit dem Büro für Chancengleichheit am Landratsamt Würzburg bringt sich die Behindertenbeauftragte außerdem bei der Umsetzung des Aktionsplans Inklusion ein.
Die Tätigkeit der Behindertenbeauftragten hat zum Ziel, bestehende Benachteiligungen von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft abzubauen, künftige Einschränkungen zu verhindern und so ausnahmslos allen Menschen eine gleichberechtigte Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.