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22.05.2026

Einfachere Verfahren für Bauherren und Kommunen: Fachtagung zum neuen Denkmalschutzgesetz am Landratsamt Würzburg

Mit der Novellierung des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes will der Freistaat Bayern Denkmalschutz, Klimaschutz und moderne Nutzung besser miteinander verbinden. Welche konkreten Auswirkungen die Änderungen für Städte und Gemeinden haben, stand deshalb auf der Agenda einer Fachtagung der Unteren Denkmalschutzbehörde am Landratsamt Würzburg.

Im Fokus stand dabei vor allem der Gedanke der Entbürokratisierung durch die Einführung neuer gesetzlicher Erlaubnisfreiheiten, etwa bei Baderneuerungen oder Arbeiten an Leitungen. Zudem wurde der Begriff des Bodendenkmals als im Untergrund verborgener Nachweis menschlichen Lebens konkretisiert. Damit sind neben klassischen archäologischen Funden wie Mauern oder Gräbern ausdrücklich auch menschliche Überreste inbegriffen – und damit ein Stück mehr Rechtssicherheit für Behörden und Grundstückseigentümer gegeben. Mit der Einführung möglicher Denkmalpflegewerke sollen zudem komplexe und umfassende Instandsetzungsmaßnahmen für Eigentümer verlässlicher und vorausschauender geplant werden können. Gleichzeitig soll der Schutz historisch bedeutender Bauwerke und Bodendenkmäler weiterhin gewährleistet bleiben.

An der hybrid angebotenen Veranstaltung nahmen zahlreiche Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Vertreterinnen und Vertreter des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege, Kreisheimatpfleger sowie Mitarbeitende aus den Gemeinden des Landkreises Würzburg teil. Neben Fachvorträgen standen auch die Themen Innenentwicklung und Erstbauberatung sowie der sogenannte Bau-Turbo auf der Agenda. Landrat Thomas Eberth begrüßte die Anwesenden zu Beginn der Veranstaltung.

In einer Diskussionsrunde konnten Fragen aus dem Teilnehmerkreis vor Ort und online direkt mit den Fachreferentinnen und -referenten der Unteren Denkmalschutzbehörde sowie des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege erörtert werden. Ziel der Tagung war es, die Kommunen frühzeitig über die Neuerungen zu informieren und den Austausch zur praktischen Umsetzung zu fördern.

„Die Innenentwicklung und der sinnvolle Umgang mit historischer Bausubstanz ist für uns nach wie vor ein wichtiger Baustein für die nachhaltige Entwicklung unseres Landkreises“, betont der Landrat Thomas Eberth. „Wir wollen daher die Bauherren und unsere Partner in den Landkreisgemeinden weiter bestmöglich bei ihren Vorhaben unterstützen.“