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29.05.2026

Statement von Landrat Thomas Eberth zum Versorgungsbericht des Instituts der deutschen Wirtschaft: »Ländlicher Raum ist lebenswert!«

Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) veröffentlichte kürzlich eine Grafik zur Versorgungslandschaft Unterfranken. Demnach weisen die Gemeinden Bütthard, Sonderhofen, Riedenheim, Gelchsheim und Tauberrettersheim im südlichen Landkreis Würzburg eine punktuelle Unterversorgung in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Mobilität, Freizeit und Digitalisierung auf. Damit wird die Versorgungslage dort als sehr schlecht bewertet.

Landrat Thomas Eberth kann diese Einordnung nicht nachvollziehen, er betont, dass sie nicht der Lebenssituation vor Ort entspricht: „Die Infrastruktur im ländlichen Raum unterscheidet sich natürlich deutlich vom Würzburger Speckgürtel, aber auch dort werden speziell für die im ländlichen Raum gelegenen – oft kleinen – Gemeinden funktionierende und maßgeschneiderte Lösungen gefunden.“ Außerdem werden wichtige Faktoren wie Dorfgemeinschaft, Zusammenhalt, Identität und Ehrenamt nicht gewertet. „Das sind oftmals wichtigere Faktoren als eine reine Versorgung mit Dienstleistungen. Der ländliche Raum ist trotz mancher Einschränkungen lebenswert“, ist Eberth überzeugt.

Zur Mobilität mit öffentlichen Verkehrsmitteln verweist der Landrat beispielsweise auf den Rufbus CallHeinz: „Bedarfsgerecht buchbar, flexibel nutzbar – eine zukunftsfeste Mobilität vor Ort, unabhängig vom eigenen Auto.“ Auch die Gesundheitsvorsorge ist für den südlichen Landkreis gewährleistet, denn die Main-Klinik Ochsenfurt ist aus den genannten Gemeinden in rund 20 Minuten erreichbar.

Gemeinsam mit Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern arbeitet der Landkreis Würzburg zudem daran, den ländlichen Raum kontinuierlich zu stärken, Leerstände wiederzubeleben und Potenziale für eine Ansiedlung von Wirtschaftsbetrieben zu nutzen.

„Es ist mir wichtig, festzustellen, dass sich im ländlichen Raum Lebensträume verwirklichen lassen. Eine enorme Vielfalt in der Nachbarschaftshilfe und ehrenamtliches Engagement in den Vereinen machen kleine Gemeinden lebens- und liebenswert. Und niedrige Kriminalitätsraten sorgen für ein sicheres Wohn- und Lebensgefühl für alle Generationen“, so Eberth.

Mit einem Augenzwinkern ergänzt der Landrat: „Auch der Irtenberger Wald erscheint übrigens in der IW-Grafik als schlecht versorgt – speziell in den Rubriken Digitalisierung und Freizeit. Das unterstreicht aus meiner Sicht, dass der Bericht nicht die gesamte Lebenswirklichkeit widerspiegelt.“

Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, welch vielfältige Angebote im Landkreis Würzburg genutzt werden können – von Bauen und Wohnen über Freizeit und Naherholung bis hin zu Gesundheit, Kultur und Mobilität, kann sich auf der interaktiven Vianovis-Karte auf der Landkreis-Webseite informieren.