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»Es geht um die Menschen, die hinter den Gärten stehen« - Gelungener Auftakt zum Tag der offenen Gartentür am 14. Juni

Blasmusik erfüllte den Garten, Besucherinnen und Besucher schlenderten zwischen Rosen, Stauden und Skulpturen. Im Garten von Barbara und Tiemo Grimm in der Veitshöchheimer Hofellernstraße stimmten Landrat Thomas Eberth, die Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege Jessica Tokarek sowie die Uettinger Dorfmusikanten und die Schülerkapelle der Aalbachtaler auf den Tag der offenen Gartentür 2026 ein. Mit der Veranstaltung warben der Landkreis Würzburg und der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege zwei Wochen vor dem Aktionstag für die Vielfalt der Gartenkultur im Landkreis.

Gastgeber Tiemo Grimm nahm die Gäste mit auf eine Zeitreise durch mehr als vier Jahrzehnte Gartengeschichte. Anfang der 1980er Jahre kam er beruflich nach Würzburg und suchte gemeinsam mit seiner Familie ein Grundstück mit Weitblick. Fündig wurde er auf einem ehemaligen Weinberg in Veitshöchheim. Aus dem zunächst als Familien- und Nutzgarten angelegten Hanggrundstück mit Spielbereichen für die sechs Kinder entwickelte sich im Laufe der Jahre eine vielfältige Gartenlandschaft. Nach dem Auszug der Kinder entstanden neue Gartenräume, ein Wintergarten sowie eine Werkstatt für die Keramikarbeiten von Barbara Grimm. Heute prägen Staudenbeete und kunstvolle Skulpturen das Bild.

Eine besondere Rolle spielen dabei die Rosen. Grimms Mutter war eine international renommierte Rosenspezialistin. Ihr zu Ehren habe der belgische Rosenzüchter Louis Lens die weiße Strauchrose „Hedi Grimm“ benannt.

Gärten erzählen Lebensgeschichten

Genau solche Geschichten machen für Jessica Tokarek den besonderen Reiz des Tags der offenen Gartentür aus. „Es geht im Kern um den Menschen, der dahintersteht“, betonte die Kreisfachberaterin. Jeder Garten erzähle eine Lebensgeschichte. Veränderungen im Leben spiegelten sich oft unmittelbar in der Gartengestaltung wider: Aus Spielflächen würden Staudenbeete, aus Nutzgärten Ausstellungsflächen und aus Ideen neue Projekte. Besonders wertvoll sei der persönliche Austausch zwischen Besucherinnen und Besuchern sowie den Gartenbesitzern. Hier würden Erfahrungen, Tipps und manchmal sogar Pflanzen weitergegeben. Gerade diese Begegnungen machten den Aktionstag so besonders.

Auch Landrat Thomas Eberth hob die Bedeutung der Veranstaltung hervor. Es sei etwas Besonderes, den eigenen Garten – einen ganz persönlichen Rückzugs- und Wohlfühlort – für andere Menschen zu öffnen und Einblicke zu gewähren. Der Garten sei ein Ort, der Kraft spende und an dem Menschen Wurzeln schlagen könnten. Der Tag der offenen Gartentür sei deshalb vor allem ein Tag des Zusammenkommens, des Austauschs unter Gartenliebhabern und des gegenseitigen Lernens. Von diesen Begegnungen profitierten letztlich alle Beteiligten.

Tag der Gartentür am 14. Juni: Der Eintritt ist frei

Am Sonntag, 14. Juni 2026, öffnen von 10 bis 17 Uhr zahlreiche weitere private und gemeinschaftlich gestaltete Gärten ihre Pforten und gewähren spannende Einblicke in ganz unterschiedliche Gartenwelten. Der Eintritt ist frei.

Der Landkreis Würzburg und der Kreisverband für Gartenbau und Landespflege laden alle Interessierten ein, die Vielfalt der regionalen Gartenkultur kennenzulernen und die Menschen hinter den Gärten zu entdecken. Die Programmbroschüre ist online unter www.landkreis-wuerzburg.de/Kreisfachberatung-Gartenkultur-Landespflege zu finden.

Folgende Orte können besichtigt werden:

  • In Erlabrunn öffnet der Obst- und Gartenbauverein den Gemeinschaftsgarten „Dein-Mein-Garten“ an den Kleingärten am Mainradweg sowie den „Ewigen Garten“ nördlich der Tennisplätze, ein naturnaher Garten mit regionalen Trockenstandortpflanzen.

  • In Gaukönigshofen sind gleich mehrere Gärten zu erleben: Ulrich und Sonja Dürr (Hauptstraße 9) zeigen einen großzügigen Familiengarten mit Wellnessbereich, Beate Endres (Am Eichenpfad 23) einen naturnahen Senkgarten mit vielen Insektenlebensräumen und Martina und Wolfgang Höfner (Mühlstraße 19a) einen außergewöhnlichen Garten mit Mammutbäumen und Teichlandschaft.

  • In Gerbrunn öffnet Susanne Kababgi (Sieboldstraße 3) einen vielseitigen Garten mit Teich, Tierhaltung und künstlerischem Atelier.

  • In Giebelstadt-Sulzdorf lädt Wibke Salomon-Karl (Vogelstraße 10) in einen über Jahrzehnte gewachsenen, naturnahen Garten ein.

  • Der Benediktushof in Holzkirchen (Klosterstraße 10) bietet einen Zen- und Klostergarten als Ort der Stille und Meditation.

  • In Kürnach zeigt der Garten von L. B.-Meyer und J. Treutlein (Am Trieb 18) eine kompakte, strukturierte Gartenanlage mit Teich und Pavillon.

  • In Neubrunn öffnen Susanne und Johannes Fersch (Triebsweg 2) einen zertifizierten Naturgarten mit besonderem Fokus auf Biodiversität und nachhaltige Bewirtschaftung.

  • In Veitshöchheim präsentieren Barbara und Tiemo Grimm (Hofellernstraße 28) einen kunstvollen Stauden- und Rosengarten mit selbstgefertigter Keramik.

  • In Würzburg-Heidingsfeld ist der Klostergarten der Armen Schulschwestern (Klosterstraße 23) zu besichtigen, der Obst- und Gemüseanbau mit ruhigen, meditativen Bereichen verbindet.

  • In Zell am Main öffnet der Kräutergarten der Oberzeller Franziskanerinnen (Kloster Oberzell 1), ein traditionsreicher Heilpflanzengarten mit über 70 Heilpflanzen.
01.06.2026