Würzburg und Olomouc musizieren gemeinsam beim Sinfonieorchester der Sing- und Musikschule Würzburg und pflegen den Austausch der Partnerregionen
Mit einem eindrucksvollen Konzert ist die Sing- und Musikschule Würzburg ins neue Jahr gestartet. Der symphonische Jahresauftakt mit dem großen Sinfonieorchester der Musikschule im Großen Saal der Hochschule für Musik Würzburg war gut besucht und begeisterte das Publikum. Den Konzertabend eröffneten Oberbürgermeister Martin Heilig und Landrat Thomas Eberth, die gemeinsam die Verantwortung für den Zweckverband der Sing- und Musikschule Würzburg tragen.
Oberbürgermeister Heilig betonte in seinem Grußwort die große Bedeutung kultureller Bildung. „Gerade in schwierigen finanziellen Zeiten ist es wichtig, diese Angebote nicht in Frage zu stellen. Kulturelle Bildung ist keine Nebensache, sondern eine Investition in die Zukunft junger Menschen und in den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Arbeit der Sing- und Musikschule Würzburg leistet hierzu einen unverzichtbaren Beitrag“, so Heilig. Landrat Thomas Eberth freute sich besonders über die Anwesenheit junger Musikerinnen und Musiker aus Tschechien: „Die Kooperation mit der Partnerregion Olomouc zeigt eindrucksvoll, wie Musik und kulturelle Bildung Brücken über Grenzen hinweg bauen können. Das gemeinsame Musizieren stellt eine Form gelebter Verständigung dar.“
Musikalische Delegation aus Olomouc
Die internationale Zusammenarbeit wurde im Konzert unmittelbar erlebbar. Eine Delegation der Musik- und Kunstschule Jeseník war mit dem Leiter Tomas Uhlir nach Würzburg gereist. Sieben tschechische Musikschüler spielten mit dem Würzburger Sinfonieorchester der Sing- und Musikschule. Nach vorbereitenden Proben an den jeweiligen Standorten reichte ein gemeinsamer Probentag, um beide Ensembles zusammenzuführen. Die musikalische Leitung lag bei Magda Kozakiewicz. Sie dirigierte das Orchester, das sich mit rund 60 Musikern als geschlossene und klangstarke Einheit präsentierte.
Das Programm des Jahresauftakts verband unterschiedliche musikalische Charaktere: Mozarts Sinfonie Nr. 40 g-Moll eröffnete den Abend, gefolgt von Dvořáks Slawischen Tänzen mit ihrer tänzerischen Energie und böhmischen Klangfarbe. Mit Smetanas „Die Moldau“ erlebte das Publikum einen emotionalen Höhepunkt. Den schwungvollen Abschluss bildete der Radetzky-Marsch von Johann Strauss Vater, bei dem das Publikum begeistert mitklatschte.
Es dankte den Musikerinnen und Musikern mit langanhaltendem Applaus und großer Anerkennung. Das Konzert zeigte eindrucksvoll, welche musikalische Qualität, pädagogische Arbeit und internationale Kooperation an der Sing- und Musikschule Würzburg möglich sind – und dass kulturelle Bildung Menschen verbindet, über Grenzen hinweg.