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09.10.2026

Betreuungsstelle des Landkreises Würzburg berät während der bayerischen Demenzwoche zu den Themen Vorsorge und Selbstbestimmung im Alter

[Menschen mit Demenz verlieren nach und nach die Fähigkeit, für sich selbst zu sorgen. Mit dem Nachlassen von Gedächtnis, Orientierung und Urteilsvermögen sind sie zunehmend auf die Hilfe von Angehörigen oder anderen Vertrauenspersonen angewiesen.

Eine zentrale Frage lautet also: Wie können Betroffene trotz ihrer Erkrankung möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben führen? Und welche Möglichkeiten der Vorsorge haben Demenzkranke und deren Angehörige, um mit Veränderungen der Lebenssituation umzugehen? Antworten zu diesen und vielen weiteren Fragen fanden Besucherinnen und Besucher unter anderem beim Team der Betreuungsstelle des Landkreises Würzburg, das sich im Rahmen der bayerischen Demenzwoche in der Stadtbücherei Würzburg präsentierte.

Früh kümmern, um Sorgen zu mindern

Sich frühzeitig zu kümmern, ist laut Julia Klingert und Manfred Kothe eine der wichtigsten Regeln im Umgang mit einer Demenzerkrankung. Angehörige oder eine andere vertraute Person können mit einer Vorsorgevollmacht in bestimmten Bereichen im Sinne der Erkrankten entscheiden, etwa bei Arztbesuchen, den Finanzen, Behördengängen oder Versicherungsangelegenheiten. Ist die betroffene Person aufgrund ihrer Erkrankung nicht mehr in der Lage, die Bedeutung und Tragweite der Vollmacht zu verstehen, ist eine wirksame Erteilung nicht mehr möglich. Eine frühzeitig erteilte Vorsorgevollmacht kann als Rückfallebene schon einen großen Beitrag zum Sicherheitsgefühl von Demenzerkrankten und deren Umfeld leisten.

Mit einer Betreuungsverfügung können Erkrankte darüber hinaus frühzeitig festlegen, wer im Bedarfsfall als rechtlicher Betreuer eingesetzt werden soll. Wenn aus dem Umfeld keine Person für eine umfassende Vorsorgevollmacht in Frage kommt oder zur Verfügung steht und eine rechtliche Betreuung erforderlich wird, kann ein vom Betreuungsgericht beaufsichtigter Betreuer bestellt werden.

Kontakt zur Betreuungsstelle des Landkreises Würzburg

Das Team der Betreuungsstelle informiert Bürgerinnen und Bürger über Vorsorgevollmachten und beglaubigt diese auch auf Wunsch. Zudem steht es mit Fachwissen hinsichtlich betreuungsvermeidender Hilfen zur Seite und wirkt als Fachbehörde zudem in gerichtlichen Betreuungsverfahren mit. Die Betreuungsstelle des Landkreises Würzburg ist telefonisch unter 0931 8003-5772 sowie per E-Mail unter betreuungsstelle@lra-wue.bayern.de erreichbar. Weitere Informationen sind unter www.landkreis-wuerzburg.de/betreuungsstelle zu finden.