Hilfe suchen - nicht erst, wenn es zu spät ist: Das war der Infotag zur seelischen Gesundheit in Ochsenfurt
Menschen, die eine seelische Last tragen, werden mit ihren Problemen nicht alleine gelassen. So lautete die Kernbotschaft, die Joachim Lazarek und Lisa Haberstock aus dem Gesundheitsamt Würzburg den Besucherinnen und Besuchern des Infoabends zum Thema seelische Gesundheit im Bürgerhaus Ochsenfurt mit auf den Weg gaben. „Viele Menschen sind von einer seelischen Belastung oder psychischen Erkrankung betroffen. Das sind keine Randthemen“, sagt Haberstock. „Im Raum Ochsenfurt gibt es einige Hilfs- und Beratungsangebote. Wichtig ist, dass Betroffene davon erfahren und dadurch wissen, wo sie bei Bedarf Hilfe finden können.“
Im Rahmen der Woche der seelischen Gesundheit gaben die Volkshochschule Würzburg und das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg Betroffenen, Angehörigen sowie Fachkräften die Möglichkeit, die regionalen Beratungs- und Unterstützungsangebote kennenzulernen. Die Aktionswoche im Oktober findet jährlich rund um den Welttag der psychischen Gesundheit am 10. Oktober statt. Ziel ist es, das Bewusstsein für psychische Erkrankungen zu stärken, Vorurteile abzubauen und Menschen zu ermutigen, frühzeitig Unterstützung und Präventionsangebote in Anspruch zu nehmen.
Ein starkes Netzwerk bietet professionelle Begleitung und Beratung
Elfriede Denk und Corinna Grubert von der Diakonie Würzburg stellten ihre Arbeit in der Beratungsstelle für seelische und soziale Gesundheit Ochsenfurt vor. Welche Hilfen Menschen mit mentalen oder körperlichen Einschränkungen bei der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung erhalten können, erfuhren die Besucherinnen und Besucher von Barbara Noll. Joachim Lazarek und Lisa Haberstock sprachen über die Angebote der psychosozialen Beratung des Gesundheitsamts für Stadt und Landkreis Würzburg. Karolina Kielin stellte den Hilfekompass der Smarten Region Würzburg vor.
Die Woche der seelischen Gesundheit wird seit 2006 vom Aktionsbündnis Seelische Gesundheit unter der Trägerschaft der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde organisiert. Das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg beteiligt sich als einer von mehr als 190 Netzwerkpartnern an der Aktion mit Informationsveranstaltungen und Fachvorträgen. Die psychosoziale Beratung am Gesundheitsamt steht Betroffenen darüber hinaus telefonisch unter 0931 8003-5950 oder per E-Mail unter psychosoziale-beratung@lra-wue.bayern.de zur Verfügung.