Staatliche Auszeichnungen für 25, 40 und 50 Jahre Engagement im Ehrenamt: Landrat Thomas Eberth würdigt Mitglieder von Hilfsorganisationen im Landkreis Würzburg
Seit Jahrzehnten für andere da sein, Verantwortung übernehmen und im entscheidenden Moment helfen: Für diesen besonderen Einsatz ehrte der Landkreis Würzburg bei seinem jährlichen Ehrenabend insgesamt 17 Mitglieder von Hilfsorganisationen. Landrat Thomas Eberth zeichnete im Auftrag des Bayerischen Innenministers Joachim Herrmann langjährig Engagierte des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), des Malteser Hilfsdienstes und der Johanniter-Unfallhilfe für 25, 40 und 50 Jahre aktiven Dienst aus.
In seiner Ansprache würdigte Eberth sie als wichtige Stützen der Gesellschaft. „Wer sich über Jahrzehnte hinweg für andere starkmacht, schenkt nicht nur Hilfe in schwierigen Situationen, sondern auch Vertrauen und Zuversicht. Dieser Einsatz verdient unseren höchsten Respekt und unsere aufrichtige Anerkennung“, betonte der Landrat. Der Ehrenabend sei neben der Würdigung der Verdienste auch eine Gelegenheit für Begegnung und Austausch unter Menschen, die sich mit großer Überzeugung um ihre Mitmenschen kümmern.
Persönliche Einblicke in das Ehrenamt
Die langjährige Tätigkeit vieler Geehrter reicht über den unmittelbaren Einsatz hinaus: Als Ausbilder, Betreuer und Ansprechpartner geben sie ihre Erfahrungen weiter und prägen das Miteinander in den Städten und Gemeinden.
Bei Helga Neubauer beispielsweise vereinten sich darüber hinaus Tatkraft, Fachwissen und Vielseitigkeit. Als Rettungssanitäterin, Bootsführerin und Ausbilderin im Schwimmen und Tauchen leistete sie in 50 Jahren bei der Wasserwacht Veitshöchheim Außergewöhnliches. Bis heute sorgt sie nicht nur für die Sicherheit ihrer Mitmenschen, sondern befähigt auch nachfolgende Generationen, Menschen in Not zu helfen.
Auch Rüdiger Ehrhardt engagiert sich mit großer Hingabe für die Gesellschaft. Als Zivildienstleistender begann er sein Engagement bei der Johanniter-Unfallhilfe in Würzburg. 40 Jahre später ist er den Johannitern noch immer treu. Zunächst brachte er sich mit großem Engagement hauptberuflich unter anderem als Leiter des Sanitätswachdienstes und im Bereich der Stressbewältigung für Einsatzkräfte ein. Doch selbst nach dem beruflichen Wechsel an das Universitätsklinikum Würzburg unterstützte er den Rettungsdienst rund um die Uhr als ehrenamtlicher Fahrer des Notarztfahrzeugs.
Dank gilt Geehrten und deren Familien
Ehrhardts Einsatz trägt zudem besondere Früchte: Seine Tochter und sein Neffe eifern ihm inzwischen nach und engagieren sich aktiv im Rettungsdienst sowie im Bevölkerungsschutz der Johanniter. Landrat Thomas Eberth dankte in diesem Zusammenhang ausdrücklich auch den Familien der Geehrten. Partnerinnen, Partner und Angehörige trügen das Engagement häufig mit und verzichteten dafür auf gemeinsame Zeit. Ihre Unterstützung sei ein wichtiger Rückhalt für ein Ehrenamt, das sich oft über viele Jahrzehnte erstrecke.
Zum Abschluss stellte Landrat Thomas Eberth fest: „Diese Menschen verschreiben sich über 25, 40 oder sogar 50 Jahre hinweg einer Idee: Sie wollen ihren Mitmenschen helfen. Verantwortung für andere zu übernehmen, ist alles andere als selbstverständlich. Die Geehrten schenken unserer Gesellschaft Zeit, Kraft und Menschlichkeit. Sie zeigen, was möglich ist, wenn Menschen füreinander einstehen. Dafür gebührt ihnen unser aufrichtiger Dank.“
Für 50 Jahre ehrenamtliches Engagement wurden geehrt:
- Helga Neubauer, BRK
- Martin Roth, BRK
- Bruno Schmierer, BRK
- Klaus Schnapp, BRK
- Erwin Schneider, BRK
- Benedikt Bayer, Malteser Hilfsdienst
- Thomas Völker, Malteser Hilfsdienst
Für 40 Jahre ehrenamtliches Engagement wurden geehrt:
- Thomas Bäumel, BRK
- Rüdiger Ehrhardt, Johanniter-Unfallhilfe
Für 25 Jahre ehrenamtliches Engagement wurden geehrt:
- Joachim Kramosch, BRK
- Manuel Lehrieder, BRK
- Renate Meinert, BRK
- Dr. Thomas Ringlein, BRK
- Fabian Hench, Johanniter-Unfallhilfe
- Katja Keller, Johanniter-Unfallhilfe
- Stephan Keller, Johanniter-Unfallhilfe
- Thomas Silbermann, Johanniter-Unfallhilfe