Was die Landkreise Würzburg und Schmalkalden-Meiningen voneinander lernen können: Landrat Thomas Eberth empfängt Amtskollegin Peggy Greiser
Personal finden und entwickeln, kommunale Haushalte unter schwierigen Bedingungen steuern, Bürokratie bewältigen und Verwaltungshandeln für die Menschen verständlich machen: Viele Herausforderungen beschäftigen Landkreise unabhängig davon, in welchem Bundesland sie liegen.
Wie unterschiedlich die Lösungswege sein können und was sich voneinander lernen lässt, darüber tauschte sich Landrat Thomas Eberth mit seiner Amtskollegin Peggy Greiser aus dem thüringischen Landkreis Schmalkalden-Meiningen aus. Zweieinhalb Stunden war die Landrätin zu Gast im Landratsamt Würzburg.
Zusammen mit den Geschäftsbereichsleitern des Landratsamts Würzburg und Daniel Klee, Leiter der Stabsstelle Kreisentwicklung im Landkreis Schmalkalden-Meiningen, sprachen Eberth und Greiser über die Strukturen und Arbeitsweisen ihrer Verwaltungen. Themen waren unter anderem Personalgewinnung, die finanzielle Situation der Kommunen sowie Bürokratie und Verwaltungsverfahren. Auch die Zukunft der Krankenhausversorgung und aktuelle Fragen der Kreispolitik kamen zur Sprache.
Die unterschiedlichen Rahmenbedingungen in Bayern und Thüringen ermöglichten interessante Einblicke in die Herangehensweise des jeweils anderen Landkreises. „Viele Themen beschäftigen uns in Würzburg genauso wie die Kolleginnen und Kollegen in Schmalkalden-Meiningen. Daher ist es hilfreich, über die eigene Verwaltung hinauszuschauen und zu erfahren, welche Lösungen andernorts gefunden werden“, sagte Landrat Thomas Eberth.
Verwaltung verständlich machen und im Austausch bleiben
Bei aller Vielfalt der Themen rückte im Gespräch immer wieder eine grundsätzliche Frage in den Mittelpunkt: Wie kann Verwaltung ihre Entscheidungen so vermitteln, dass sie für die Menschen nachvollziehbar bleiben? „Wie bekommen wir es wieder hin, dass unser Handeln von den Bürgerinnen und Bürgern verstanden wird?“, sagte Eberth. Gerade bei komplexen Verwaltungsverfahren oder Bauprojekten komme es darauf an, Hintergründe, Abläufe und Entscheidungen transparent darzustellen.
Bei diesem Treffen soll es nicht bleiben. Thomas Eberth und Peggy Greiser vereinbarten, auch künftig miteinander im Gespräch zu bleiben und die gegenseitigen Besuche fortzusetzen. Eberth stellte dabei in Aussicht, eine größere Delegation aus Schmalkalden-Meiningen im Landkreis Würzburg zu empfangen. Bei einer gemeinsamen Tour könnten die Gäste verschiedene kommunale Aufgaben und Einrichtungen vor Ort kennenlernen – etwa im Bereich der Abfallwirtschaft.