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Olomouc (Olmütz) in Tschechien

Die Region Olomouc erstreckt sich über fünf Bezirke (Prostějov, Olomouc, Přerov, Šumperk und Jeseník) sowie die beiden touristischen Gebiete Mittelmähren und Altvatergebirge.

Die geografische Vielfalt macht es attraktiv für den Fremdenverkehr: Neben den örtlichen und regionalen Fahrradwegen kreuzen hier zwei mährisch-schlesische Radfernwege (die Mährische Straße und die Bernsteinstraße) als Teilabschnitte des Projektes EURO VELO, dessen Ziel die Vernetzung ganz Europas durch Fahrradwege ist. Der bergige Norden des Kreises ist ein wahres Paradies für Wintersportliebhaber.

 

Burgen, Schlösser und Folkloretradition

Besucherinnen und Besucher erwartet aber auch abseits der Natur ein reiches touristisches Angebot - Burgen und Schlösser zum Beispiel. Wie die „Märchenburg“ Bouzov oder die Burg Helfštýn, auf der sich jedes Jahr die Kunstschmieden aller Art versammeln. Auch das Schloss Úsov ist sehenswert. Hier ist das Forst- und Jagdmuseum untergebracht - das einzige seiner Art in Mitteleuropa.

Empfohlen sei außerdem das Empireschloss in Čechy pod Kosířem, umgeben von einem ausgedehnten Park mit wertvollen Bäumen.

 

Weltkulturerbe in der Kreisstadt

Eine schier unerschöpfliche Menge an kirchlichen und architektonischen Denkmälern erwartet die Besucherinnen und Besucher in der Kreisstadt: Olomouc stellt das zweitbedeutendste städtische Denkmalschutzgebiet in der Tschechischen Republik nach Prag dar.

Sehenswert ist vor allem die Dreifaltigkeitssäule, die größte barocke Statuengruppe in Mitteleuropa und UNESCO-Weltkulturerbe. Die historische Altstadt zieren sechs Barockbrunnen und eine Kunstuhr im Rathausturm. Zu den bedeutenden Denkmälern gehört der neugotische Wenzelsdom.

Zahlen & Fakten
© Thomas Eberth

Zahlen & Fakten

Chronik
© Yvonne-Waltert

Chronik

Gelebte Partnerschaft

Starkes Zeichen der Partnerschaft zwischen den Landkreisen Würzburg und Olmütz - Tschechische Gastschüler zu Besuch im Landratsamt

Elf Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Hranice na Moravě in Tschechien waren Anfang Juni mit ihren Lehrkräften zu Gast im Landratsamt Würzburg. Der Besuch bildete einen Programmpunkt des deutsch-tschechischen Schüleraustauschs, den das Gymnasium Veitshöchheim im Zuge eines Projektseminars organisiert hatte. Die Jugendlichen aus Tschechien waren während ihres Aufenthalts bei Familien in Veitshöchheim untergebracht und setzten damit den Austausch fort, der im März mit einem Aufenthalt der deutschen Schülerinnen und Schüler in Hranice begonnen hatte. Im Mittelpunkt des Projekts stand die Auseinandersetzung mit der wechselvollen Geschichte der deutsch-tschechischen Beziehungen, insbesondere mit den Nachwirkungen des Zweiten Weltkriegs und den seither gewachsenen Verbindungen zwischen den beiden Nachbarländern.

„Dieser Austausch ist weit mehr als eine schulische Begegnung. Er ist ein lebendiger Beitrag zur europäischen Verständigung“, betonte Landrat Thomas Eberth bei der Begrüßung der Gäste im Landratsamt. „Dass junge Menschen sich mit der Geschichte auseinandersetzen und gleichzeitig gemeinsam Zukunft gestalten, ist gelebtes Europa.“

Initiiert wurde die Partnerschaft durch das Gymnasium Hranice, dessen Deutschlehrerinnen Hana Mužíková und Zuzana Trundová den Austausch mit dem Veitshöchheimer Lehrer Christian Keller auf den Weg gebracht hatten. Die zwölf Schülerinnen und Schüler des Projektseminars in Veitshöchheim waren maßgeblich an der Planung, Organisation und Umsetzung des Besuchs beteiligt. Als Willkommensgeschenk überreichte das Landratsamt den Gästen aus Hranice fünf Landkreisbücher – eine Einladung, die Region Würzburg näher kennenzulernen und zugleich die Deutschkenntnisse weiter auszubauen. Der Austausch soll in eine dauerhafte Schulpartnerschaft münden und damit ein starkes Zeichen für die verbindende Kraft von Bildung, Kultur und europäischer Freundschaft sein.

Alte Freundschaft, neue Freunde - Delegation mit neu gewählten Vertretern der Region Olmütz zu Besuch im Landkreis Würzburg

Im Herbst 2024 fanden in der Region Olmütz Kommunalwahlen statt. Von den Bürgerinnen und Bürgern gewählt wurden die 55 Mitglieder des Rats der Repräsentanten der Region im Nordosten der Tschechischen Republik - und mit ihm auch neue Vertreterinnen und Vertreter der Regionalverwaltung. Eine tschechische Delegation mit neuen und alten Freunden war jüngst im Landkreis Würzburg zu Gast.

Das neu gewählte Oberhaupt der Region, Gouverneur (Hejtman) Ladislav Okleštěk, hatte sich vorab entschuldigt und nicht nach Deutschland reisen können. Als dessen Stellvertreter konnte Landrat Thomas Eberth jedoch Dr. Svatopluk Binder, in der Regionalverwaltung Olmütz zuständig für die Bereiche Bildung, Tourismus und Außenbeziehungen und die weitere Stellvertreterin Jana Konvičková zusammen mit bereits bekannten Vertretern der tschechischen Regionsverwaltung empfangen. Im Fokus des mehrtägigen Partnerschaftsbesuchs stand das persönliche Kennenlernen sowie der fachliche Austausch. Neben einem Besuch einer Kreistagssitzung standen verschiedene Führungen durch Stadt und Landkreis Würzburg auf dem Programm.

Im Jahr 2023 feierten Vertreterinnen und Vertreter der Region Olmütz und des Landkreises Würzburg das 25-jährige Jubiläum der Partnerschaft. Seitdem wurden die Verbindungen zwischen den beiden Regionen intensiviert. Noch in diesem Jahr soll auch eine Delegation aus Würzburg nach Tschechien reisen. „Wir leben in unsteten Zeiten“, betonte Landrat Thomas Eberth im Nachgang an den Besuch der tschechischen Delegation. „Da ist es besonders wichtig, dass wir den engen Austausch mit unseren Freundinnen und Freunden in Europa und darüber hinaus pflegen. Wir wollen die Verständigung zwischen den Kulturen fördern. Die Regionen Olmütz und Würzburg haben viele Gemeinsamkeiten und wir freuen uns, noch mehr voneinander zu erfahren.“

Partnerschaftsaustausch zwischen dem Landkreis Würzburg und Olmütz stärkt die deutsch-tschechischen Beziehungen

Gemeinsam gepflanzte Linde als Zeichen der Freundschaft. 

Der Landkreis Mateh Yehuda in Israel ist seit 1997 offizieller Partnerlandkreis, gleich im darauffolgenden Jahr kam die besiegelte tschechische Partnerschaft dazu.

Seitdem pflegt der Landkreis Würzburg die enge Verbindung mit dem damaligen Landkreis Mährisch-Schönberg (Šumperk), der 2003 durch die Gebietsreform in Tschechien in die Region Olmütz, die heute rund 630.000 Einwohner hat, eingefügt wurde. Seitdem halten das Kreisamt Olmütz und das Landratsamt Würzburg die Partnerschaft aufrecht.

Die bedeutende Freundschaft ist durch einen Besuch der tschechischen Delegation im Landkreis Würzburg nun wieder vertieft worden. Kürzlich erlebten Vertreterinnen und Vertreter beider Regionen spannende Tage, um die gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Bindungen zu festigen.

"Die Partnerschaft zwischen unseren Regionen zeigt, wie wichtig eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit für ein gemeinsames europäisches Miteinander ist – gerade in einer Zeit, in der Solidarität und enge Zusammenarbeit wichtiger denn je sind. Der Austausch fördert nicht nur die gesellschaftliche und kulturelle Verständigung, sondern auch wirtschaftliche Synergien, von denen beide Seiten profitieren können", betont Landrat Thomas Eberth.

Die Delegation besuchte – begleitet von Vertreterinnen und Vertretern aus der Verwaltung und der Kreispolitik – beispielsweise das Jüdische Kulturmuseum Veitshöchheim, die Kreisgedenkstätte Gaukönigshofen, aber auch das Technologie- und Gründerzentrum Würzburg (TGZ).

Auch ein Besuch der traditionellen Oechsner-Brauerei in Ochsenfurt stand auf dem Programm, um dort die bayerische und traditionelle Braukultur kennenzulernen. Die tschechische Delegation hatte dort auch die Möglichkeit, bei einem Heimatabend im Anschluss mit den stellvertretenden Landrätinnen Christine Haupt-Kreutzer und Karen Heußner ins Gespräch zu kommen und sich über aktuelle Themen auszutauschen, die beide Regionen derzeit beschäftigen. Auch Veitshöcheims Bürgermeister Jürgen Götz nutze die Möglichkeit, die Tschechinnen und Tschechen zu begrüßen. Veitshöchheim pflegt seit 2005 eine Partnerschaft mit Rotava in Tschechien.

Baumpflanzung Erlabrunn

Zum Abschluss des Partnerschaftsbesuchs und als Symbol für die stetig wachsende Freundschaft zwischen dem Landkreis Würzburg und der Region Olmütz pflanzten die Vertreterinnen und Vertreter beider Länder eine Linde – den Nationalbaum Tschechiens – am Erlabrunner Badesee. „Ich wünsche diesem Baum ein starkes Wurzelwerk, wie es auch die Gemeinschaft der Nationen in Europa hat, einen starken Stamm, der für eine stark gewachsene Freundschaft mit Olmütz steht und ein starkes Blattwerk, symbolisch für die Kinder und Jugendlichen aller Länder. Mögen diese miteinander in Frieden und Toleranz wachsen und gedeihen“, verlautete Landrat Thomas Eberth feierlich bei der Pflanzung, während er den Jungbaum traditionell mit einem Frankenwein angoss.

Für die Delegation aus Olmütz lobten die Vize-Gouverneure Ales Jakubec und Jan Zurek abschließend die außergewöhnlich gute Gastfreundschaft von Landrat Thomas Eberth, Kolleginnen und Kollegen des Landratsamts sowie den Menschen in der Region Würzburg und bedankten sich für einen inspirierenden Aufenthalt. Er segnete seinerseits den Baum mit den Wünschen nach Frieden, der gegenseitigen Akzeptanz für die Individualität der Nationen und einer starken und früchtebringenden Verbindung in den Landkreis Würzburg.

Und natürlich soll die Partnerschaft im kommenden Jahr weiter vertieft werden – dann wird eine Delegation aus dem Landkreis nach Tschechien fahren und erneut spannende Eindrücke vor Ort sammeln.

Über Olmütz

Die Region Olomouc, zu dt. Olmütz, erstreckt sich über fünf Bezirke (Prostějov, Olomouc, Přerov, Šumperk und Jeseník) sowie die beiden touristischen Gebiete Mittelmähren und Altvatergebirge.

Die geografische Vielfalt ist besonders für Touristen interessant: neben den örtlichen und regionalen Fahrradwegen kreuzen hier zwei mährisch-schlesische Radfernwege (die Mährische Straße und die Bernsteinstraße) als Teilabschnitte des Projektes EURO VELO, dessen Ziel die Vernetzung ganz Europas durch Fahrradwege ist. Der bergige Norden des Kreises ist ein wahres Paradies für Wintersportliebhaber. Olmütz ist das zweitbedeutendste städtische Denkmalschutzgebiet in der Tschechischen Republik nach Prag.

Zuletzt besuchte 2018 eine Delegation des Landkreises Würzburg unter Leitung der stellvertretenden Landrätin Christine Haupt-Kreutzer anlässlich des 100. Jahrestags der Gründung der Tschechoslowakischen Republik die tschechische Region.

Mehr zu den Partnerschaften des Landkreises Würzburg gibt es unter: www.landkreis-wuerzburg.de/Partnerschaften 

Delegation aus dem Landkreis Würzburg besucht Partnerregion Olmütz in Tschechien

Gemeinsame Chancen und Herausforderungen der Wirtschaftsförderung im Fokus

Seit 26 Jahren pflegt der Landkreis Würzburg die Partnerschaft mit dem damaligen Landkreis Mährisch-Schönberg (Šumperk), der 2003 durch die Gebietsreform in Tschechien in die Region Olmütz (Olomouc) eingefügt wurde. Rund 630.000 Bürgerinnen und Bürger leben in der Region, die für ihre geografische Vielfalt bekannt ist.

Im August 2023 besuchte eine Delegation aus Tschechien, begleitet von Vertreterinnen und Vertretern aus der Verwaltung und der Kreispolitik unter anderem das Jüdische Kulturmuseum Veitshöchheim, die Kreisgedenkstätte Gaukönigshofen, aber auch das Technologie- und Gründerzentrum Würzburg. Ein kürzlich stattgefundener Besuch der deutschen Delegation aus dem Landkreis Würzburg vertiefte diese Freundschaft auf ein Neues.

Vernetzung und Entwicklung von Unternehmen war Gesprächsthema

So besichtigte die Delegation gemeinsam das Innovationszentrum der Region Olomouc. Der dortige Geschäftsentwicklungsmanager, Martin Ohlídal, stellte die Aktivitäten vor und erklärte, wie Unternehmen bei ihrer Entwicklung beraten und vernetzt werden. Der Besuch war eine gute Gelegenheit, gemeinsame Herausforderungen der Wirtschaftsförderung zu besprechen und Erfahrungen zur Gründerszene zu teilen.

Um die Region Olomouc näher kennen zu lernen, wurde die örtliche Brauerei Twinberg besucht, die als handwerkliche Mikrobrauerei guten Geschmack und regionale Wertschöpfung verbindet und auf der Burg Helfstyn bot sich ein überragender Ausblick auf die sanft hügelige Region mit ihren weiten Hopfen- und Getreidefeldern.

Die Stadt Olomouc liegt in der landwirtschaftlich geprägten Ebene Haná. Ein Tagesausflug führte ins Altvatergebirge nahe der polnischen Grenze, wo das Naturkundemuseum Jeseniky mit Ausstellungen zur Erdgeschichte und zu den Hexenprozessen sowie das größte tschechische Pumpspeicherwerk Dlouhé stráně besucht wurden.

Kooperationen sind in Planung

Für die weitere Zusammenarbeit wird eine Kooperation zwischen Einrichtungen beider Regionen geprüft, so zum Beispiel eine Museumskooperation oder eine Zusammenarbeit zwischen den Bibliotheken. Auch eine projektbezogene Zusammenarbeit zwischen Schulen aus beiden Regionen ist in Planung.

"Die Partnerschaft zwischen unseren Regionen zeigt, wie wichtig eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit für ein gemeinsames europäisches Miteinander ist – gerade in einer Zeit, in der Solidarität und enge Zusammenarbeit wichtiger denn je sind. Der Austausch fördert nicht nur die gesellschaftliche und kulturelle Verständigung, sondern auch wirtschaftliche Synergien, von denen beide Seiten profitieren können", betont Landrat Thomas Eberth.

Informationen zu den Partnerschaften des Landkreises Würzburg gibt es unter: www.landkreis-wuerzburg.de/Unser-Landkreis/Partnerschaften/ 

 

Bildergalerie zum Besuch im Juni 2024




 

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