Zu Besuch im Landratsamt: Auszubildende des Berufsförderungswerks Würzburg erleben Verwaltung aus nächster Nähe
Einen Blick hinter die Kulissen des Landratsamts Würzburg erhielten angehende Verwaltungsfachangestellte des Berufsförderungswerks Würzburg mit Sitz in Veitshöchheim. Mit ihren Ausbilderinnen nutzten sie den Besuch, um Aufgaben, Abläufe und Menschen der Landkreisverwaltung kennenzulernen. Der Tag begann mit echter kommunalpolitischer Praxis: Die Gruppe verfolgte eine öffentliche Sitzung des Jugendhilfeausschusses und bekam einen unmittelbaren Eindruck von den Entscheidungsprozessen, die das Leben junger Menschen im Landkreis prägen.
Im Anschluss nahmen Landrat Thomas Eberth, stellvertretende Landrätin Christine Haupt-Kreutzer, Inklusionsbeauftragte Fabienne Erk und Pressesprecher Michael Kämmerer die Gäste in Empfang. Bei einem Austausch in lockerer Atmosphäre stellte der Landrat die Aufgabenvielfalt des Landkreises vor – von Infrastruktur und Bildung über soziale Themen bis hin zu Inklusion und Umwelt. „Verwaltung ist vielfältiger, als es auf den ersten Blick scheint. Wer sich für diesen Beruf entscheidet, gestaltet das Zusammenleben im Landkreis aktiv mit und übernimmt Verantwortung für die Menschen, die hier leben“, betonte Eberth.
Ein Schwerpunkt des Besuchs lag auf den Themen Barrierefreiheit und Inklusion. Fabienne Erk gab Einblicke in den Aktionsplan Inklusion des Landkreises und erläuterte, wie Verwaltung durch strategische Maßnahmen, Sensibilisierung und konkrete Angebote Schritt für Schritt inklusiver wird. Abgerundet wurde der Besuch mit einem Rundgang durchs Landratsamt. Michael Kämmerer stellte dabei die Entwicklung des denkmalgeschützten Gebäudeteils in der Zeppelinstraße aus dem Jahr 1908 vor – von der einstigen Taubstummenanstalt über die Nutzung als Lazarett während des Ersten Weltkriegs bis hin zur heutigen Verwaltungseinheit. Auch aktuelle Aspekte wie der Ausbau der Barrierefreiheit kamen zur Sprache.
Mit zahlreichen Eindrücken und einem erweiterten Blick auf die Vielfalt kommunaler Aufgaben kehrten die Auszubildenden des Berufsförderungswerks nach Veitshöchheim zurück.