Jobcenter des Landkreises Würzburg zeigt deutliche Erfolge bei der Arbeitsvermittlung – Intensive Betreuung als entscheidender Faktor
Das Jobcenter des Landkreises Würzburg erzielt spürbare Fortschritte bei der Integration von Bürgergeld-Empfängerinnen und -Empfängern in den Arbeitsmarkt. Erstmals wurde im Jahr 2025 eine Integrationsquote von über 30 Prozent erreicht; im November lag sie bei 32,3 Prozent. Damit gelingt es dem Jobcenter, innerhalb eines Jahres rund ein Drittel der Leistungsberechtigten mindestens einmal in Beschäftigung zu bringen. Im bundesweiten Vergleich mit 26 strukturell ähnlichen Landkreis-Jobcentern belegt Würzburg damit Platz fünf.
Diese Entwicklung steht im Kontrast zu aktuellen Auswertungen, die kommunalen Jobcentern insgesamt geringere Integrationserfolge zuschreiben und zum Ergebnis kommen, dass gemeinsame Einrichtungen von Kommunen und Bundesagentur für Arbeit häufiger in Beschäftigung vermitteln als rein kommunale Träger. Auch Medienberichte greifen diese Bewertung auf und verweisen auf deutliche Unterschiede zwischen den Jobcentern.
Das Landratsamt Würzburg sieht solche pauschalen Vergleiche jedoch kritisch. Auch die Bundesagentur für Arbeit empfiehlt, Jobcenter nur innerhalb vergleichbarer Gruppen – sogenannter SGB-II-Vergleichstypen – gegenüberzustellen. „Solche Vergleiche greifen aus unserer Sicht zu kurz. Entscheidend ist, unter welchen Bedingungen ein Jobcenter arbeitet und wie nah wir an den Menschen sind“, sagt Landrat Thomas Eberth.
Mehr Kontakte führen zu mehr Integration
Die Entwicklung im Landkreis Würzburg zeigt: Die positiven Ergebnisse sind kein Zufall. Maßgeblich beigetragen hat insbesondere die gestiegene Kontaktdichte zwischen Mitarbeitenden und Leistungsberechtigten. Im Jahr 2024 wurden insgesamt 24.581 Kundenkontakte erfasst – ein Anstieg von rund 14,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders deutlich nahm die Zahl persönlicher Gespräche mit einem Plus von 56 Prozent zu. Auch telefonische Kontakte stiegen spürbar an.
„Unser Ansatz ist klar: Wir setzen auf intensive Betreuung und direkte Ansprache. Dass sich dieses Engagement nun auch in den Zahlen widerspiegelt, ist ein starkes Signal – vor allem für die Menschen im Landkreis Würzburg, die wir auf ihrem Weg in Arbeit begleiten“, sagt Landrat Thomas Eberth. Auch im Vergleich mit strukturell ähnlichen Jobcentern bestätigt sich diese Entwicklung. Interne Auswertungen zeigen, dass die verstärkten Bemühungen zu messbaren Erfolgen geführt haben. Das Jobcenter des Landkreises Würzburg setzt damit bewusst auf Qualität und Nähe in der Betreuung – ein Ansatz, der sich offensichtlich auszahlt.