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26.03.2026

Leuchtturmprojekt der Smarten Region Würzburg: Ars Musica in Aub auf dem Weg zum Multifunktions-Bürgerhaus

Gasthaus, Vereinsstube, Kulturzentrum: Das denkmalgeschützte Gebäude „Haus Ars Musica“ am Marktplatz 3 ist seit jeher ein zentraler Begegnungspunkt in Aub. Im Zuge der Maßnahme „Heimatforum“ der Smarten Region Würzburg soll das Gebäude zu einem multifunktionalen Bürgerhaus weiterentwickelt werden. Ausgangspunkt ist der strukturelle Wandel vor Ort: Durch Leerstände in der Innenstadt mit dem Rückgang von Gastronomie und Treffpunkten fehlt es an geeigneten Räumen für Vereine, Kultur und gesellschaftliches Leben.

Das frühere Gasthaus am Marktplatz, das bislang als Ort für Konzerte, Veranstaltungen und Bildungsangebote diente, hat inzwischen die Stadt Aub erworben. Es soll langfristig gesichert und ausgebaut werden. Ziel ist die Schaffung eines offenen, barrierefreien Treffpunkts für alle Generationen, der Kultur, Bildung, Vereinsleben und Bürgerbeteiligung bündelt und die Innenstadt nachhaltig stärkt. Landrat Thomas Eberth machte sich mit Bürgermeister Roman Menth und weiteren Beteiligten aus Stadt und Landratsamt ein Bild vom Fortschritt des Projekts.

„Als Teil der Smarten Region Würzburg verbindet das Projekt bewährte Strukturen mit neuen, auch digitalen Angeboten und setzt damit wichtige Impulse für eine zukunftsfähige Entwicklung unserer Städte und Gemeinden. Solche Projekte stärken nicht nur die Lebensqualität vor Ort, sondern zeigen auch, wie wir unsere Heimat gemeinsam gestalten und weiterentwickeln können“, so Landrat Thomas Eberth.

Multifunktions-Bürgerhaus – Das ist geplant

Kern des Projekts ist die multifunktionale Nutzung des Hauses: Geplant sind ein Bürgercafé mit gastronomischer Nutzung, flexibel nutzbare Räume für Vereine, Workshops und Seminare, ein modern ausgestatteter Veranstaltungssaal sowie Angebote für Musik, Bildung, Integration und ehrenamtliches Engagement – ergänzt durch digitale Infrastruktur und Beteiligungsformate, die den Zugang zu Informationen und Mitwirkung erleichtern.

Die aktuellen Planungen sehen konkrete bauliche und technische Verbesserungen vor: Neben der Umstellung der Heiztechnik auf eine nachhaltigere Pelletheizung und der Sanierung des Kamins werden Fenster erneuert, Eingangsbereiche verbessert und eine umfassende Barrierefreiheit im Erdgeschoss hergestellt, einschließlich eines behindertengerechten Zugangs und einer öffentlich nutzbaren WC-Anlage. Zudem sind die Modernisierung der Küche, Verbesserungen im Brandschutz sowie ein Internetcafé mit offenem WLAN vorgesehen. In den Obergeschossen entstehen Gästezimmer, Räume für die Musikschule, ein Tanzsaal und Büroräume.

Außerdem erhält das Haus Ars Musica digitale Komponenten, darunter vor dem Gebäude eine Informationsstele für lokale Nachrichten und Veranstaltungen. Einige Räume werden mit Displays ausgestattet, um zum Beispiel im Tanzsaal die Analyse von Videomaterial zu ermöglichen. Auch sollen verschiedene digitale Medien den Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung gestellt werden. Geplant ist zudem, die Räume des Bürgerhauses über das Buchungsportal der Smarten Region online zu reservieren. Ein breites Veranstaltungsprogramm ab Juli 2027 rundet die Planungen ab.

Umsetzung des Leuchtturmprojekts bis Juni 2027 geplant

Das Projekt basiert auf intensiver Bürgerbeteiligung und enger Abstimmung mit lokalen Akteuren und fügt sich in das bestehende Leerstandsmanagement der Stadt Aub ein. Ziel ist es, die Lebensqualität in Aub zu erhöhen, die Innenstadt zu beleben und einen zukunftsfähigen, generationenübergreifenden Treffpunkt zu schaffen, der auch als Modell für andere ländliche Kommunen dienen kann. Zur Umsetzung dieses Leuchtturmprojekts steht der Stadt Aub eine Fördersumme von bis zu 700.000 Euro zur Verfügung. Die Umsetzung ist bis Juni 2027 geplant.

„Das Haus Ars Musica ist ein starkes Beispiel dafür, wie wir den Herausforderungen unserer Zeit wie Leerständen in den Ortskernen aktiv und kreativ begegnen können. Mit breiter Bürgerbeteiligung und großem ehrenamtlichem Engagement entsteht hier in Aub ein lebendiger Treffpunkt für alle Generationen, der das Miteinander vor Ort stärkt und neues Leben in die Innenstadt bringt“, sagt Landrat Thomas Eberth.