Schnelle Hilfe per Smartphone: 1000. Ersthelferin hat sich für die Lebensretter-App registriert
Seit der Inbetriebnahme der Ersthelfer-App „TEAM Bayern – Lebensretter“ durch den Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Würzburg am 11. Februar 2026 haben sich in der Region bereits über tausend Personen registriert.
Als 1000. Ersthelferin hat sich Manuela Wunderling angemeldet. Damit kann sie bei aktivierter App von der Integrierten Leitstelle Würzburg bei einem vermuteten Herzstillstand in ihrer Nähe als Lebensretterin alarmiert werden. Mit Manuela Wunderling hat sich eine ausgewiesene Expertin für Wiederbelebungsmaßnahmen in der App angemeldet: Die Pflegefachkraft ist Koordinatorin des Notfall-Simulationszentrums am Universitätsklinikum Würzburg. „Ich bin über Social Media und über die interne Kommunikation am Universitätsklinikum auf die neue App aufmerksam geworden“, sagt Manuela Wunderling. Dr. Andreas Klinger, ärztlicher Leiter des Rettungsdienstes im ZRF, überreichte ihr für das freiwillige Engagement einen Blumenstrauß.
Klinger betont: „Um sich als Ersthelfer bei TEAM Bayern registrieren zu können, ist eine berufliche Qualifikation nicht erforderlich.“ Die App richtet sich an Personen ab 18 Jahren mit Kenntnissen in der Herz-Lungen-Wiederbelebung, beispielsweise durch einen Erste-Hilfe-Kurs mit mindestens neun Unterrichtseinheiten. Für die Freischaltung ist unter anderem eine Legitimation erforderlich; die Berechtigungen werden in der Regel für zwei Jahre erteilt. Bis zum 13. April 2026 setzte die Integrierte Leitstelle Würzburg die App in 86 Fällen zur Alarmierung ein. In 18 Fällen konnten registrierte Ersthelfer in unmittelbarer Nähe eines Notfallpatienten geortet und gezielt zum Einsatzort geleitet werden.
Warum die App wichtig ist
Die Ersthelfer-App verfolgt das Ziel, die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand entscheidend zu verkürzen. „Durch die gezielte Alarmierung von qualifizierten Helfern in unmittelbarer Nähe können lebensrettende Maßnahmen wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung und der Einsatz eines Defibrillators deutlich früher beginnen. Dies erhöht die Überlebenschancen der Betroffenen erheblich“, so Prof. Dr. Patrick Meybohm, Direktor der Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie am Universitätsklinikum Würzburg.
„Wir freuen uns sehr über das schnelle Engagement so vieler Menschen in unserer Region: Tausend Registrierungen sind ein starkes Signal. Gleichzeitig müssen wir das Helfernetzwerk weiter verdichten. Je mehr Menschen mitmachen, desto größer die Chance, dass bei einem Notfall schnell qualifizierte Hilfe vor Ort beginnt“, sagt Christine Haupt-Kreutzer, Vorsitzende des Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Würzburg.
Starkes Netzwerk für die Region
An der Einführung und Umsetzung des Systems sind zahlreiche Partner beteiligt: der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Würzburg, die Integrierte Leitstelle Würzburg sowie viele Feuerwehren, Rettungs- und Hilfsorganisationen und Kliniken in den Landkreisen Würzburg, Kitzingen und Main-Spessart sowie in der Stadt Würzburg. Gemeinsam bilden sie ein leistungsfähiges Netzwerk für schnelle Hilfe im Notfall.
Jede zusätzliche Registrierung kann im Ernstfall entscheidend sein. Bürgerinnen und Bürger sind daher aufgerufen, sich zu registrieren und Teil dieses wichtigen Helfernetzwerks zu werden. Fragen zur Ersthelfer-App beantwortet der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Würzburg per E-Mail an zrf-ersthelfer@lra-wue.bayern.de.