Würzburger Kreistag beschließt Aktionsplan Inklusion für mehr Teilhabe und Chancengleichheit
Der Kreistag des Landkreises Würzburg hat den kommunalen Aktionsplan Inklusion beschlossen. Damit legt der Landkreis einen verbindlichen Rahmen fest, um die Teilhabe und Chancengleichheit von Menschen mit Behinderung gezielt auszubauen und bestehende Angebote schrittweise inklusiv weiterzuentwickeln.
Die Inklusionsbeauftragte des Landkreises Würzburg, Fabienne Erk, erarbeitete den Aktionsplan seit Anfang 2024 gemeinsam mit dem Sozialplanungsinstitut BASIS. Grundlage war eine umfassende Bestandsaufnahme: Befragt wurden unter anderem Menschen mit Behinderung, Kommunen sowie Eltern von Kindern mit besonderem Förderbedarf. Die Ergebnisse zeigen sowohl vorhandene Stärken als auch konkreten Verbesserungsbedarf in fünf zentralen Handlungsfeldern – darunter etwa Freizeit, Sport und Ehrenamt, Wohnen und Mobilität sowie Bildung, Arbeit und gesellschaftliche Teilhabe.
„Die Erarbeitung des Aktionsplans hat gezeigt, wie wichtig es ist, zuzuhören und unterschiedliche Perspektiven ernst zu nehmen“, berichtet Fabienne Erk. „Viele engagierte Personen haben sich eingebracht und deutlich gemacht, wo wir stehen und wo wir hinwollen. Jetzt geht es darum, die vereinbarten Maßnahmen schrittweise umzusetzen und Inklusion im Alltag für alle sichtbar und erlebbar zu machen.“
Kreistagsbeschluss als Startschuss für konkrete Umsetzung
Mit dem nun beschlossenen Aktionsplan liegen konkrete Ziele und Maßnahmen vor, um Inklusion in verschiedenen Lebensbereichen weiter voranzubringen. Dazu zählen unter anderem der Ausbau inklusiver Betreuungsangebote in Kindertageseinrichtungen, eine bessere Vernetzung von Bildungs- und Beratungsangeboten sowie die Stärkung von Austausch- und Fortbildungsformaten für Fachkräfte. Auch im Alltag setzt der Landkreis an: So sollen barrierefreie Fahrdienste erweitert, Informationen zur Barrierefreiheit von Veranstaltungsräumen bereitgestellt und Nachbarschaftshilfen gestärkt und inklusiv weiterentwickelt werden. Weitere Details zum Aktionsplan und die erarbeiteten Maßnahmen sollen in einer gesonderten Veranstaltung detailliert vorgestellt werden.
Landrat Thomas Eberth betont: „Der Aktionsplan Inklusion ist ein starkes Gemeinschaftswerk. Mein besonderer Dank gilt unserer Inklusionsbeauftragten Fabienne Erk sowie allen Beteiligten aus Verwaltung, Fachpraxis und Bürgerschaft, die ihre Erfahrungen und Perspektiven eingebracht haben. Gemeinsam schaffen wir die Grundlage dafür, dass Teilhabe im Landkreis Würzburg noch selbstverständlicher wird – mit dem klaren Ziel, allen Menschen ein gleichberechtigtes und selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen.“