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29.09.2026

Straßenbauprogramm 2027: Vier große Maßnahmen verbessern die Sicherheit auf den Verkehrswegen des Landkreises Würzburg

Der Ausschuss für Bauen, Verkehr und Infrastruktur des Landkreises Würzburg hat ein umfangreiches Straßenbauprogramm für das Jahr 2027 auf den Weg gebracht. Vier Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 4,3 Millionen Euro sollen den Zustand der Kreisstraßen WÜ 26, WÜ 3, WÜ 59 und WÜ 46 und damit die Sicherheit im Verkehrsnetz des Landkreises verbessern.

Grundlage für die allesamt einstimmigen Entscheidungen waren unter anderem die Ergebnisse der Zustandserfassung der Kreisstraßen aus dem Jahr 2024 und die daraus resultierende Priorisierung, die der Leiter der Abteilung Straßenbau am Staatlichen Bauamt Würzburg, Jan Voll, vorstellte. Demnach hatten allen voran der allgemein schlechte Zustand der vier Straßenabschnitte eine tragende Rolle gespielt. Aber auch das Verkehrsaufkommen und die gemeinsame Planung mit den angrenzenden Gemeinden würden in die Auswahl einfließen, so Voll.

„Mit diesem Paket haben wir ein großes Maßnahmenbündel auf den Weg gebracht, das die Sicherheit auf unseren Straßen im Landkreis Würzburg deutlich verbessert“, fasst Landrat Thomas Eberth zusammen. „Gut befahrbare Kreisstraßen sind für die Menschen in unseren Gemeinden, für Pendlerinnen und Pendler sowie für den öffentlichen Busverkehr unverzichtbar.“

Zweiter Bauabschnitt WÜ 26 bei Kürnach am Industriepark Nord

Mit durchschnittlich 6.500 Fahrzeugen pro Tag gehört die Kreisstraße WÜ 26 bei Kürnach zu den stark frequentierten Verkehrswegen des Landkreises Würzburg. Da die Asphaltschichten verschlissen sind, wurde im Frühjahr 2026 bereits der erste Abschnitt vom Gewerbegebiet am Wachtelberg bis zum Kreisverkehr am Einkaufsmarkt erneuert. 2027 soll nun die zweite Teilstrecke mit rund 550 Metern bis zum Kreisverkehr am Industriepark Nord folgen. In Kooperation mit der Gemeinde Kürnach wird dabei auch die Bushaltestelle West ausgebaut, der Gehweg verlängert und eine zusätzliche Fußgängerquerung gebaut. Die Kostenschätzung beläuft sich auf 500.000 Euro. Bürgerinnen und Bürger müssen ab dem Maßnahmenbeginn im zweiten oder dritten Quartal 2027 mit Vollsperrungen rechnen.

Sanierung der WÜ 3 zwischen Unterpleichfeld und Oberpleichfeld

Auch die Kreisstraße WÜ 3 zwischen Unterpleichfeld und Oberpleichfeld wird erneuert und in das Bauprogramm für 2027 aufgenommen. Mit rund 3.500 Fahrzeugen pro Tag liegt die Verkehrsstärke auf der rund 3,25 Kilometer langen Strecke ebenfalls deutlich über dem Landkreisdurchschnitt von knapp 1.600 Fahrzeugen. Die Planung sieht vor, die verschlissenen Asphaltschichten mitsamt Asphaltbewehrung und Tragschichtverstärkung zu erneuern. In Abstimmung mit den Gemeinden werden auch die anschließenden Ortsdurchfahrten saniert. Die Arbeiten erfolgen in mindestens drei Abschnitten jeweils unter Vollsperrung, der Maßnahmenbeginn ist für das zweite oder dritte Quartal 2027 geplant. Die Baukosten für den Landkreis werden auf rund 1,4 Millionen Euro geschätzt.

Deckensanierung WÜ 59 von Neubrunn in Richtung Holzkirchhausen

Ein Teil der Kreisstraße WÜ 59 ab Neubrunn in Richtung Holzkirchhausen soll ebenfalls im Bestand saniert werden. Die Strecke im westlichen Landkreis Würzburg wird mit knapp 400 Fahrzeugen pro Tag vergleichsweise wenig befahren. Jedoch ist die Oberfläche verschlissen. Unter Vollsperrung werden daher auf einer Länge von 1,2 Kilometern Tragschicht und Asphaltdecke erneuert und eine neue Entwässerungsrinne installiert. Der restliche Streckenabschnitt wurde bereits 2012 saniert. Die Kosten schätzt das Staatliche Bauamt auf 600.000 Euro. Auch hier soll im zweiten oder dritten Quartal mit der Maßnahme begonnen werden.

Erneuerung der Kreisstraße WÜ 46 zwischen Allersheim und der B 19

Die Erneuerung der WÜ 46 stand in den vergangenen Jahren im Zusammenhang mit der Ortsumgehung der B 19 bei Giebelstadt immer wieder im Raum. Ursprünglich war ein Vollausbau auf eine Fahrbahnbreite von 6,50 Metern einschließlich eines neuen Anschlusses an die Umgehungsstraße mit geschätzten Kosten von rund 4,1 Millionen Euro vorgesehen. Nachdem die Regierung von Unterfranken das Planfeststellungsverfahren für die Ortsumgehung 2025 offiziell gestoppt hatte, beauftragte der Ausschuss die Prüfung einer günstigeren Alternative: Statt eines Neubaus soll nun die vorhandene Straße erneuert werden. „Wir haben uns bewusst gegen einen Vollausbau entschieden und bleiben auf der bestehenden Trasse. Mit tragfähigen Banketten verbessern wir die Fahrtauglichkeit der Straße und schaffen somit eine besser befahrbare Verbindung zur B 19“, so Landrat Thomas Eberth. Die Maßnahme erfolgt in einem Abschnitt unter Vollsperrung, der Baubeginn ist auch hier für das zweite Quartal 2027 vorgesehen. Die Kosten werden auf rund 1,8 Millionen Euro geschätzt.