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14.10.2026

Wenn aus Kindern Umweltschützer werden - Klimaschutzaktionstage an der Kita St. Martin in Estenfeld

Wenn Umweltreferentin Johanna Gindl die Geschichte von Eisbärdame Anouk erzählt, spitzen die Kinder der Kita St. Martin in Estenfeld die Ohren. Denn Anouk hat ein Riesenproblem: Das Eis der Polarkappen, auf dem sie wohnt, schmilzt. Gleichzeitig gibt es immer weniger Fische im Meer. Schuld daran ist irgendwie die Sonne. Aber auch der Mensch leistet dazu seinen Beitrag. „Weil wir so viel Auto fahren“, wirft eines der Kinder blitzschnell ein.

Autofahren allein erklärt natürlich noch nicht den Treibhauseffekt. Das erfahren die Vorschulkinder in Estenfeld von Johanna Gindl und ihren beiden Kollegen von der Energieagentur Unterfranken. An verschiedenen Stationen lernen sie altersgerecht das Zusammenspiel zwischen Wetter, Klima und Umwelt kennen. Spiele, Geschichten und kleine Experimente vermitteln ihnen zudem die Grundlagen für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur und nachhaltiges Handeln im Alltag.

Aktionstage seit Jahren erfolgreich in der Kinder- und Jugendbildung

Seit mehr als zehn Jahren veranstaltet der Landkreis Würzburg in Kooperation mit der Energieagentur Unterfranken die Klimaschutzaktionstage. An mehr als 20 Terminen pro Jahr erhalten Kinder in Kitas und Schulen ein grundlegendes Verständnis für die Umwelt und für Themen wie Müllvermeidung, Energie, Wasser und Hitze. Zugleich werden sie zu nachhaltigem Handeln motiviert. Gemeinsam mit Carsten Pauly, Projektleiter der Energieagentur Unterfranken, und Bürgermeister Christian Albert besuchte Landrat Thomas Eberth die Vorschulkinder in Estenfeld.

Von seinem eigenen Nachwuchs weiß Christian Albert, dass das Bildungsangebot gut ankommt. „Schon mit vier und fünf Jahren haben die Kinder ein großes Verständnis für die Themen Umwelt- und Klimaschutz. Sie lernen schnell und sind mit Begeisterung dabei. Ich finde es genial, dass der Landkreis die Klimaschutzaktionstage anbietet“, sagt der Bürgermeister.

„Ihr seid jetzt unsere Umwelt- und Energiemanager“, freute sich auch Landrat Thomas Eberth mit den Kindern. „Damit in vielen Jahren auch eure Kinder und Enkel noch einen schönen Planeten haben, auf dem sie wohnen können.“ Und damit auch Eisbärdame Anouk in Zukunft eine Lebensgrundlage hat.