Jobcenter des Landkreises Würzburg bundesweit an der Spitze bei der Integration in Arbeit
Das Jobcenter des Landkreises Würzburg gehört zu den erfolgreichsten kommunalen Jobcentern Deutschlands. Im bundesweiten Vergleich der 104 Jobcenter in kommunaler Trägerschaft belegt der Landkreis Würzburg bei der Integrationsquote für das Jahr 2025 den ersten Platz. Besonders erfreulich sind die Ergebnisse bei der Vermittlung von Menschen, die bereits seit längerer Zeit auf Leistungen der Grundsicherung angewiesen sind.
Insgesamt verzeichnete das Jobcenter im Jahr 2025 818 Eingliederungen in den Arbeitsmarkt. Das entspricht einer Integrationsquote von 32,4 Prozent. Auch bei den Langzeitarbeitslosen erreicht das Jobcenter mit 370 Integrationen und einer Quote von 27,1 Prozent den bundesweiten Spitzenplatz. Bei Männern belegt der Landkreis mit einer Quote von 40,3 Prozent ebenfalls Platz eins, bei Frauen mit 25,6 Prozent den zweiten Platz.
„Wir sind eine wirtschaftlich starke Region mit vielen Unternehmen und attraktiven Arbeitsplätzen. Das sind gute Voraussetzungen, aber kein Selbstläufer“, betont Landrat Thomas Eberth. „Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Jobcenter leisten hier ausgezeichnete Arbeit. Sie begleiten Menschen individuell, erkennen ihre Stärken und helfen ihnen dabei, auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Der bundesweite Spitzenplatz ist eine tolle Bestätigung für dieses Engagement und ein Erfolg für unseren gesamten Landkreis.“
Individuelle Beratung als Schlüssel zum Erfolg
Die Grundlage für den Erfolg sieht Siegfried Wengeler, Leiter des Fachbereichs Integration beim Jobcenter des Landkreises Würzburg, in einer bereits vor mehreren Jahren begonnenen Weiterentwicklung der Integrationsarbeit. Dazu gehören organisatorische Veränderungen und Fortbildungen für die Integrationsfachkräfte sowie mehr Transparenz für die Beschäftigten hinsichtlich Zielerreichung und ein monatliches Monitoring der finanziellen Mittel innerhalb des Fachbereichs Integration.
Entscheidend sei vor allem die persönliche Beratung: Gemeinsam mit den Leistungsberechtigten werden individuelle Strategien entwickelt, die auch das soziale Umfeld berücksichtigen und von den Betroffenen selbst mitgetragen werden.
Dauerhafte Beschäftigung bleibt eine Herausforderung
Trotz der positiven Bilanz bleiben Herausforderungen bestehen. Viele Integrationen erfolgen im Helferbereich, im produzierenden Gewerbe oder über Zeitarbeitsunternehmen. Zugleich beobachtet Siegfried Wengeler, dass 2025 über 20 Prozent der Menschen nach einer Beschäftigungsaufnahme wieder zum Jobcenter zurückkehren. Ein wichtiges Ziel in Zukunft bleibe daher eine möglichst nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt.
Besondere Hürden bestehen für Frauen, unter denen sich viele Alleinerziehende befinden. Da sich viele Arbeitsplätze in der Stadt Würzburg konzentrieren, erschweren eingeschränkte Mobilität und fehlende oder zeitlich begrenzte Kinderbetreuungsmöglichkeiten die Arbeitsaufnahme. Insbesondere die Suche nach einer geeigneten Teilzeitbeschäftigung stellt viele Betroffene vor Herausforderungen.