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06.11.2008

Landrat Nuß begleitete Jugendbegegnung in Sumperk

Junge Botschafter des Friedens und der Versöhnung.

Im Rahmen der 39. Deutsch-Tschechischen Jugendbegegnung nahm Landrat Eberhard Nuß an einem Besuch in Šumperk im tschechischen Partnerlandkreis Olomouc teil. An der Begegnung waren rund 40 Schülerinnen und Schüler der beiden Landkreis-Gymnasien (Deutschhaus-Gymnasium und Gymnasium Veitshöchheim) sowie des St. Ursula-Gymnasiums Würzburg beteiligt, die sich mit tschechischen Jugendlichen trafen. Die Jugendbegegnung vom 29. Oktober bis
4. November 2008 stand unter dem Thema „Schicksalhafte ‚Achter’ in unserer Geschichte – 1918-2008“. Verantwortlich für die Jugendbegegnung zeichnete die Ackermann-Gemeinde und die Junge Aktion Würzburg.

Die historische Fragestellung wurde in Referaten zum Thema „Die Jahre 1918 – 1938 – 1948 - 2008“ aus deutscher bzw. tschechischer Sicht beleuchtet. Zum Besuchsprogramm gehörten eine Stadtführung in Šumperk, der Besuch einer Ausstellung, einer Papiermühle und der Holzkirche von Maršίkov sowie des Rockfestivals „Džemfest“ und weitere Ausflüge in nahegelegene Tropfsteinhöhlen und nach Prag.

Landrat Eberhard Nuß überbrachte die Grüße des Landkreises, des Kreistags und seines Vorgängers Altlandrat Waldemar Zorn, der die Partnerschaft mit dem Landkreis Šumperk (damals noch selbständig) schloss. Nuß stellte in seiner Begrüßung heraus, dass für die Landkreisbeziehungen ebenfalls ein „schicksalhafter Achter“ von Bedeutung sei, nämlich das Jahr 1998, in dem die Partnerschaft offiziell besiegelt wurde.

„Unsere Partnerschaft ist eine ‚kleine Außenpolitik’, eine ‚Außenpolitik der Herzen’, denn sie bringt Freundschaft in die Familien unserer Völker. Die Schülerinnen und Schüler der Landkreis-Gymnasien sind Botschafter des Friedens und der Verständigung“, so Nuß. „Für das Zusammenleben in der EU sind kommunale Partnerschaften unverzichtbar. Denn je öfter wir uns begegnen, desto unwahrscheinlicher wird es, dass wir uns je wieder feindlich gegenüberstehen“, meinte Landrat Nuß mit Blick auf die Geschichte der beiden Völker. In beiden Weltkriegen wurde der jedem Menschen inne wohnende Patriotismus und die Liebe zum Vaterland ausgenutzt und junge Menschen missbraucht. „Den Kriegstreibern ist es damals gelungen, unter Familien Zwietracht und Hass zu säen, die zuvor Jahrhunderte lang friedlich nebeneinander gelebt haben“, bedauerte Nuß im Gespräch mit deutschen und tschechischen Politikern.

„Das Ziel unserer Völker muss es sein, in aller Zukunft in guter nachbarschaftlicher Beziehung zu leben. Dazu bedarf es der Jugendbegegnungen und der kommunalen Partnerschaften“, betonte Landrat Nuß abschließend.

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Bild: Politikerrunde zum Thema „Zukunft Europa – Zukunft der Partnerschaft“: Es diskutierten (v.l.): Zdeněk Brož (Bürgermeister von Sumperk), Jan Březina MdE, Landrat Eberhard Nuß, Adolf Ullmann (Bundesvorsitzender der Ackermann-Gemeinde), Dr. Tomáš Růžička.