»Weg vom Schreibtisch - hin zum Ehrenamt« lautet auch in diesem Jahr im Landkreis Würzburg das Motto zum Tag des Ehrenamts am 05. Dezember 2024.
Die Mitarbeiterinnen der Servicestelle Ehrenamt, Herr Landrat Thomas Eberth und die stellvertretenden Landräte und Landrätinnen schlüpfen für ein paar Stunden in die Rolle Ihrer Ehrenamtlichen und unterstützen diese vor Ort bei der Ausübung Ihres Ehrenamts!
Das kann zum Beispiel die Mithilfe beim Baumschnitt im Obst- und Gartenbauverein, Unterstützung bei der Musikalische Früherziehung, die Begleitung einer Schicht in der örtlichen Bücherei oder die Begleitung eines Besuchsdienstes für ältere Menschen im Landkreis Würzburg sein.
Danach bietet sich im Rahmen einer gemütlichen und moderierten Austauschrunde die Möglichkeit, über Wünsche, Probleme und Visionen im ehrenamtlichen Engagement und über aktuelle Gegebenheiten zu diskutieren. Hier kümmert sich die Servicestelle Ehrenamt als „Mitbringsel“ um die Verpflegung.
Folgende Vereine durften wir besuchen und näher kennenlernen:
20.03.2025: Faschingsabteilung »Narren-Köpf« des TSV Erlabrunn - Nachbesprechung und Reflektion der Faschingssaison
Frei nach dem Motto „Nach der Faschingssaison ist vor der Faschingssaison“ traf sich am 20.03.2025 eine bunte Mischung aus Vorstandsmitgliedern, Trainerinnen, Elferräten, Büttenrednern sowie Verantwortlichen für Ton und Technik, um die vergangenen Prunksitzungen zu reflektieren und Erkenntnisse für die nächste Saison zu sammeln.
Mit dabei sind Sabine Wendel und Julia Demeter von der Servicestelle Ehrenamt des Landkreises Würzburg, um aus erster Hand zu erfahren, was die Ehrenamtlichen aus Erlabrunn beschäftigt und an welcher Stelle die kommunale Engagementförderung unterstützen kann.
Junges Engagement auf vielen Ebenen
Mit knapp 800 Mitgliedern bei 1.800 Einwohnern spielt der TSV Erlabrunn eine zentrale Rolle im Gemeindeleben. Besonders beeindruckend: Viele junge Menschen übernehmen Verantwortung in den Ämtern des Vereins. Erst kürzlich wurden vier neue Vorstandsmitglieder gewählt, die sich bereits hervorragend in ihre Aufgaben eingearbeitet haben. „Wir setzen auf flache Hierarchien, ehrliches Feedback und ein starkes Miteinander. Jeder bringt sich ein, wo er kann, und das macht uns als Verein so besonders“, so lautet der Konsens unter den anwesenden Vereinsmitgliedern.
Auch die enge Zusammenarbeit mit anderen örtlichen Vereinen wie der KJG (Katholische Junge Gemeinde) und der Freiwilligen Feuerwehr zeigt, wie sehr das Ehrenamt in Erlabrunn vernetzt ist. Diese Synergien sind eine echte Bereicherung für das Vereinsleben.
Fasching, Sport und große Bühnen
Neben den sportlichen Abteilungen wie Schach, Tennis, Fitness und Ausdauersport gehört auch die Faschingsabteilung zum TSV. Bei den Prunksitzungen sind regelmäßig über 90 Kinder und Jugendliche auf der Bühne zu sehen – eine riesige Nachwuchsbewegung, die den Fasching in Erlabrunn lebendig hält. Doch nicht nur die Jüngsten bekommen eine Bühne: Auch junge Erwachsene übernehmen verantwortungsvolle Aufgaben in der Organisation und Durchführung der Veranstaltungen.
Beim Gespräch in der örtlichen Turnhalle stehen neben der Planung der nächsten Prunksitzung auch Themen wie die Gewinnung neuer Ehrenamtlicher im Fokus. Welche Anreize kann ein Verein bieten? Wie lassen sich Abläufe effizienter gestalten? Ideen werden gesammelt, Erfahrungen ausgetauscht – mit dem gemeinsamen Ziel, das Engagement nachhaltig zu fördern.
Traditionen und sportliche Erfolge
Neben den Faschingsveranstaltungen prägt das TSV-Sommernachtsfest das Jahr des Vereins – das größte Event im Kalender. Aber auch die Feier zum 11.11. und die beliebte Weinbergswanderung ziehen jedes Jahr viele Besucher an. Ein echtes Highlight war zudem das 150. Sportvereinsjubiläum 2024: 230 Personen im Alter von 5 bis 77 Jahren absolvierten das Sportabzeichen – ein beeindruckendes Zeichen für den generationsübergreifenden Teamgeist des Vereins.
Ein Verein mit Vorbildcharakter
Am Ende des Abends ist klar: Der TSV Erlabrunn steht für lebendiges Vereinsleben, starke Gemeinschaft und ein Ehrenamt, das von vielen Schultern getragen wird.
Mit vielen neuen Impulsen und Ideen für die Zukunft geht der Abend zu Ende – doch im TSV Erlabrunn geht es wie immer voller Tatendrang weiter.
20.02.2025: AWO Ortsverein Höchberg, Seniorennachmittag am Donnerstag
Es ist viel los bei den Höchberger Seniorinnen und Senioren – und mit dabei waren im Rahmen der Vereinsbesuche der Aktion „Weg vom Schreibtisch – hin zum Ehrenamt!“ Sabine Wendel, Aileen Dorsch und Franziska Lehner von der Servicestelle Ehrenamt.
Jeden zweiten Donnerstagnachmittag gibt es bei Kaffee und Kuchen sowie einem abwechslungsreichen Abendessen im Haus der Vereine in Höchberg für Rentnerinnen und Rentner eine Möglichkeit des Austausches und des Miteinanders. Verschiedene Veranstaltungsangebote sowie Ausflüge im Jahresverlauf runden das vielfältige Angebot ab.
Die drei Kolleginnen der Servicestelle Ehrenamt helfen beim Einschenken der ersten Runde Kaffee und können so schon erste Kontakte zu den Gästen knüpfen. Es herrscht eine ausgelassene und fröhliche Stimmung, Neuigkeiten werden über die Tische hinweg ausgetauscht und es finden rege Unterhaltungen statt.
Hinter diesem Angebot steht schon seit vielen Jahrzehnten der AWO Ortsverein Höchberg. Ehrenamtliche organisieren die regelmäßigen Treffen und Ausflüge und ein sehr gut eingespieltes Küchenteam sorgt alle vierzehn Tage für eine tolle Verpflegung während der Treffen.
Mit den letzten Vereinswahlen hat die Gemeinschaft einen modernen Schritt gewagt und die bisherige Vorstandschaft auf eine neue gleichberechtigte Vorstandschaft umgewandelt. Fünf gleichberechtigte Vorstände leiten nun in den jeweiligen Aufgabengebieten den Verein. Der Schritt war aufgrund fehlender Kandidaten für den ersten Vorsitz nötig geworden.
Bereut haben die Vereinsvertreter die Umwandlung bis jetzt nicht, wichtig ist vor allem, dass es im Verein weitergeht und durch neue Mitglieder auch neue Ideen und Vorschläge umgesetzt werden können. Man hört aus den Erzählungen heraus, dass ein jahrzehntelang angewachsener Wissens- und Erfahrungsschatz sich sehr gut mit neuen Impulsen verbindet und dadurch immer wieder tolle Angebote entstehen.
Besonders lobend wird auch die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Höchberg erwähnt. Im Haus der Vereine hat die AWO ihren eigenen kleinen Saal mit einer Getränketheke sowie einer voll ausgestatteten Küche. Im Sommer ist auch der Aufenthalt im angrenzenden Garten möglich. Das wissen alle Gäste sehr zu schätzen!
13.02.2025: Tanzsportgarde (TSG) Veitshöchheim, Training der U15 Gardetänzerinnen
Donnerstagabend, 19:00 Uhr in der Sporthalle des Blindeninstituts in Veitshöchheim: Schon von weitem sind aufgeregtes Stimmengewirr und freudiges Lachen zu hören. Knapp 30 junge Frauen machen sich für ihr wöchentliches Training bereit: Es werden Tanzstiefel geschnürt, über letzte Auftritte gefachsimpelt und Schrittfolgen geprobt.
Die Tänzerinnen der Tanzsportgarde (TSG) Veitshöchheim bereiten sich allerdings nicht nur auf ihr nächstes Gardetanzturnier vor: Bei diesem Training zeigen sie auch Christine Haupt-Kreutzer ihr Können. Die stellvertretende Landrätin steht dem Team an diesem Tag gemeinsam mit Sabine Wendel und Julia Demeter von der Servicestelle Ehrenamt als Assistenztrainerin zur Seite und feuert die Sportlerinnen an.
Anlässlich des Internationalen Tags des Ehrenamts, der jährlich am 5. Dezember gefeiert wird, hat das Team der Servicestelle Ehrenamt am Landratsamt Würzburg die Aktion „Weg vom Schreibtisch – hin zum Ehrenamt!“ ins Leben gerufen. Gemeinsam mit Landrat Thomas Eberth und dessen Stellvertreterinnen und Stellvertretern unterstützen die Mitarbeiterinnen des Landratsamts Vereine vor Ort bei ihrer Arbeit und kommen mit den Vereinsmitgliedern ins Gespräch. Mit der Aktion soll das Engagement der Menschen in der Region sichtbar gemacht und gewürdigt werden, die die Vereinslandschaft mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit bereichern. Aufgrund der positiven Resonanz wird die Aktion im Jahr 2025 fortgeführt.
Vereine stehen immer wieder vor organisatorischen Herausforderungen
Beim Training in Veitshöchheim wird deutlich, wie viel Engagement hinter den Leistungen der TSG steckt. Die Trainerinnen Kristina Hauser, Celina Graf und Nina Kluger führen die Gruppe mit Routine, Motivation und Gelassenheit durch die Trainingseinheit. Der Vereinsvorsitzende Christian Hauser gibt indes Einblicke in die Organisation im Hintergrund. Einnahmen generiert der Verein durch Veranstaltungen. Eine Erhöhung der Mitgliedsbeiträge wird in Veitshöchheim bewusst vermieden, um den sozialen Charakter des Vereins zu wahren. Das funktioniert natürlich nur, wenn viele helfende Hände mit anpacken. Besonders erfreulich war die Teilnahme einer jungen Assistenztrainerin, die sich im Rahmen des Landkreisschülerprojekts „FEEL FR.E.E.!“ ein Schuljahr lang bei den Tanzmäusen eingebracht hat.
Die Erfolge des gemeinschaftlichen Engagements sind sichtbar: Die TSG Veitshöchheim ist regelmäßig auch auf überregionalen Meisterschaften vertreten. Als Herausforderungen für die Vereinsführung nennt Christian Hauser allerdings die Finanzierung zu diesen Turnierfahrten und die Belastung durch GEMA-Gebühren. Sabine Wendel und Julia Demeter haben sich am Ende des Tanztrainings einige Punkte notiert, wie die Servicestelle Ehrenamt die Vereinsarbeit in Veitshöchheim unterstützen kann.
„Bei der TSG Veitshöchheim engagieren sich 25 Trainerinnen und Trainer ehrenamtlich und vermitteln Kindern und Jugendlichen Rhythmusgefühl, Bewegung und Teamgeist. Dieses Engagement, das oft neben Beruf und Familie stattfindet, verdient große Anerkennung“, betonte stellvertretende Landrätin Christine Haupt-Kreutzer.
14.01.2025: upB »Einspruch«, Vereinsbesuch der besonderen Art
Einen Vereinsbesuch der besonderen Art erlebten Sebastian Restetzki und Yvonne Bolinski-Pfeiffer von der Servicestelle Ehrenamt am 14.01.2025 im Begegnungsraum im Bürgerhaus der Pleich in Würzburg. Die Unabhängige Psychiatrische Beschwerdestelle Würzburg (upB) mit dem Namen „Einspruch“ hat sich für einen Besuch beworben.
Seit September 2021 bietet die upB „Einspruch“ in Würzburg eine wichtige Anlaufstelle für Menschen, die im psychiatrischen Versorgungssystem nicht respektvoll behandelt wurden. Die upB wurde im Rahmen des neuen Psychiatriegesetzes (BayPsychKHG) gegründet, das die flächendeckende Schaffung solcher Stellen in Bayern vorsieht. Ziel ist es, Betroffenen eine niederschwellige Möglichkeit zu bieten, ihre Anliegen unabhängig und ohne Loyalitätsverhältnis zu äußern.
Der Trägerverein Trialog e.V. – Verein für seelische und soziale Gesundheit – wurde 2021 mit 19 Gründungsmitgliedern ins Leben gerufen, um die upB in der Versorgungsregion des Zentrums für seelische Gesundheit am König-Ludwig-Haus zu unterstützen. Die upB wird jährlich mit 12.000 Euro vom Freistaat Bayern gefördert, um Sachkosten des Vereins und die Aufwandsentschädigung der Ehrenamtlichen zu decken.
Bisher wurden 65 Beschwerdefälle begleitet, wobei sich sowohl Betroffene als auch Angehörige psychisch kranker Menschen an die Stelle wenden können. Das derzeitige Team besteht aus acht engagierten ehrenamtlichen Beratern darunter ehemalige Hauptamtliche und Psychiatrie-Erfahrene, die sich kontinuierlich fort- und weiterbilden, um die Qualität ihrer Arbeit zu gewährleisten.
Das Besondere am Trägerverein und dem Team ist die Umsetzung des trialogischen Prinzips: es arbeiten Menschen aus dem Kreis der psychiatrieerfahrenen Personen, der Angehörigen psychisch erkrankter Menschen, und in der Sozialpsychiatrie tätig gewesenen Menschen zusammen. So können unterschiedliche Sichtweisen zur Betrachtung und einer eventuellen Lösung einer Beschwerde zusammengetragen werden.
„Wir machen nichts für die Leute, wir machen es mit den Leuten“, betont Herr Angele, ein Mitglied des Teams. So soll das Selbsthilfepotenzial der Betroffenen gestärkt werden, um sie auf ihrem Weg zu einem selbstbestimmten Leben zu unterstützen.
Die Sprechstunden finden in einem geschützten Rahmen statt, wobei das Vieraugen- und Vierohrenprinzip angewendet wird, um den Anliegen der Beschwerdeführer wertschätzend zuzuhören. Das Büro der upB befindet sich im Bürgerhaus Pleich, das barrierefrei zugänglich ist. Das Team bietet zweimal die Woche persönliche vor Ort Sprechzeiten an. Eine Kontaktaufnahme ist auch telefonisch unter 0931 30446390 oder per Mail an info@upbwuerzburg.de möglich.
05.12.2024: SG Margetshöchheim - Unterstützung des Judo-Trainings Kinder- und Jugendabteilung
Wo kann man viele Kinder und Jugendliche in weißen Judoanzügen sehen? Richtig, in der Sporthalle in Margetshöchheim, denn hier wird jede Woche Montag, Donnerstag und Freitag fleißig der Judosport trainiert.
Schon beim Mattenaufbau zeigt sich der Teamgeist, bevor Trainer Marcus Nebauer die Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßt und den Ablauf erklärt. Das Training startet mit einem Aufwärmspiel, das für Bewegung und gute Laune sorgt. Anschließend üben die Kinder und Jugendlichen in zwei Gruppen, wobei ältere Teilnehmer Marcus Nebauer als Trainerassistenten unterstützen. Ziel des Trainings ist die Gürtelprüfung jeden Sommer, bei der das Erlernte unter Beweis gestellt wird.
Die Disziplin und die gute Stimmung im Training stechen hervor, während grundlegende Techniken wie das Abrollen intensiv geübt werden. Dass Marcus Nebauer den Trainerjob schon seit vielen, vielen Jahren ausübt, merkt man an seiner Routine und Gelassenheit. „Ich versuche gerade, einen Nachfolger für die Trainingsarbeit zu finden und aufzubauen. Hier baue ich auf unseren Nachwuchs, denn da sind tolle Jungs dabei, denen ich das ohne weiteres auch zutrauen würde!“ erzählt er uns während des Trainings.
Frau Christine Haupt-Kreutzer, stellvertretende Landrätin und 3. Vorständin des SG Margetshöchheim, begleitete das Training und führte durch die neu renovierte Halle. Diese bietet neben der Sporthalle mit Spiegelwand und Geräten auch einen Aufenthaltsraum und ein kleines Fitnessstudio.
Im Gespräch mit Frau Haupt-Kreutzer und dem Trainer Herr Nebauer wurde die Bedeutung der Vereinsarbeit für Kinder und Jugendliche betont. Allerdings stehen typische Herausforderungen wie knappe Helferressourcen, Bürokratie und fehlende Förderinfos im Raum. Mit rund 1.000 Mitgliedern überlegt der Verein, ob ein hauptamtlicher Geschäftsführer sinnvoll wäre – aktuell stemmt das ehrenamtliche Vorstandsteam alle Aufgaben.
Der Austausch lieferte wertvolle Anregungen, die 2025 umgesetzt werden sollen.
25.11.2024: Wasserwacht Rottendorf - Unterstützung des Schwimmtrainings der Kinder und Jugendlichen
Jeden Montagabend in der Zeit von 16:30 Uhr bis 20:30 Uhr tummeln sich im Rottendorfer Schulschwimmbad in den ersten beiden Gruppen erst die kleinen Schwimmerinnen und Schwimmer, um hier ihre im Schwimmkurs erlernte Schwimmfähigkeit zu üben.
Hier den Überblick zu behalten, ist gar nicht so einfach, doch die Kinder sind sehr diszipliniert und die Trainerin Silke Feilhauer hat die Gruppe sehr gut im Griff. Danach die Größeren, die ihre Sicherheit im Wasser und beim Schwimmen weiter ausbauen und für diverse Schwimmabzeichen trainieren. Ganz wichtig ist dem Trainerteam die Hinführung zur Ausbildung als Rettungsschwimmer, (ab 13 Jahren möglich) denn es werden im Training schon die ersten Grundzüge erlernt und geübt.
Sabine Wendel von der Servicestelle Ehrenamt durfte das Trainerteam unterstützen und dabei sein, wenn es heißt: „10 Bahnen Brust, 10 Bahnen Kraul und eine Bahn Tauchen!“. Das war aber nur die Aufwärmübung, danach ging es dann weiter mit Streckenschwimmen, Gruppenwettbewerben und Tauchübungen.
Im Anschluss an das Schwimmtraining startete im Rotkreuzhaus Rottendorf die Austauschrunde, an der auch die Sportreferentin des Landkreises, Sandra Handke, teilnahm.Ein Thema der Runde war z. B. das gute Funktionieren der Zusammenarbeit mit der örtlichen Gemeinde. Das Hallenbad wird von der Gemeinde kostenfrei für das Schwimmtraining zur Verfügung gestellt, im Gegenzug bietet die Wasserwacht den Rottendorfer Kindern Schwimmtraining an und übernimmt die Badeaufsicht im Rottendorfer Schwimmbad.
Die Austauschrunde ist sehr informativ und es fällt auf, dass am Tisch eine sehr positive Stimmung herrscht. Das Trainerteam sowie die Vertreter der Vorstandschaft berichten von einem zwar anstrengenden, aber auch erfüllenden Vereinsalltag im Bereich Kinder- und Jugendschwimmtraining, bei dem die Schwimmsicherheit der Kinder und Jugendlichen im Vordergrund steht.
Besonders stolz sind die Ehrenamtlichen, wenn die frisch ausgebildeten Rettungsschwimmer zu ersten Einsätzen z. B. zur Aufsicht im Rottendorfer Schwimmbad oder zum Dienst am Erlabrunner Badesee eingeteilt werden. „Wenn wir es bis hierhin geschafft haben, bleibt der Ehrenamtliche meistens am Ball“ erzählt der Vorsitzende Bernhard Scheckenbach.
Für die Sportreferentin des Landkreises war es wichtig, die Stimmung der Ehrenamtlichen direkt an der Basis mitzuerleben. „Im persönlichen Kontakt erfährt man oft von Ideen oder Problemen, die uns sonst vielleicht nicht so erreicht hätten“
23.11.2024: RepairCafe Margetshöchheim - Angebot für Reparaturen aller Art
Was tun, wenn der Handmixer seinen Geist aufgibt oder am Fahrrad die Gangschaltung reißt? Wegwerfen oder den Dingen nochmal eine zweite Chance geben? Nicht jeder von uns hat das handwerkliche Geschick, die Dinge zu reparieren und wieder auf Vordermann zu bringen. Doch hier können erfahrene Handwerker und Tüftler Abhilfe schaffen! Seit Januar 2022 konnte schon 15 x das Reparieren von Dingen im Rahmen des "RepairCafes Margetshöchheim" angeboten werden.
„Wir verstehen uns als Gruppierung von Gleichgesinnten, die einerseits das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln und andererseits den Austausch untereinander wecken wollen“ äußert sich einer der Helfer zum Auftrag der Initiative, die kein Verein ist und sich auch keiner Partei angeschlossen hat. Sebastian Restetzki und Yvonne Bolinski-Pfeiffer aus der Servicestelle Ehrenamt konnten den fleißigen Helferinnen und Helfern über die Schultern schauen. Die Reparateure bringen ihre eigene Ausrüstung mit, darunter sind Nähmaschinen, Werkzeuge, Maschinen oder sogar ein kleiner 3D-Drucker.
Den Austausch untereinander fördern, das klappt am besten bei Kaffee und Kuchen. Oft kommen auch Besucher, die gar nichts reparieren wollen, sondern einfach nur den Kontakt in der Gemeinschaft suchen. Die Kirchengemeinde stellt die Räume des Gemeindezentrums kostenfrei zur Verfügung, die Gemeinde Margetshöchheim hat den Bauzaunbanner für die Bewerbung der Aktion gestellt und aufgestellt.
Aber was ist es, was die rund 15 Helferinnen und Helfer antreibt, fremde Dinge zu reparieren? „Es ist schön, wenn man helfen kann, wenn man etwas von seinem Wissen weitergeben kann und wenn die Dinge dann – meistens – auch wieder funktionieren!“ erzählt ein Helfer den Vertretern aus dem Landratsamt. Eine weitere Hilfe sind die regelmäßigen Spendenübergaben aus dem Kaffee- und Kuchenverkauf an gemeinnützige Organisationen. Hier freut sich Frau Grosch, eine der Organisatorinnen des Cafes besonders, wenn sie wieder einen Scheck für einen guten Zweck überreichen kann.
Beim Austausch mit den Ehrenamtlichen wird schnell klar, dass zwei Aspekte für diese sehr wichtig sind: Das Thema der Nachhaltigkeit und der zwischenmenschliche Kontakt, der durch das gemeinsame Reparieren der Gerätschaften entsteht.
23.11.2024: Turn- und Sportverein Uettingen e. V. - Mithilfe beim Innenausbau des neuen Vereinsheims
Bei einer für einen Sportverein ganz untypischen Arbeit durften Herr Landrat Eberth und Sabine Wendel von der Servicestelle Ehrenamt die Ehrenamtlichen unterstützen. Anstatt den Fußball übers Feld zu kicken, standen Innenausbauarbeiten am Neubau des Vereinsheims an.
Rund 20 Helfer sind im Schnitt jeden Samstag auf der Baustelle, um den Traum vom eigenen Vereinsheim zu verwirklichen. Ortsansässige Firmen unterstützen den Neubau mit Material und Know-How. Viele Handwerker sind auf der Baustelle, die beratend zur Seite stehen und auch selbst kräftig mithelfen.
Auch die beiden „Neuen vom Amt“ werden im Team herzlich aufgenommen und sofort in die Arbeitsabläufe mit eingebunden. So können Leisten für die spätere Sichtdecke an die Holzbalken geschraubt werden und es wird gemeinsam abgemessen und gebohrt, bis alle Leisten verarbeitet sind.
Bei der gemeinsamen Brotzeit herrscht gute Stimmung und Stolz auf das bisher Geleistete, die Arbeiten kommen gut voran und die Helfer sind mit der Situation mehr als zufrieden. „Es gab bis jetzt keinen Streit und keine größeren Probleme wegen der Baustelle“ berichtet Fabian Häuslein, einer der Vorstandsmitglieder.
Während der Austauschrunde im kleinen Kreis diskutieren die Vereinsmitglieder mit Sabine Wendel über verschiedene Themen wie z. B. die Übungsleiterpauschale, die Angebote der Servicestelle Ehrenamt und über die allgemeinen Herausforderungen im Ehrenamtsalltag. Ein großer Wunsch der Vereinsvertreter ist die Vereinfachung der Antragsstellung, z. B. für die Übungsleiterpauschale und der Abbau der Bürokratie.
Dieser Besuch war sehr beeindruckend, zeigt sich hier doch, dass mit Teamgeist und einem gemeinsamen Ziel ganz viel erreicht werden kann.
23.11.2024: MGV Frohsinn e. V. - Musikalische Früherziehung
Samstagvormittag, 10 Uhr in Helmstadt im vereinseigenen Sängerheim: viele kleine Sängerinnen und Sänger strömen in den Saal, denn gleich geht die Musikalische Früherziehung mit Anne Kunz und Sabrina Schlör los. Schnell nehmen die Kinder mit ihren Eltern im Sitzkreis Platz, denn die Erzählkatze geht um und begrüßt die Kinder mit einem kleinen Lied.
Heute dürfen Herr Landrat Eberth und Sabine Wendel von der Servicestelle Ehrenamt die beiden Ehrenamtlichen bei einer von zwei Gruppen der Musikalischen Früherziehung unterstützen und haben sich unter die Kinderschar gemischt. Das Thema der heutigen Stunde ist die Hinführung zu Weihnachten und zum Weihnachtskonzert, an dem die Kleinen schon einen musikalischen Auftritt haben. Spielerisch, aber auch mit einem den Kindern und der Stunde angepassten Konzept führen die beiden Leiterinnen die Kinder an das Weihnachtsthema heran. Es herrscht gute Stimmung und gemeinsam wird gesungen, geklatscht, gestampft und vor allem auch herzhaft gelacht. Nach der Abschlussrunde, bei der sich die Erzählkatze auch wieder von den Kindern verabschiedet, endet die Musikalische Früherziehung.
Das Besondere am MGV Frohsinn e. V. ist das vereinseigene Sängerheim mit einem großen Saal und einer funktionstüchtigen Küche, in der auch immer wieder für Vereinsfeste, Familienfeiern oder sonstige Veranstaltungen gekocht werden kann. Es täte jedoch dem Veranstaltungsteam schon gut, wenn es den ein oder anderen Helfer mehr geben würde. „Grundsätzlich kommt man aber mit dem vorhandenen Team ganz gut über die Runden“, so der O-Ton aus den Reihen der Verantwortlichen. Ebenfalls erklären sich neben engagierten Mitgliedern auch immer wieder Eltern bereit, den Verein zu unterstützen und bei Vereinsfesten zu helfen oder auch den Fahrdienst zu verschiedenen Auftritten zu übernehmen.
Es wurden auch verschiedene Wünsche gegenüber der Servicestelle Ehrenamt geäußert. Die Ehrenamtlichen wünschen sich z. B. Unterstützung bei der Erstellung von Drucksachen (Plakate, Flyer usw.). Gleichzeitig wurde aus dem Vereinsleben erzählt, dass hier rege gepflegt wird. So finden immer wieder Auftritte der Chöre oder der Chorjugend statt, es werden Feste und Konzerte veranstaltet und am Faschingssonntag treffen sich die Helmstadter Faschingsfans und feiern im Sängerheim die närrische Zeit.
„Ein Verein, der sich sehr um die Kleinsten bemüht und eine ganz tolle Hinführung zur Musik bietet“, freut sich Landrat Thomas Eberth, der die Unterhaltung mit den Kleinen sichtlich genossen hat.
19.11.2024: Obst- und Gartenbauverein Gerbrunn »Bastel- und Werkstunde für Kinder«
Hier starteten Aileen Dorsch und Franziska Lehner von der Servicestelle Ehrenamt mit Mitgliedern der Vorstandschaft sowie der Verantwortlichen für das Kinderprogramm, Frau Marion Büchner, mit der Austauschrunde. Schon bald wurde rege über aktuelle Themen und Probleme diskutiert.
Der OGV Gerbrunn ist aktuell der am schnellsten wachsende OGV in Bayern. Das bringt natürlich auch Herausforderungen mit sich: Der Verein wird größer, die Aufgaben bleiben aber auf den gleichen (wenigen) Schultern verteilt. Außerdem haben in den letzten Jahren einige Vereine in Gerbrunn aufgehört, bestimmte gemeindliche Traditionen zu gestalten, diese hat dann der OGV übernommen (z.B. Dekorieren und Gestalten der Blumenteppiche an Fronleichnam, des Osterbrunnens, des Weihnachtsbaums vor der Kirche, etc.). Auch die Frage nach der Zukunft und der Nachfolge für den Vorstand beschäftigt die Ehrenamtlichen.
Insgesamt erfährt der Verein gute Unterstützung von der Gemeinde, sei es die Nutzung der Räumlichkeiten oder die Möglichkeit, einen Garten bei der Mehrzweckhalle zu unterhalten. Auch die Zusammenarbeit mit anderen örtlichen Vereinen funktioniert gut. Über einzelne Mitglieder ist der OGV Gerbrunn auch mit anderen OGVs in Bayern vernetzt.
Der OGV bietet Kurse und Vorträge zu verschiedenen Themen an (Schnittkurse usw.), hat ein Kinderprogramm mit wöchentlicher Bastelstunde und gestaltet das Gemeindeleben mit einem monatlichen Stammtisch, der Beteiligung an Veranstaltungen (Kirchenfeste, Weihnachtsmarkt etc.) und den Naschbäumen.
Zum Einstieg in den aktiven Teil wurde dann noch der Vereinsgarten von den Mitgliedern der Vorstandschaft gezeigt.
Am Nachmittag startete dann „Hortus Pfiffikus“ – die Bastel- und Werkkstunde für knapp 20 Kinder, die einmal wöchentlich fleißig am Werkeln und Dekorieren sind.