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Naturschutz und Landschaftspflege (FB 51)

Natur und Landschaft schöpfen im Landkreis Würzburg aus dem Vollen. Weinberge, naturnahe Laubwälder, Streuobstwiesen und Magerrasen machen die Region zu einem reichen Kulturraum. Der Erhalt dieser Vielfalt ist wichtig für Mensch und Tier.

Die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt sorgt für den Vollzug der Naturschutzgesetze. Die Fachkräfte sind an Genehmigungsverfahren beteiligt und geben Stellungnahmen ab, damit naturschutzfachliche Belange bei Bauprojekten oder Flurbereinigungsverfahren Berücksichtigung finden. Sie koordinieren Landschaftspflegemaßnahmen, setzen Artenschutzprojekte um und bringen ihre Kompetenzen ins Flächenmanagement ein. Auch berät das Team die Landkreisgemeinden bei ihrer Bauleitplanung und steht allen Bürger*innen bei artenschutzrechtlichen Fragestellungen als fachkundiger Ansprechpartner zur Verfügung.

Herr Pabst leitet die Untere Naturschutzbehörde.

                                                                                                                

Ansprechpartner & Information

Im Bürgerservice A bis Z finden Sie die wichtigsten Dienstleistungen der Naturschutzbehörde mitsamt zugehöriger Ansprechpartner.

Sie benötigen nur schnell ein Formular aus diesem Bereich? Unter Formulare - Naturschutz ist bestimmt das passende zum Herunterladen dabei.

 

Aktuelles

Telefonische Antragsberatung zum Vertragsnaturschutzprogramm

Im Januar beginnt die Antragsphase für das Vertragsnaturschutzprogramm. Aufgrund der aktuellen Lage stehen Ihnen die Fachkräfte der Unteren Naturschutzbehörde gerne telefonisch für eine Beratung zur Verfügung.

Nur in besonderen Ausnahmefällen ist eine persönliche Vorsprache nach vorheriger Terminvereinbarung möglich.

Ihre Ansprechpartner*innen finden Sie mit einem Klick auf die jeweilige Gemeinde:

Gemeinde
Gemeinde
Altertheim
Kürnach
Aub
Leinach
Bergtheim
Margetshöchheim
Bieberehren
Neubrunn
Bütthard
Oberpleichfeld
Eibelstadt
Ochsenfurt
Eisenheim
Prosselsheim
Eisingen
Randersacker
Erlabrunn
Reichenberg
Estenfeld
Remlingen
Frickenhausen
Riedenheim
Gaukönigshofen
Rimpar
Gelchsheim
Rottendorf
Gerbrunn
Sommerhausen
Geroldshausen
Sonderhofen
Giebelstadt
Tauberrettersheim
Greußenheim
Theilheim
Güntersleben
Thüngersheim
Hausen b. Würzburg
Uettingen
Helmstadt
Unterpleichfeld
Hettstadt
Veitshöchheim
Höchberg
Waldbrunn
Holzkirchen
Waldbüttelbrunn
Kirchheim
Winterhausen
Kist
Zell a.M.
Kleinrinderfeld

 

  

Naturschutzwächter*in gesucht!

Das Landratsamt Würzburg sucht für folgenden Zuständigkeitsbereich eine*n Naturschutzwächter*in:

Aub, Bieberehren, Gelchsheim, Riedenheim, Röttingen und Tauberrettersheim.

Aufgaben

Die Angehörigen der bayerischen Naturschutzwacht sind ehrenamtlich engagierte Mitglieder der unteren Naturschutzbehörden, die Bürger vor Ort über den richtigen Umgang mit der Natur informieren und die Einhaltung der Naturschutzgesetze überwachen.
Sie haben die Aufgabe, Verstöße gegen das Naturschutzrecht in der freien Natur festzustellen, zu verhüten und zu unterbinden.

Das bringen Sie mit

Der oder die Bewerber*in sollte als Ansprechpartner*in für die Bevölkerung zur Verfügung stehen, kommunikative Fähigkeiten mitbringen sowie Grundkenntnisse in der EDV besitzen und vor allem bereit sein, insgesamt 20 Stunden monatlich für die Naturschutzwachtarbeit aufzuwenden.

Lehrgang

Voraussetzung für die Tätigkeit ist ein insgesamt zweiwöchiger Lehrgang in Laufen/Salzach (Landkreis Berchtesgadener Land). Dieser wird voraussichtlich im März und Mai des Jahres 2021 in Laufen stattfinden. Die Kosten für die Teilnahme an diesen beiden Lehrgängen mit anschließender Prüfung werden vom Landratsamt Würzburg getragen.

Aufwandsentschädigung

Für dieses Ehrenamt wird eine monatliche Aufwandsentschädigung in Höhe von 164,00 € gewährt. In dieser Pauschale sind alle Auslagen (z. B. die Fahrten innerhalb des Zuständigkeitsbereiches, Telefon- und Internetkosten usw.) enthalten.

Weitere Informationen

finden Sie auf den Seiten des Bayerischen Staatsministeriums für Umwelt und Verbraucherschutz.

Es wird besonders darauf hingewiesen, dass es sich nicht um eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit handelt, sondern um die Ausübung eines Ehrenamtes. Für Personen, die in erster Linie eine einkommensorientierte Tätigkeit suchen, ist dies nicht geeignet.

Ihr Kontakt am Landratsamt

ist Herr Wolf, der zuständige Sachbearbeiter im Fachbereich Naturschutz und Landschaftspflege.

               

                                           

Auf einen Klick

Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege
© Herbert Ehehalt

Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege

Biodiversitätsberatung
© Herbert Ehehalt

Biodiversitätsberatung

                             

Weitere Themen & Projekte

Hilfe bei Problemen mit Wespen und Hornissen

Sie haben Probleme mit Wespen oder Hornissen auf der Terrasse oder unter dem Dach?

Helfen kann Ihnen in solchen Fällen AKAN, der Arbeitskreis Arten- und Naturschutz e.V.

Er ist kompetenter Ansprechpartner bei Fragen rund um Wespen, Hummeln und Hornissen. Sein Arbeitsschwerpunkt besteht darin, Konflikte zwischen Mensch und wild lebenden Tieren im häuslichen Bereich zu lösen.

Bei Bedarf kümmert sich AKAN gegen eine Gebühr um das artgerechte Versetzen von Wespen- oder Hornissennestern, ggf. in Koordination mit der unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Würzburg.

Die ehrenamtlich bestellten Wespen- und Hornissenberater erreichen Sie

  • per E-Mail: Akan.eV@web.de oder
  • telefonisch: 0176 56 70 20 30.

Bitte beachten Sie, dass es in der Hochsaison zu Wartezeiten kommen kann.

   

Anlegen von Blühflächen und insektenfreundlichem Grünland

Die Untere Naturschutzbehörde informiert:

Nachdem mittlerweile eine Reihe von Anfragen bzgl. der Anlage von Blühflächen und insektenfreundlichem Grünland von Kommunen an die untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Würzburg herangetragen wurden, möchten wir Ihnen im Folgenden einige Hinweise zu diesem Thema an die Hand geben:      

                                                                             

Grünland

  1. Ist die Fläche bereits eine kommunale Grünfläche, ist eine Aufwertung hin zu einem arten- und blütenreichen sowie insektenfreundlichen Grünland mit einer angepassten Pflege möglich. Die Umstellung von Mulch-Mahd auf eine Mahd zu einem geeigneten Schnittzeitpunkt mit Abfuhr des Mahdguts sowie eine Schnitthöhe von mindestens 10 cm kann bereits eine erhebliche Verbesserung für Insekten bewirken. Hier wäre ein Schnittzeitpunkt nach dem Aussamen der Blühpflanzen im Zeitraum zwischen Anfang und Mitte Juli notwendig. Ein weiterer Schnitt sollte sich am Aufwuchs orientieren und frühestens acht Wochen nach dem ersten Schnitt stattfinden.

    Das Mahdgut sollte vor dem Abräumen zwei bis drei Tage auf der Fläche verbleiben, sodass vorkommende Insekten fliehen können. Es sollten mindestens 20 % der Fläche als Altgrasstreifen stehen bleiben und erst beim nächsten Mähdurchgang entfernt werden. So sind noch genügend Strukturen zum Schutz und als Versteckmöglichkeiten für Heuschrecken, Zikaden und Ähnlichem vorhanden. Bei einer ausreichenden Flächengröße, kann auch eine extensive Beweidung den Reichtum an Blühpflanzen und Insekten langfristig erhöhen. Durch eine extensive Beweidung kann ein kleinflächigeres Mosaik unterschiedlicher Entwicklungs- und Blühstadien entstehen und so ein langfristiges Nahrungs- und Versteckangebot belassen werden

  2. Handelt es sich um artenarmes Grünland, welches fast ausschließlich aus Gräsern besteht, so kann mithilfe einer streifenweisen Ansaat von gebietsheimischen (autochthonen) und standortgerechten Grünlandmischung (Verhältnis Blühpflanzen : Gräser 70:30) dem Blütenreichtum nachgeholfen werden. Je nach Umfang und Ausprägung der Maßnahme ist ggf. ein Antrag auf Grünlanderneuerung beim zuständigen Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten  zu stellen. Der Umbruch von Dauergrünland ist zu vermeiden.

   

Acker

  1. Wird eine Fläche bislang als Acker genutzt, kann dieser durch die Ansaat von gebietsheimischen Mischungen zu einem artenreichen Extensivgrünland oder zu einer Blühfläche entwickelt werden. Ein Vorteil, den das Extensivgrünland gegenüber einer Blühfläche aufweist, ist, dass lediglich einmal eingesät werden muss und mithilfe einer angepassten Pflege das Grünland dauerhaft erhalten werden kann. Die Blühfläche hingegen muss, je nach Mischung, spätestens alle zwei bis drei Jahre neu eingesät werden.

Bitte beachten Sie: Je nach Standort sowie dem angestrebten Entwicklungsziel sind spezifische Saatmischungen notwendig. Aus diesem Grund ist keine allgemein gültige Empfehlung möglich. Bitte verwenden Sie keine gebietsfremden Standardblühmischungen, da diese die einheimische Flora und ggf. auch die Fauna negativ beeinträchtigen können und setzen Sie sich im Zweifel mit dem Landschaftspflegeverband Würzburg oder der unteren Naturschutzbehörde Würzburg in Verbindung. Wir stehen Ihnen bei der Entwicklung und Aufwertung kommunaler Freiflächen gerne beratend zur Verfügung. Für naturschutzfachliche Ausgleichsflächen, die Bestandteil eines Genehmigungs-verfahrens waren, gelten die Festsetzungen zur Herstellung und Pflege der Flächen des jeweiligen Bescheides bzw. der Planfeststellungsunterlagen.

               

Sonderfall Wegränder, Böschungen und Ranken

1. Nährstoffarme Bereiche mit schwach ausgeprägtem Bewuchs sollten nur einmal pro Jahr im Spätherbst oder im zeitigen Frühjahr vor der Vegetationsperiode gemäht werden.

2. Nährstoffreiche Bereiche mit starkem Bewuchs sollten zweimal jährlich gemäht werden. Dabei sollte die erste Mahd nicht vor Mitte Juli erfolgen und nur einen schmalen Streifen von ca. 50 cm neben dem Weg erfassen. Bei der zweiten Mahd im Spätherbst sollte dann über die gesamte Breite gemäht werden, wobei auch hier das Belassen von Altgrasstreifen sowie eine Schnitthöhe von 10 cm sinnvoll ist.

3. Die beiden Seiten eines Weges sollten nicht gleichzeitig, sondern im zeitlichen Abstand von drei bis vier Wochen gemäht werden. Alternativ können die Wegränder auch abschnittsweise gemäht werden.

4. Das Mahdgut sollte vor dem Abräumen etwa zwei bis drei Tage auf der Fläche verbleiben, sodass vorkommende Insekten fliehen können.

Weitergehende Informationen zu diesem Thema finden Sie auch unter

http://www.bluehpakt.bayern.de/bluehpakt/index.htm

                                    

Biberschutz im Landkreis

Der Biber breitet sich im Landkreis Würzburg aus und besiedelt inzwischen viele Bäche und auch die Ufer des Mains. Diese Entwicklung ist sehr erfreulich, da er mit seinen Aktivitäten zur Verbesserung der ökologischen Funktion der Fließgewässer und zur Artenvielfalt beiträgt.

Die Aktivitäten des Bibers verursachen durch Aufstauungen der Gewässer oder Befraß von Nutzpflanzen aber auch Probleme auf den angrenzenden Grundstücken.

Für alle Konflikte, die mit der Rückkehr des Bibers in die Kulturlandschaft zusammenhängen, gibt es bewährte Lösungen. Insbesondere stellt der Freistaat Bayern Mittel zur Verfügung, um Verluste und Schäden auszugleichen.

Kontakt zum Biberbeauftragten

Die Untere Naturschutzbehörde ist für die Erfassung und Vorbereitung des Ausgleichs der Biberschäden zuständig. Der Biberbeauftragte ist Herr Dr. Gauer.

Schäden melden

Zunächst ist es wichtig, dass ein Schaden binnen einer Woche nach Feststellung telefonisch oder schriftlich mit Angaben zum Ort (Gemarkung, Flurnummer) sowie zum Umfang des Schadens (Kultur, Fläche) vom Geschädigten gemeldet wird

 

MainMuschelkalk

Die Naturschutzbehörde koordiniert das Projekt LIFE+MainMuschelkalk im Landkreis Würzburg.

LIFE+ ist ein Förderprogramm der Europäischen Union zur finanziellen Unterstützung von Umwelt- und Naturschutzprojekten in so genannten Flora-Fauna-Habitat-Gebieten (FFH-Gebiete, Schutzgebietsnetz „Natura 2000“ in der europäischen Union). Die EU übernimmt dabei etwa die Hälfte aller anfallenden Kosten bei einem Gesamtbudget von über 2,5 Millionen Euro.

Ziel des Projekts ist die Sicherung der FFH-Gebiete auf Muschelkalk entlang von Main, Saale und Wern auf 4.670 ha als Verbundachse zwischen Mittelmeer und den südosteuropäischen Steppen. Als Projektpartner haben sich die Landkreise Main-Spessart, Bad Kissingen und Würzburg, die Stadt Würzburg sowie das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz zusammengeschlossen.

Der Bayerische Naturschutzfonds finanziert das Projekt mit. Im Landkreis Würzburg wurden Maßnahmen in den Gemeinden Leinach, Thüngersheim, Güntersleben, Veitshöchheim, Winterhausen, Sommerhausen und Ochsenfurt durchgeführt. 

Weitere Informationen finden Sie unter MainMuschelkalk.de.

 

Naturschutzwächter

Elf ehrenamtliche Naturschutzwächter im Landkreis (davon seit Mai 2014 eine Frau) sorgen mit Leib und Seele dafür, dass weiterhin alles im grünen Bereich bleibt.

Aufgabe der Naturschutzwacht ist in erster Linie das vorbeugende Tätigwerden, wie das Aufklären der Bevölkerung über naturschutzfachliche Zusammenhänge, Förderung der Bewusstseinsbildung für Naturschutz und Landschaftspflege sowie die Funktion als Ansprechpartner der Bevölkerung, der Verbände und der Fachbehörden.

Aber auch die Kontrolle der Einhaltung von naturschutzrechtlichen Verboten und Auflagen gehört zu den Aufgaben der Naturschutzwächter. Damit unterstützen, entlasten und ergänzen die Naturschutzwächter die Arbeit des amtlichen Naturschutzes.

 

                                 


Das Aufgabenspektrum der Unteren Naturschutzbehörde

  • Naturschutzrecht
  • Hauptamtliche Fachkräfte für Naturschutz
  • Landschaftspflege
  • Naturschutzwacht, Naturschutzbeirat
  • Gartenkultur- und Landespflegefachberatung
  • Betreuung der Außenanlagen der landkreiseigenen Liegenschaften in Ochsenfurt
  • An- und Verkauf von Grundstücken zum Zweck des Naturschutzes einschließlich der notariellen und grundbuchrechtlichen Abwicklung
  • Bewirtschaftung und Unterhaltung der für Zwecke des Naturschutzes beschafften Grundstücke einschließlich Erhaltung der Verkehrssicherheit
  • Geoinformationssystem

 

 

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